Zommstehn am Markt
Kulinarische Reise durch den Alpen-Adria-Raum
Ex-Fußballer Igor Ogris hat im Klagenfurter Ossaicher Hof einen Genuss-Treffpunkt der etwas anderen Art geschaffen. Er verrät uns auch seinen Tipp für die Fußball-Europameisterschaft.
Er ist ehemaliger Fußballer und war zehn Jahre lang sportlicher Leiter des SAK: Igor Ogris (49). Mit seiner Gattin Anja Ogris-Drussnitzer eröffnete Ogris im Oktober 2020, kurz vor dem langen Lockdown, ein Eldorado für Genuss-Liebhaber: “Zommstehn am Markt” im Ossiacher Hof in der Wiener Gasse 10 mitten in Klagenfurt.
Durchstarten mit Alpen-Adria-Märkten
Doch wie wird ein ehemaliger Fußballer ein Botschafter des Genusses? Vor rund acht Jahren startete Ogris mit einem Bauernmarkt beim SAK-Platz in Welzenegg, um die Bevölkerung als Sportverein besser zu erreichen. Ogris wurde mit der Zeit als Organisator von Märkten mit Schwerpunkt Alpen-Adria gefragt – der Alpen-Adria-Markt am Hafnersee, der Weihnachtsmarkt auf dem Pyramidenkogel, in Ebenthal ein Monatsmarkt, die Mitentwicklung des Ferlacher Wochenmarktes … Das waren nur einige Stationen. Heute noch organisiert Ogris den Veldener Wochenmarkt. Bei den “Tagen der Alpen-Adria-Küche” ist das Ehepaar für alle Aussteller verantwortlich.
Genuss-Treffpunkt Ossaicher Hof
Doch der Wunsch nach etwas Fixem wurde immer größer. “Ein Ort, wo wir alle unsere Projekte bündeln können”, so Ogris. Mit dem Ossiacher Hof wurde er fündig.
Das Konzept von “Zommstehn am Markt” ist ein besonderes. Man könnte es als Genuss-Treffpunkt beschreiben. Ausgewählte Produkte aus der Alpen-Adria-Region (nichts schnell Verderbliches) können im Geschäft erworben werden. Und auch den Hunger kann man stillen – etwa mit einem Alpen-Adria-Teller mit ausgewählten Spezialitäten aus Kärnten, Slowenien und Italien.

Gastköche bei “Zommstehn am Markt”
Immer mittwochs und donnerstags haben Gastköche das Sagen, momentan ist es zum Beispiel Stefan Petutschnig, der 17 Jahre lang Chefkoch im Lakeside in Reifnitz war. Gekocht wird ganztägig – u. a. auch mit Produkten aus dem Shop. Denn bei Ogris stehen die Produzenten im Vordergrund.
Daher sind auch die Freitags und Samstage ganz den Produkten gewidmet. “Wir laden Produzenten ein, die an diesen Tagen Verkostungen durchführen. Samstags starten wir nun mit einem Gemüsestand im gemütlichen Innenhof. Es gab im Mai schon einen Jungpflanzenmarkt. Vielleicht entwickelt sich daraus ja wieder eine Art Markt, nun eben am fixen Standort”, verrät Ogris. Auch Feste sind im Ossiacher Hof geplant, für private Veranstaltungen oder zum Beispiel das etwas andere Firmen-Meeting ist er montags, dienstags bzw. am Samstagnachmittag mietbar.
Ogris’ Vision ist es, die Kunden zu den Produzenten zu führen. Daher organisiert er auch Tagesreisen zu den Produzenten. Unser Tipp: Unbedingt mal hinschauen – auch wenn man nicht hungrig ist. Alleine das Flair des Ossiacher Hofes ist einzigartig.
Öffnungszeiten:
- Mittwoch bis Freitag: 10 bis 22 Uhr
- Samstag: 10 bis 14 Uhr

“Österreich-Elf kann viel erreichen!”
Obwohl Ogris seine Fußballer-Karriere vor 17 Jahren beendet hat, ist er dem runden Leder nach wie vor verbunden. Der ehemalige Libero ist bei der Austria Klagenfurt bis zur U17 aufgewachsen. Weitere Stationen: SAK Klagenfurt, WSG Brückl, Klopein, Wietersdorf, SV Spittal und Gerasdorf in der zweiten, Admira/Wacker in der ersten Bundesliga. Heute ist er nach wie vor Mitglied des Vorstandes beim SAK Klagenfurt, bei dem er auch zehn Jahre als sportlicher Leiter fungierte.
Welche Chancen ortet er für Österreich bei der Fußball-Europameisterschaft? “Seit der Euro 2008 im eigenen Land hat sich das österreichische Team sehr positiv entwickelt. Die Elf kann viel erreichen, wenn alles passt. Die Frage ist, ob die Superstars in Topform sind, das Grundniveau ist jedenfalls hoch”, sagt er. Ein Überstehen der Vorrunde traut er Österreich jedenfalls zu. Was einzelne Spieler betrifft, könnte laut Ogris Sasa Kalajdzic so richtig durchstarten. “Wenn er seine Rolle auch bekommt”, meint der Ex-Fußballer. Sein persönlicher Tipp für den Europameister? “Die EM hat schon oft für Überraschungen gesorgt, aber ich glaube heuer an die großen Nationen – Frankreich, Belgien oder Deutschland!”
