Wirtschaftskammer Kärnten
WK Kärnten zog Corona-Bilanz
Über 500.000 Unternehmensberatungen führte die Wirtschaftskammer Kärnten allein bisher in der Corona-Krise durch. Ein Rückblick mit Bilanz.
© WKK
Die Vertreter der Wirtschaftskammer (WK) Kärnten blickten nun auf 15 Monate Corona-Krise zurück. WK-Präsident Jürgen Mandl über diese Zeit: “Als wir Ende Februar 2020 die Vorboten gesehen haben, haben wir alle Notfall-Szenarien hochgefahren – aber niemand wusste, was da auf uns zukommt. Heute kann ich sagen, die Kärntner Wirtschaft hat diese Krise deutlich robuster überstanden als anfänglich befürchtet.”
501.000 Beratungen
Als es 2020 zum ersten Lockdown kam, wurden 35 Mitarbeiter für die Corona-Hotline eingeteilt. Man teilte auch die Kompetenzen auf: Was erledigt die Landeskammer, was die Außenwirtschaft, was die Wirtschaftskammer Österreich. Alleine am ersten Montag nach dem Lockdown gingen über 5.000 Anrufe ein, wobei es viel um Beruhigung und Betreuung ging, wie Meinrad Höfferer, Leiter der Außenwirtschaft, betont: “Viele Instrumente zur Unterstützung der Wirtschaft waren von den Ministerien gut gemeint, aber wir haben noch sehr viel Praxiswissen eingebracht.” Über 501.000 Beratungsgespräche wurden mittlerweile geführt.
Testen und Impfen
Dann kam der Herbst – damit neue Schließungen und das Testen kam hinzu. Höfferer: “Heute können 46.000 Mitarbeiter in Kärnten im Betrieb getestet werden, was nicht nur bequemer und schneller ist, sondern auch die öffentlichen Testeinrichtungen stark entlastet.” Auch beim Thema Impfen war die WK eingebunden: “Wir konnten als einziges Bundesland nicht nur 3.000 Schlüsselkräfte im Export, sondern auch 8.000 Tourismusmitarbeiter frühzeitig impfen. Das ist ein entscheidender Startvorteil für die Exportwirtschaft und den heimischen Tourismus.”
Härtefallfonds-Abwicklung
Für die Abwicklung des Härtefallfonds war Teamleiter Herwig Draxler zuständig. In der ersten April-Woche wurden acht Millionen Euro an Kleinunternehmen und Selbständige ausbezahlt, bis heute wurden über 95.000 Anträge erledigt und über 111 Millionen Euro überwiesen. Der Härtefallfonds geht nun für weitere drei Monate in die dritte Phase.
Unterstützt wurde die heimische Wirtschaft auch über Cashback-Aktionen und über die Online-Plattform “das pack ma”. Über das Projekt “Onlinehelden” konnten WK-Mitglieder sich fit für den Online-Auftritt oder Online-Verkauf machen.
Zahlen und Fakten
- Die WK Kärnten arbeitete in den letzten Monaten im Corona-Krisen-Team des Landes mit.
- Die WK prüfte Bestimmungen und den Bezieher-Kreis des Härtefallfonds, übernahm die Abwicklung und Auszahlung: 95.948 Anträge (97,25 Prozent wurden bearbeitet), 111.370.352,98 Millionen Euro ausbezahlt.
- Beratung gab es von der WK auch bei anderen Corona-Unterstützungsleistungen, bei Ein- und Ausreise-Regeln …
- Über 501.000 Beratungen, vor allem zu Ein- und Ausreise-Bestimmungen, Kurzarbeit, Corona-Förderungen und Finanzierungen, Bestimmungen für Öffnungen und Schließungen, Hygiene-Maßnahmen, Testen, Impfen, Bestimmungen für Kontaktpersonen wie Quarantäne oder Absonderungen, Lieferketten-Probleme.
- Auf wko.at/corona wurde knapp 30 Millionen Mal zugegriffen.
- Corona-Impfungen über die WK: vorgezogene Impfung bei 3.000 Schlüsselkräften im Export und 8.000 im Tourismus. Im Rahmen des betrieblichen Impfens wurden 10.000 Personen in Betrieben mit über 150 Mitarbeitern geimpft.
- Betriebliches Testen bei 116 Betrieben mit über 50 Mitarbeitern (40.000 Arbeitskräfte) und ca. 75 Betrieben unter 50 Mitarbeitern (6.000 Arbeitskräfte).
- Die WK unterstützt mit den gewerblichen Buchhaltern die Bezirkhauptmannschaften bei der Abrechnung der Vergütungsanträge für Verdienstentgänge bei Covid-Absonderungsbescheiden.
- Cashback-Aktionen: 29.000 bearbeitete Rechnungen, 930.000 Euro an ausbezahlter Fördersumme, 5,2 Millionen Euro ausgelöste Gesamtinvestition.

