Eine Bäckerlegende
“Das Handwerk lebt”
Edwin Storfer (71), Seniorchef der „Knusperstube“ in St. Gertraud, bescheinigt dem Bäckerhandwerk eine gute Zukunft. Die Gründe dafür erläutert der Bäcker- und Konditormeister der „KLICK Kärnten“-Familie.
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Einige Bäckerläden haben in den vergangenen Jahren in Kärnten die Rollbalken für immer heruntergelassen. Weitläufig führt man das auf ein „Bäckersterben“ zurück. Da stellt sich die Frage: Hat das Bäckerhandwerk überhaupt noch eine Überlebenschance? Eine Frage, die der Lavanttaler Bäckermeister Edwin Storfer mit einem klaren Ja beantwortet. „Die klassischen Bäckereien haben weiterhin eine Zukunft. Sie müssen ihre Angebote nur verstärkt den Wünschen der Kunden anpassen. Das fängt bei einem reduzierten Sortiment mit hoher Qualität an“, erklärt Storfer.
Der Marktführer
Vor 44 Jahren hat Edwin Storfer den Betrieb von seinen Eltern übernommen. „Damals hatte ich sechs Mitarbeiter. 33 Jahre später habe ich den Betrieb meinem Sohn Peter übergeben, der mittlerweile 110 Mitarbeiter beschäftigt. Mit der Krapfen Produktion sind wir in Südösterreich der Marktführer. Auch mit dem klassischen Kärntner Reindling zählen wir zu den Marktführern. Der Reindling wird noch immer nach Rezepten der Oma hergestellt“, erzählt der Seniorchef.
Der Erfolgsweg
Doch zurück zum Erfolg eines Betriebes. „Wichtig ist, dass der Firmeninhaber die vier Grundrechnungsarten beherrscht. Dann muss man für den eigenen Betrieb ein Produkt finden, das am Markt gefragt ist. Der Weg führt dabei nur über die Regionalität, mit ihren Zutaten. Nicht zu vergessen ist die Leidenschaft, Beharrlichkeit und das Herzblut für die Produkte“, betont der leidenschaftliche Bäcker, der kein „Bäckersterben“ sieht, eher eine Bereinigung der Branche. Im Übrigen hält er sich an eine Aussage seiner Oma, die ihm einmal gesagt hat: „Wenn man Geld beim Fenster rauswirft, sollte man immer die Tür offenhalten, damit es wieder zurückkommen kann.“
