Frühlingserwachen
Achtung Allergiker: Die Pollen fliegen bald wieder!
Auch wenn die Temperaturen gerade nicht dafürsprechen, aber der Frühling steht vor der Tür. Und damit auch die Pollensaison. Aber stimmt das? Pollen sind nämlich nicht gleich Pollen. „KLiCK“-Kärnten hat sich beim Pollenwarndienst Kärnten schlau gemacht.
© Karl Selden
Den Frühling verbinden viele mit der Pollenallergie. „Das stimmt soweit auch, aber die Pollen auf die jemand allergisch ist und die Zeiträume, in denen die allergischen Symtome einsetzen, sind unterschiedlich“, erklärt Helmut Zwander vom Pollenwarndienst Kärnten, der dazu rät: „eine Allergie im Vorfeld mit einem Haut- oder Facharzt abzuklären.
Auswahl des Aufenthaltsortes
„Während der Stäubungsphase einer Pflanze mit Allergenen Pollen, gibt es große lokale Unterschiede in der Pollenbelastung“, sagt Zwander. Während des Stäubens der Frühblüher (Erle, Hasel, Birke) empfiehlt der Fachmann den Aufenthalt in den Bergen. Stark reduziert ist der Pollengehalt auch während der Hauptblüte der Wiesengräser innerhalb von größeren Waldgebieten. Während der Roggenblüte sollte der Aufenthalt in der Umgebung von Getreidefeldern vermieden werden. In dieser Zeit sollten die Fenster auf jeden Fall geschlossen bleiben.
Aufenthalt im Freien der Pollenbelastung anpassen
Die meisten Pflanzen mit allergenen Pollen beginnen mit der Pollenfreisetzung in den frühen Vormittagsstunden. „Zu dieser Zeit ist in der freien Landschaft die Pollenbelastung am höchsten“, sagt der Fachmann. In städtischen Siedlungsgebieten verschiebt sich als Folge der Pollenverfrachtung die höchste Belastung in den Bereich der Mittagsstunden. In den frühen Morgenstunden und in den späten Abendstunden ist im Allgemeinen die Pollenbelastung am niedrigsten. „Allerdings können durch Windverfrachtungen auch bis über die Mitternachtsstunde hinaus immer wieder hohe Pollenkonzentrationen auftreten. Über die Meldungen des Pollenwarndienstes gibt es ständig Hinweise auf den Tagesrhythmus der Pollenfreisetzung“.
Wäsche nicht im Freien trocknen
Pollen lagern sich auf der Kleidung, auf der Haut und im Haar ab. Daher ist es wichtig, vor dem Betreten der Wohnräume bereits in einem Vorzimmer die Kleidung zu wechseln. Während der Hauptblühphase von Pflanzen mit allergenen Pollen sollten auch die Haare öfters gewaschen werden. Zudem sollten Pollenallergiker ihre Wäsche während des Stäubens von Pflanzen mit allergenen Pollen nicht zum Trocknen im Freien aufhängen.
Pollenfilter im Auto und Pollenschutzgitter
Neuere Autos besitzen bereits serienmäßig eingebaute Pollenfilter, die allerdings gewartet werden müssen. Während der Fahrt müssen die Autofenster geschlossen bleiben. Pollenschutzgitter für Hausfenster können das Eindringen von Pollen stark herabsetzen.
Sonnenbrille und Hut
Sonnenbrille und Hut erzeugen einen mechanischen Schutz gegen den Kontakt mit Pollen.
Gesichtsdusche und Nasenspülungen
Es gibt spezielle Sprays mit einer Salzlösung für Nasenduschen. Dadurch wird die Pollenkonzentration auf der Schleimhaut verdünnt. Eine Gesichtsdusche mit kaltem Wasser kann die allergischen Beschwerden ebenfalls verringern.
Richtige Urlaubsplanung
Gänzlich pollenfreie Gebiete wird man in Europa kaum finden. Während des Stäubens der Erle und der Birke ist die Pollenbelastung dieser Pflanzen in Meeresnähe meist niedriger als in Österreich. Für Personen, die auf Birkenpollen allergisch reagieren, kann aber der Pollen der in Friaul, Istrien und Kroatien weit verbreiteten Hopfenbuche ebenfalls starke Beschwerden auslösen. Während der Hauptphase der Gräserpollenfreisetzung in den Tal- und Beckenlagen Kärntens ist in den subalpinen und alpinen Gebieten die Pollenbelastung wesentlich niedriger. In den Sommermonaten kann aber auch in alpinen Lagen ein allergologisch relevanter Gräserpollenflug auftreten. Für Eschenpollen-Allergiker kann im Mediterranraum durch die Blüte des Ölbaums in den Monaten Mai und Juni eine allergische Belastung auftreten.
In allen Nachbarländern Österreichs werden Pollenwarndienste betrieben, die Informationen zur jeweiligen Pollenbelastung bieten.