Wirtschaftskammer Kärnten
Veranstaltungsbeirat fordert, die Hilfen zu verlängern
In der Veranstaltungswirtschaft ist noch lange kein Aufatmen zu verspüren. Branchensprecher Hannes Dopler fordert daher die versprochene Verlängerung der Hilfen.
© WKK/Helge Bauer
Die Krise ist noch nicht vorbei, warnt der Veranstaltungsbeirat der Wirtschaftskammer Kärnten. Während Hotellerie und Gastronomie wieder in Schwung kommen, ist in der Veranstaltungsbranche noch kein Aufatmen zu verspüren.
Unverändert Stillstand
„Es mag ja sein, dass die schwierigste Zeit hinter uns liegt, aber die Veranstaltungswirtschaft ist noch vom Stillstand geprägt“, betont Hannes Dopler. Er ist der Sprecher des Beirats der Wirtschaftskammer Kärnten für die Branchen Eventtechnik, Eventagentur, Catering, Infrastruktur, Konzertveranstalter, Dekoration, Location, Feuerwerkstechnik, Clubkonzerte und Hochzeitsplanung.
Unsicherheit regiert
Für viele Organisatoren herrscht unverändert Unsicherheit. Das bekommen die Betriebe weiterhin zu spüren. „Es ist gut, dass hie und da die ersten Events geplant werden und es Lockerungen im Hochzeitsbereich gibt, aber von einer ‚normalen‘ Saison kann noch lange keine Rede sein. Dafür sind zu viele große Veranstaltungen bereits im Vorfeld abgesagt oder verschoben worden“, verdeutlicht Dopler auf die schwierige Lage.
Zuschüsse laufen aus
Auch Markus Polka, Geschäftsführer des Beirats und Marketingleiter der Wirtschaftskammer Kärnten, bestätigt: „Die Eventbranche und die in der Wertschöpfungskette angeschlossenen Firmen sind extrem vielfältig. So sind beispielsweise die Auftragsbücher vieler Zulieferer für Veranstaltungen weiterhin leer.“ Dopler erinnert an die Versprechungen der Bundesregierung: „Den Betrieben wurden finanzielle Hilfen während der gesamten Krise zugesichert, nun laufen aber Fixkostenzuschuss und Co. aus. Nur weil vielleicht ein Hotel wieder Gäste begrüßt, heißt das noch lange nicht, dass der Tontechniker für Großevents gebucht wird. So funktioniert weder die Pandemie, noch die Wirtschaft.“
Verlängerung bis Herbst gefordert
Dopler und Polka fordern daher Augenmaß und praxisnahe Betrachtung. „Härtefallfonds, Fixkostenzuschuss, Verlustersatz und Ausfallsbonus müssen für die Veranstaltungswirtschaft mindestens bis in den Herbst verlängert werden. In der Eventbranche wird langfristig geplant, daher sind die Absagen heuer eine logische Folge und lassen sich auch nicht ausgleichen.“

