Stachelige Helferlein

So machen Sie Ihren Gar­ten Igel­freund­lich

Igel können dabei helfen, den Garten schön und frei von Schädlingen zu halten. Aber was muss man im Umgang mit den kleinen Stacheltieren beachten? "KLiCK Kärnten" hat die wichtigsten Informationen für Sie zusammen getragen.

So machen Sie Ihren Gar­ten Igel­freund­lich Igel sind nützlich im Garten, aber leider durch viele Gefahren bedroht. Wer den Stacheltieren etwas Gutes tun will, der sollte seinen Garten Igelgerecht gestalten, aber die Tiere keinesfalls als Haustiere betrachten.

© Alexas Fotos/Unsplash

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„Ein küh­ler Mai wird hoch­ge­acht‘, hat stets ein gutes Jahr gebracht.“ In Kärn­ten kön­nen wir nur hof­fen, dass die­se Bau­ern­re­gel stimmt. Denn der Regen ver­miest uns der­zeit die Freu­de am Früh­ling und wird lei­der nicht all­zu­bald nach­las­sen. Zwar kei­ne offi­zi­el­le Bau­ern­re­gel, aber den­noch wahr: „Kommt als­bald die Son­ne raus, zieht’s die Hob­by­gärt­ner hin­aus.“ Denn die eige­nen Gemü­se­bee­te, Blu­men, Bäu­me oder Sträu­cher zu hegen und zu pfle­gen hat hier­zu­lan­de Tra­di­ti­on.

Hel­fer­lein im Gar­ten

Beim Gar­teln soll­te man aber beden­ken, dass nicht nur Men­schen, son­dern auch Tie­re mit dem Ergeb­nis ihre Freu­de haben soll­ten. Das gilt vor allem dann, wenn man am Land wohnt. Denn auch wenn vie­le ein­hei­mi­sche Arten eher men­schen­scheu und teils lei­der auch bedroht sind – sie sind noch da. Und sie kön­nen sogar dabei hel­fen, unse­re Gär­ten schön und sau­ber zu hal­ten. Das trifft vor allem auf den Igel zu, wor­auf der Lan­des­tier­schutz­ver­ein Kär­nen in einem Bei­trag auf­merk­sam gemacht hat. Dar­in heißt es unter ande­rem: „Igel sind nicht nur nied­lich, son­dern auch äußerst nütz­lich für den Gar­ten. Im Herbst kön­nen sie dazu bei­tra­gen, Schäd­lin­ge wie Schne­cken und Insek­ten zu kon­trol­lie­ren, denn Igel sind Alles­fres­ser. Zudem kön­nen sie auch hel­fen, den Boden im Gar­ten zu belüf­ten und Samen von Pflan­zen zu ver­brei­ten.“

So füh­len sich Igel wohl

Igel sind aber lei­der durch vie­le Gefah­ren bedroht. Pes­ti­zi­de, immer weni­ger natür­li­cher Lebens­raum und der Auto­ver­kehr gehö­ren dazu – ver­mut­lich hat fast jeder Kärnt­ner schon ein­mal einen toten Igel auf der Stra­ße lie­gen gese­hen. Daher ist es umso wich­ti­ger, den klei­nen Sta­chel­tie­ren im Gar­ten ein Plätz­chen ein­zu­rich­ten. Beson­ders wohl füh­len sich Igel kla­rer­wei­se in ihrer natür­li­chen Umge­bung. Das bedeu­tet: Man soll­te mit ein­hei­mi­schen Pflan­zen han­tie­ren und dabei auf Gif­te ver­zich­ten. Das ist übri­gens nicht nur für die Schne­cken­fres­ser gut, son­dern auch für die hei­mi­sche Insek­ten­welt. Zudem emp­fiehlt der Lan­des­tier­schutz­ver­ein, einen Hau­fen tro­cke­nes Laub abzu­de­cken und die Abde­ckung an den Ecken mit Stei­nen zu beschwe­ren. Man kann aber auch auf ande­re Wei­se Rück­zugs­or­te für Igel schaf­fen, bei­spiels­wei­se durch Hohl­räu­me in Holz­stö­ßen. An hei­ßen Tagen stil­len die Tie­re ihren Durst zudem ger­ne bei fla­chen, mit Was­ser gefüll­ten Scha­len.

Gefähr­li­che Mäh­ro­bo­ter

Bequem für den Men­schen, aber sehr gefähr­lich für Igel, sind die immer belieb­te­ren Mäh­ro­bo­ter. „Mäh­ro­bo­ter stel­len eine Bedro­hung für Igel dar und es ist wich­tig, Maß­nah­men zu ergrei­fen, um die Tie­re vor Ver­let­zun­gen zu schüt­zen. Da die meis­ten Mäh­ro­bo­ter lei­se arbei­ten, neh­men Igel sie oft nicht als Bedro­hung wahr, bis es zu einer Kol­li­si­on kommt“, sagt der Lan­des­tier­schutz­ver­ein. Das führt bei den Tie­ren häu­fig zu Ver­let­zun­gen. Man soll­te die Robo­ter bes­ten­falls nicht in der Däm­me­rung oder nachts lau­fen las­sen, denn zu die­ser Zeit sind Igel am aktivs­ten. Zudem soll­te man eine „Apfel­schür­ze“ am Gerät anbrin­gen. Die­se ist dazu gedacht, das Äpfel oder ande­res Fall­obst nicht unter den Mäh­ro­bo­ter gera­ten, aber sie kann auch Igel vor dem Schlimms­ten bewah­ren.

Igel sind kei­ne Haus­tie­re

Selbst die tier­liebs­ten Gärnt­ner soll­ten beden­ken, dass Igel kei­ne Haus­tie­re sind. Zum Strei­cheln und Schmu­sen eig­nen sie sich nicht und in mensch­li­cher Obhut füh­len sich die Tie­re auch nicht wohl. Dage­gen, in Not gera­te­nen Igeln Schutz zu bie­ten, spricht aber nichts. In unse­rer Fak­ten­box erfah­ren Sie, was zu tun ist.

 

Fak­ten­box

  • Unter­ge­wich­ti­ge Igel im Früh­jahr und Herbst zufüt­tern. Geeig­net sind Kat­zen­nass­fut­ter und Igel­tro­cken­fut­ter aus dem Fach­markt. Kein Obst!
  • Die Fut­ter­stel­le vor Vögeln und Kat­zen schüt­zen, bei­spiels­wei­se durch ein Kist­chen mit Schlupf­lö­chern für die Sta­chel­tie­re.
  • Nur Was­ser zum Trin­ken abie­ten, kei­ne Milch! Igel kön­nen Lak­to­se nicht ver­dau­en.
  • Fach­zen­tren und Expter­ten befra­gen und sich infor­mie­ren. Bei­spiels­wei­se die Fer­la­cher Igel­schüt­ze­rin Ute Rosi­cky (0699 120 989 67). Oder online infor­mie­ren auf igelhilfe.net

14.05.2023 15:00
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So machen Sie Ihren Gar­ten Igel­freund­lich Igel sind nützlich im Garten, aber leider durch viele Gefahren bedroht. Wer den Stacheltieren etwas Gutes tun will, der sollte seinen Garten Igelgerecht gestalten, aber die Tiere keinesfalls als Haustiere betrachten.

© Alexas Fotos/Unsplash