Stadt Villach

Stadt­wer­ke sor­gen für güns­ti­ge­ren Pho­to­vol­ta­ik-Strom

Die Stadt Villach gründet mit der Energie Klagenfurt GmbH, einer Tochter der Stadtwerke Klagenfurt AG, die „VDSG Villacher Dachstrom GmbH“. Ziel ist es, gemeindeeigene Wohnungen mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten und den Mietern so günstigeren Strom anbieten zu können.

Stadt­wer­ke sor­gen für güns­ti­ge­ren Pho­to­vol­ta­ik-Strom Villachs Wohnungsreferent Erwin Baumann, Bürgermeister Günther Albel, Klagenfurts Vizebürgermeister Alois Dolinar und Stadtwerke-Vorstand Harald Tschunrig (von links)

© Stadt Villach/Wernig

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Die Stadt Vil­lach geht bei ihrer Pho­to­vol­ta­ik-Offen­si­ve den nächs­ten gro­ßen Schritt: Sie grün­det mit der Ener­gie Kla­gen­furt GmbH, einer Toch­ter der Stadt­wer­ke Kla­gen­furt AG, die „VDSG Vil­la­cher Dach­strom GmbH“. Ziel ist es, gemeinde­eigene Woh­nun­gen mit Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen zu ver­sor­gen und Mie­ter güns­ti­ge­ren und um­welt­freundlichen Strom zur Ver­fü­gung stel­len zu kön­nen.

3,5 Hekt­ar für PV-Flä­chen

In Sum­me geht es um rund 35.000 Qua­drat­me­ter an Pho­to­vol­ta­ik-Flä­chen auf 85 Gebäu­den. 1300 Mie­te­rin­nen und Mie­ter wer­den davon profi­tieren. Die ers­ten Pho­to­vol­ta­ik-Flä­chen könn­ten bereits heu­er ver­wirk­licht wer­den. Der Finanzie­rung­aufwand beträgt Kal­ku­la­tio­nen zu­folge rund vier Mil­lio­nen Euro. Die Stadt Vil­lach bringt ihren Anteil in Form der benötig­ten Dach­flä­chen ein.

Kli­ma­neu­tra­li­tät als gro­ßes Ziel

„Wir haben vor drei Jah­ren eine Pho­to­vol­ta­ik-Offen­si­ve gestar­tet und seit­her auf öf­fentlichen Ge­bäuden bei Sanie­run­gen und Neu­bau­ten fast einen Hekt­ar an Pho­to­vol­ta­ik-Flä­chen instal­liert. Die Koope­ra­ti­on mit der Ener­gie Kla­gen­furt GmbH ist nicht nur ganz im Sin­ne unse­rer Zen­tral­raum-Kärn­ten-Bemü­hun­gen, son­dern gibt unse­rer Pho­to­vol­ta­ik-Offen­si­ve zusätz­li­chen Schub“, berich­tet Bür­ger­meis­ter Gün­ther Albel. „Wir kom­men unse­rem obers­ten Ziel im­mer näher, als Stadt kli­ma­neu­tral zu agie­ren und mög­lichst vie­le Emis­sio­nen zu ver­meiden.“ Der nächs­te Schritt sei­en Frei­flä­chen-Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen – als wich­ti­ge Ergän­zung zu den Dächern. „Wir sind hier mit dem Land Kärn­ten, das Frei­flä­chen bis­her kri­tisch gegen­über­ge­stan­den ist, in Verhandlun­gen.“

“Kli­ma­schutz kennt kei­ne Gren­zen”

Kla­gen­furts Vize­bür­ger­meis­ter Alo­is Doli­nar: „Die Lan­des­haupt­stadt Kla­gen­furt hat es sich, als Kli­ma­vor­zei­ge­stadt, zum ehr­gei­zi­gen Ziel gesetzt, bis 2030 kli­ma­neu­tral zu wer­den. Daher wur­de 2020 die Kla­gen­furt Dach­strom GmbH gegrün­det, die bereits 1,3 Mil­li­on Kilo­watt­stun­den Son­nen­strom pro­du­zie­ren konn­te und somit eine Erspar­nis von rund 500 Ton­nen CO2 als posi­ti­ve Bilanz auf­wei­sen kann. Der­zeit sind von den 365 öf­fentlichen Gebäu­den in der Lan­des­haupt­stadt mehr als 60 mit Son­nen­strom ausgestat­tet. Wei­te­re sind in Pla­nung oder in Bau.“ Der Vor­teil für die Nut­zer der Immo­bi­li­en lie­ge nicht nur im nach­hal­tig pro­du­zier­ten Strom an sich, son­dern auch dar­in, dass die Son­nen­en­er­gie vom grü­nen Dach ohne Netz­ge­bühr genutzt wer­de. „Als Zen­tral­raum-Kärn­ten-Refe­rent freue ich mich, dass auch Vil­lach die­sen Schritt geht. Kli­ma­schutz kennt kei­ne Gren­zen und nur gemein­sam schaf­fen wir die­se gro­ße Her­aus­for­de­rung“, sag­te Doli­nar, der auch Kla­gen­furts Refe­rent für Ener­gie, Kli­ma- und Umwelt­schutz ist.

„Mei­len­stein für Pho­to­vol­ta­ik-Aus­bau“

Die Stadt­wer­ke-Vor­stän­de Harald Tschur­nig und Erwin Smo­le nen­nen zen­tra­le Daten des Pro­jekts: „Wir unter­stüt­zen Gemein­den bei ihren Pho­to­vol­ta­ik-Pro­jek­ten, weil uns die Erzeu­gung nach­hal­ti­ger Ener­gie wich­tig ist und wir ein wich­ti­ger Part­ner bei der Umset­zung der Ener­gie­wen­de sind. Das Pro­jekt in Vil­lach ist ein wei­te­rer Mei­len­stein für den Aus­bau von Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen auf städ­ti­schen Gebäu­den. Hier wer­den wir inner­halb von zwei Jah­ren rund 3000 Kilo­watt­peak instal­lie­ren und im End­aus­bau rund 3,5 Mil­lio­nen Kilowattstun­den Strom pro Jahr in Vil­lach für Vil­lach erzeu­gen. Die CO2-Ein­spa­rung be­trägt bei die­sem Pro­jekt rund 4.300 Ton­nen pro Jahr.“

“Leist­ba­rer Strom­preis als Ziel”

Für Vil­lachs Woh­nungs­re­fe­ren­ten Stadt­rat Erwin Bau­mann ist die Initia­ti­ve ein wich­ti­ges Signal: „Die Stadt Vil­lach küm­mert sich um ihre Mie­te­rin­nen und Mie­ter. Dazu ge­hört nach unse­rem Ver­ständ­nis auch ein leist­ba­rer Strom­preis – gera­de in so turbulen­ten Zei­ten.“ Er hof­fe, dass die ein­zel­nen Dach­flä­chen nun so rasch wie mög­lich mit Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen ver­se­hen wer­den.

08.02.2023 09:00
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Stadt­wer­ke sor­gen für güns­ti­ge­ren Pho­to­vol­ta­ik-Strom Villachs Wohnungsreferent Erwin Baumann, Bürgermeister Günther Albel, Klagenfurts Vizebürgermeister Alois Dolinar und Stadtwerke-Vorstand Harald Tschunrig (von links)

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