Sepp Wölbitsch
Sein Leben ist nur auf der Bühne „potschert“
Wo hat es eigentlich den Humoristen und Kabarettisten Sepp Wölbitsch aus Oberkärnten hinverschlagen? „KLiCK Kärnten“ erreichte ihn telefonisch zu Hause in St. Valentin (Niederösterreich).
© ORF/Schumann
Obwohl er in seinem Leben familiäre Schicksalsschläge wie den zu frühen Tod seiner Tochter zu verkraften hatte, verliert er niemals den Humor. An seinem Humor lässt er die Öffentlichkeit teilhaben, indem er sich als Humorist und Kabarettist auf die Bühne stellt. Wenn er in seinem unverkennbarem Bühnen-Outfit von seinem „Flipper“ (eine nicht ganz ernst gemeinte, vielmehr liebevolle Bezeichnung für die Gattin jenes Charakters, den er verkörpert) zu erzählen beginnt, ist spätestens allen „Narrisch guat“-Fans klar, wer gemeint ist.
„Muss nicht vom Kabarett leben“
Sepp Wölbitsch (63) bringt in seiner Paradenummer „Mei potschertes Leben“ das Publikum seit vielen Jahren zum Lachen. Wie verbrachte er die vergangenen Monate, in denen die Pandemie das künstlerische Leben lahmlegte? „KLiCK Kärnten“ erreichte Wölbitsch heute telefonisch zu Hause in St. Valentin (Niederösterreich). „Danke, mir geht es gut“, sagt Wölbitsch gleich zu Beginn des Telefonats. Die vergangenen Monate waren für ihn leichter zu überstehen, als für Kollegen. „Ich muss nicht vom Kabarett leben“, begründet er.
Auftritte mit der Band „Die Kaiser“
St. Valentin liegt an der Grenze von Nieder- zu Oberösterreich. Dort zog Wölbitsch vor knapp acht Jahren hin. Der Liebe wegen, wie er verrät. Im Mostviertel ist mit Walter Kammerhofer ein „Narrisch guat“-Kollege der, wie Wölbitsch ihn bezeichnet, Platzhirsch. Er selbst absolviert Auftritte, wenn es die Zeit zulässt. Entweder als Solo-Künstler in seiner Paraderolle („Mei potschertes Leben“), mit seinen „Narrisch guat“-Freunden Hans-Werner Stuppnig und Heinz Lagler (Programmtitel: „Narrisch, aber guat“) oder mit der Musikgruppe „Die Kaiser“. Wenn er mit den „Kaisern“ die Bühne erobert, sorgt er für die humoristische Auflockerung zwischen den musikalischen Beiträgen. Der nächste große gemeinsame Auftritt steht am 3. August in Rum (Tirol) auf dem Programm.
„Italien ist jetzt EM-Favorit“
Wölbitsch startete seine Laufbahn auf der Faschingsbühne bei den „Wilden Lurnis“ (Möllbrücke), ehe er den Feistritzer Faschingsrat verstärkte. Überregionale Bekanntheit erlangte er durch seine Auftritte im ORF-Quotenhit „Narrisch guat“. Als ehemaliger Fußball-Schiedsrichter verfolgt er natürlich die Europameisterschaft. Wer sein Favorit auf den Titel ist? „Italien hat sich mit sehr guten Spielen in die Favoritenrolle gebracht“, analysiert Wölbitsch. Und: „Deutschland muss man immer auf der Rechnung haben.“ Ausnahmsweise kein Scherz!
