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Landtagswahl 2023

Podi­ums­dis­kus­si­on: “Wirt­schaft kann man wäh­len”

Mit einer großen Podiumsdiskussion von Wirtschaftsvertretern mit den Spitzenkandidaten der politischen Parteien hat die WK Kärnten am Montagabend vor einem „Full House“ im großen WIFI-Saal ihre Informationskampagne zur bevorstehenden Landtagswahl abgeschlossen.

Podi­ums­dis­kus­si­on: “Wirt­schaft kann man wäh­len” Die Spitzenkandidaten der Landtagswahl stellten sich den Fragen der Moderatoren.

© WKK/Jannach

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Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Gaby Schau­nig (SPÖ), Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber (ÖVP), Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ter Erwin Ange­rer (FPÖ), Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­te Olga Vog­lau­er (Grü­ne), Gemein­de­rat-Klub­ob­mann Janos Juvan (NEOS), Micha­el Guss­nig (Team Kärn­ten) und Alex­an­der Todor-Kostic (Visi­on Öster­reich) stell­ten sich den Fra­gen des Wirt­schafts­teams von Spar­ten­ob­mann Mar­tin Zan­do­nella (Infor­ma­ti­on & Con­sul­ting), Spar­te­nob­frau Eli­sa­beth Roth­mül­ler-Jan­nach (Trans­port & Ver­kehr), Fri­sör-Innungs­meis­te­rin Karin Wag­ner und Gas­tro­no­mie-Fach­grup­pen­ob­mann Ste­fan Sternad.

„Wah­len sind die Regel“

Zur Begrü­ßung der etwa 250 Gäs­te im bis auf den letz­ten Platz gefüll­ten gro­ßen WIFI-Saal wies Wirt­schafts­kam­mer­prä­si­dent Jür­gen Man­dl dar­auf hin, dass man zwar vor Wah­len oft den Ein­druck habe, sich in einer Aus­nah­me­si­tua­ti­on zu befin­den, dass aber in einer Demo­kra­tie Wah­len die Regel sei­en und nicht die Aus­nah­me. Die Wirt­schafts­kam­mer gebe ihren Mit­glie­dern und ande­ren Inter­es­sier­ten vor Wah­len regel­mä­ßig die Mög­lich­keit, sich per­sön­lich ein Bild zu machen von den wirt­schafts­po­li­ti­schen Plä­nen der Par­tei­en, die in den kom­men­den Jah­ren die Rah­men­be­din­gun­gen für die Unter­neh­men mit­ge­stal­ten wür­den.

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Wirt­schaft als Polit­pro­gramm

Dies sei umso wich­ti­ger, da die Unter­neh­mer mit 37.000 von fast 429.000 Wahl­be­rech­tig­ten nur eine sehr klei­ne Wäh­ler­grup­pe sei­en, aber Arbeit für mehr als 190.000 Men­schen im Land schaf­fen wür­den. Man­dl: „Des­halb müs­sen Wirt­schafts­the­men nicht nur im Land­tags­wahl­kampf prä­sen­ter sein, son­dern vor allem nach der Wahl in der kon­kre­ten Poli­tik der Lan­des­re­gie­rung auch umge­setzt wer­den! Ein kla­res Pro­gramm für die Ener­gie­wen­de, die Ent­las­tung der Unter­neh­men, für Inves­ti­tio­nen und Fach­kräf­te ist uner­läss­lich für einen star­ken Wirt­schafts- und Lebens­stand­ort!“

Game Chan­ger

Man­dl nann­te drei wich­ti­ge The­men, die über die Zukunft des Lan­des ent­schei­den wür­den: Wie wer­de es gelin­gen, die Kor­alm­bahn als „Game Chan­ger“ für den Wirt­schafts­raum Süd zu nut­zen, der Kärn­ten und die Stei­er­mark mit einer Euro­pa­trans­ver­sa­le von den Adria­hä­fen bis an die Ost­see end­gül­tig aus ihrer jahr­zehn­te­lan­gen geo­po­li­ti­schen und ver­kehrs­tech­ni­schen Rand­la­ge her­aus­ho­len und zu einer Metro­pol­re­gi­on im Her­zen Euro­pas machen wer­de? Was wer­de die Lan­des­po­li­tik unter­neh­men, um den Rück­gang an Arbeits- und Fach­kräf­ten auf­zu­hal­ten, der den Wohl­stand in den nächs­ten zehn, 20, 30 Jah­ren ernst­haft bedro­he? Und wie wer­de Kärn­ten die Ener­gie­wen­de bewäl­ti­gen?

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Die Podi­ums­dis­kus­si­on zur Land­tags­wahl in der Wifi-Kärn­ten fand Anklang.
© WKK/Jannach

Dis­zi­pli­nier­ter Schlag­ab­tausch

Die­se und sehr vie­le wei­te­re Fra­gen beant­wor­te­ten die Kan­di­da­ten in ein­ein­halb Stun­den, wobei Mode­ra­tor und Kam­mer-Vize­prä­si­dent Otmar Pet­sch­nig peni­bel über die Ein­hal­tung der knap­pen Rede­zeit von nur einer Minu­te pro Fra­ge und Teil­neh­mer wach­te. Durch­ge­nom­men wur­den die gro­ßen Kapi­tel des neu­en Kärnt­ner Stand­ort­pro­gramms „Wei­chen­stel­lun­gen“: Wirt­schafts­stand­ort; Ener­gie, Kli­ma und Nach­hal­tig­keit; Raum- und Bau­ord­nung; Arbeits­kräf­te und Qua­li­fi­zie­rung; Ver­kehr. Den Lacher des Abends lie­fer­te Team-Kärn­ten-Kan­di­dat Micha­el Guss­nig für sei­ne Ansa­ge: „Das Digi­tals­te, was an der Schu­le statt­fin­det, ist die gro­ße Pau­se.“ Sze­nen­ap­plaus ern­te­te auch ÖVP-Lan­des­rat Gru­ber für sei­nen Schlag­ab­tausch mit Olga Vog­lau­er über die Dop­pel­mo­ral der Grü­nen: „Hier kri­ti­sie­ren Sie her­um, wäh­rend Ihre Minis­te­rin Gewess­ler im Bund den Sicher­heits­aus­bau der B317 im Bezirk St. Veit ver­hin­dert!“

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Alle Infos auf wirtschaftwaehlen.at

Ziel der drei Publi­kums­ver­an­stal­tun­gen und zwei Pod­casts unter dem pro­gram­ma­ti­schen Titel „Wirt­schaft kann man wäh­len!“ war es, den Unter­neh­mern eine seriö­se Ent­schei­dungs­grund­la­ge für den Wahl­tag am kom­men­den Sonn­tag zu bie­ten. Auf der Web­sei­te „wirtschaftwaehlen.at“ hat die WK die Spit­zen­kan­di­da­ten der in öster­rei­chi­schen Par­la­men­ten ver­tre­te­nen Par­tei­en mit zehn kon­kre­ten wirt­schafts­re­le­van­ten Fra­gen kon­fron­tiert, sie in Pod­casts zum The­ma Ein-Per­so­nen-Unter­neh­men zu Wort kom­men las­sen und alle drei Info-Ver­an­stal­tun­gen (der Jun­gen Wirt­schaft, von Frau in der Wirt­schaft und zum Abschluss in Dis­kus­si­on mit Spit­zen­ver­tre­tern der Wirt­schaft) zusam­men­ge­fasst. Auch das Stand­ort­pro­gramm „Wei­chen­stel­lun­gen“ steht dort zum Down­load zur Ver­fü­gung.

28.02.2023 14:00
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Podi­ums­dis­kus­si­on: “Wirt­schaft kann man wäh­len” Die Spitzenkandidaten der Landtagswahl stellten sich den Fragen der Moderatoren.

© WKK/Jannach