Nach Erdbeben

Rotes Kreuz: “Geld­spen­den sind am sinn­volls­ten”

Die Hilfsbereitschaft der Menschen in Kärnten ist groß - die effizienteste Art der Hilfe ist die Geldspende. Kärntens Rot-Kreuz-Präsident Doktor Martin Pirz erklärt, warum das so ist.

Rotes Kreuz: “Geld­spen­den sind am sinn­volls­ten”Geldspenden wären das sinnvollste Mittel, um den Erdbebenopfern in Syrien und der Türkei zu helfen.

© Pixabay/Bruno-Germany

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„Wir möch­ten uns herz­lich für Ihre Hilfs­be­reit­schaft bedan­ken. Lei­der kön­nen wir aktu­ell kei­ne Sach­spen­den wie Klei­der, Decken oder Medi­ka­men­te ent­ge­gen­neh­men und nach Syri­en bezie­hungs­wei­se in die Tür­kei trans­por­tie­ren. Das hat meh­re­re Grün­de, denn die Beschaf­fung, der Trans­port und die Ver­tei­lung von Hilfs­gü­tern unter schwie­ri­gen Umstän­den erfor­dern eine sorg­fäl­ti­ge Pla­nung und vie­le Mit­ar­bei­ter“, erklärt Kärn­tens Rot-Kreuz-Prä­si­dent.

Not­wen­di­ge Hilfs­gü­ter wer­den finan­ziert

Zunächst berück­sich­tigt das Rote Kreuz die Bedürf­nis­se, wel­che von der betrof­fe­nen Bevöl­ke­rung geäu­ßert wer­den. Wer­den Decken, medi­zi­ni­sche Hilfs­gü­ter oder etwa Hygie­ne­pro­duk­te gebraucht? „Unse­re Kolleg:innen vor Ort doku­men­tie­ren lau­fend, was genau benö­tigt wird und mel­den den Bedarf ein. So kön­nen wir kon­kret die not­wen­di­gen Hilfs­gü­ter finan­zie­ren. Im bes­ten Fall lie­gen Hilfs­gü­ter auch in Kata­stro­phen­vor­sor­ge­la­gern in der Regi­on bereit, und es müs­sen nur die Trans­por­te orga­ni­siert und bezahlt wer­den“, sagt Mar­tin Pirz wei­ter.

Logis­tik als größ­te Her­aus­for­de­rung

Die Waren­men­gen, die über das Rote Kreuz und den Roten Halb­mond in Kri­sen­si­tua­tio­nen beschafft wer­den, sind sehr groß, um auch mög­lichst vie­le Men­schen fair und gleich­zei­tig mit Hilfs­gü­tern zu errei­chen, etwa mit 50.000 iden­ti­schen und kul­tu­rell geeig­ne­ten Fami­li­en-Hygie­ne­pa­ke­ten. Gesam­mel­te Sach­spen­den ent­spre­chen einer wesent­lich klei­ne­ren Waren­men­ge und müs­sen sor­tiert, gela­gert, neu auf Palet­ten ver­packt, trans­por­tiert und ver­teilt wer­den. Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und ver­ur­sacht auch ent­spre­chen­de Kos­ten.

Geld­spen­de kommt immer an

Pirz appel­liert an Men­schen die hel­fen wol­len: „Wenn Sie den betrof­fe­nen Men­schen hel­fen wol­len, bit­ten wir Sie, die Geld­spen­de in Betracht zu zie­hen. Wir als Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz sind ver­pflich­tet, die Spen­den­wid­mung exakt ein­zu­hal­ten und alle Spen­den wirk­sam ein­zu­set­zen. Ihre Spen­de kommt auf jeden Fall bei den Betrof­fe­nen an — in die­sem Fall also in der Tür­kei und in Syri­en.“

Finan­zi­el­le Mit­tel fle­xi­bler ein­setz­bar

In Kri­sen­si­tua­tio­nen ändert sich der Bedarf oft sehr schnell und uner­war­tet – bei­spiels­wei­se, wenn sich die Wet­ter­be­din­gun­gen ändern. Dar­auf kann das Rote Kreuz mit finan­zi­el­len Mit­teln fle­xi­bel reagie­ren und die ent­spre­chen­den Waren beschaf­fen. So wer­den auch kei­ne Hilfs­gü­ter ver­schwen­det. Oft wird bei­spiels­wei­se auch ein­fach Ben­zin für Last­wa­gen benö­tigt, damit die­se mit den Gütern los­fah­ren kön­nen. Wenn es noch Geschäf­te gibt, wo Waren bezo­gen wer­den kön­nen, wer­den bei­spiels­wei­se Gut­schei­ne an die Men­schen ver­teilt, damit sie vor Ort direkt das ein­kau­fen kön­nen, was sie gera­de drin­gend brau­chen. Das unter­stützt die loka­le Wirt­schaft und damit eine rasche­re wirt­schaft­li­che Erho­lung und Arbeits­plät­ze.

Spen­den kann man hier:

Spen­den­kon­to Öster­rei­chi­sches Rotes Kreuz; Kenn­wort: Erd­be­ben Tür­kei und Syri­en

IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144

BIC: GIBAATW­WXXX

 

15.02.2023 13:00
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Rotes Kreuz: “Geld­spen­den sind am sinn­volls­ten”Geldspenden wären das sinnvollste Mittel, um den Erdbebenopfern in Syrien und der Türkei zu helfen.

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