Musik-Leidenschaft
Kärntnerin bläst den Dudelsack
Heute (10. März) ist der internationale Dudelsack-Tag. „KLiCK Kärnten“ sprach mit der Dudelsack-Spielerin Karina Huber aus Sachsenburg.
Der internationale Dudelsack-Tag (International Bagpipe Day) wurde 2012 von der „Bagpipe Society“ in Großbritannien ins Leben gerufen. Die „Bagpipe Society“ ist eine in Großbritannien ansässige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, Spieler, Hersteller, Forscher und Liebhaber des Dudelsacks zusammenzubringen.
Von der Blockflöte zum Dudelsack
Die Verkäuferin Karina Huber aus Sachsenburg kam über Umwegen zum Dudelsack spielen. „Ich komme aus einer musikalischen Familie. Mein Vater hat so wie ich und meine Geschwister lange bei der Trachtenkapelle gespielt. Im Alter von sieben Jahren lernte ich Blockflöte, ein Jahr später dann auch Zugposaune und Bariton. Ich spielte diese Instrumente 13 Jahre, danach machte ich eine musikalische Pause“, erzählt Karina Huber.
Mit 25 Jahren begonnen
Erst die Schwester brachte sie dann zum Dudelsack spielen. „Ein Jahr nachdem meine Schwester in Klagenfurt das Spielen mit dem Dudelsack erlernt hatte, wollte ich es ihr gleichtun. Also begann ich 2008 am Konservatorium in Klagenfurt bei Romana Brunner das Spielen mit dem schottischen Dudelsack, auch Great Highland Bagpipe genannt, zu erlernen“, berichtet Karina Huber.
Die Band
2010 trat die Oberkärntnerin in Bad St. Leonhard (Lavanttal) der „Carinthian Pipes and Drums“ bei. Immerhin ist dort ihre Dudelsack-Lehrerin Romana Brunner die Bandchefin. „Allerdings spiele ich auch alleine, bei Hochzeiten, Taufen, Geburtstagen und Begräbnissen. Mich kann man für Veranstaltungen aller Art buchen“, betont Karina Huber.
Die Faszination
Auf die Frage, wo die Faszination des Dudelsackes liegt, kam von Huber eine schnelle Antwort: „Es ist die Lautstärke, man wird sofort gesehen und gehört. Als Dudelsack-Spielerin bin ich immer ein Blickfang. Für mich ist den Dudelsack spielen eine Freude und Leidenschaft“, erklärt Karina Huber.
Die Koordination
Wo liegt der Unterschied zwischen einer Trompete oder Bariton zum Dudelsack. „Die Schwierigkeit beim Spielen ist, man muss sein Instrument koordinieren. Zuerst bläst man den Dudelsack auf, dann wird mit der Hand gedrückt und ständig wird dabei Luft rein geblasen. Während dem Bedienen werden Töne herausgeblasen. Anfangs hat man damit große Probleme. Je öfter geprobt wird, desto besser geht es. Ich fahre jede zweite Woche von Sachsenburg nach Bad St. Leonhard zum Üben und Proben mit der Band, das sind hin und zurück rund 360 Kilometer“, berichtet die Verkäuferin Karina Huber.
Carinthian Pipes and Drums
Band Chefin Romana Brunner
Karina Huber
Arnold Andrä
Christian Minibek
Ulrike Jöbstl
Elke Gsodam
Ulrike Lampl
Markus Ragger
Roland Gratzer
Drums Mario Lampl
