Eröffnung

Der 43. St. Pau­ler Kul­tur­som­mer beginnt

Unter dem Motto „klangspektrum“ finden bis Maria Himmelfahrt (15. August) 19 Veranstaltungen im Benediktinerstift St. Paul statt.

Der 43. St. Pau­ler Kul­tur­som­mer beginnt Bürgermeister Stefan Salzmann, Bundesrätin Claudia Arpa, Kärntner Kulturstiftung Stiftungsvorständin Monika Kirche, Landeshauptmann Peter Kaiser, Pater Gerfried Sitar und Nationalrat Johann Weber (von links).

© LPD Kärnten/Varch

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Mit dem Brass-Ensem­ble der Alt-Lavant­ta­ler Trach­ten­ka­pel­le St. Paul wur­de am 26. Mai 2023 der 43. St. Pau­ler Kul­tur­som­mer im Bei­sein von Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser in der Stifts­kir­che der Bene­dik­ti­ner eröff­net. Zu erwar­ten ist bis Maria Him­mel­fahrt mit 19 Ver­an­stal­tun­gen wie­der ein kul­tu­rel­les High­light, das weit über Kärn­ten hin­aus strahlt.

Stel­len­wert von Kunst und Kul­tur

Der Lan­des­haupt­mann beton­te die Wich­tig­keit von Kunst und Kul­tur für die Gesell­schaft. „Kunst und Kul­tur sind unver­zicht­bar und müs­sen frei sein. Das gilt nicht über­all auf der Welt. Wo Men­schen nicht in Demo­kra­tien leben, ist kei­ne freie, kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung durch Kunst und Kul­tur mög­lich. Demo­kra­tie ist ein hohes Gut. Daher darf die freie Kunst- und Kul­tur­aus­übung als sol­che nie­mals eine rei­ne Gewohn­heit wer­den. Sie ist hoch zu schät­zen und ste­tig wei­ter zu ent­wi­ckeln“. Kai­ser bezeich­ne­te den St. Pau­ler Kul­tur­som­mer als Erfolgs­ge­schich­te abseits des Zen­tral­rau­mes.

Fes­ter Bestand­teil Kärn­tens

„Das Zusam­men­wir­ken von Geist­lich­keit, Ehren­amt und künst­le­ri­schem Enga­ge­ment haben die­se Erfolgs­ge­schich­te geschrie­ben. Klang, Wort und Licht – gemäß dem heu­ri­gen Ver­an­stal­tungs-Spek­trum sind Ein­ma­lig­kei­ten, die sich prin­zi­pi­ell ver­flüch­ti­gen. Durch den Kul­tur­som­mer aber hin­ter­las­sen sie einen blei­ben­den Ein­druck”, ist Kai­ser der Ansicht. Als fixer Bestand­teil der Kul­tur­sze­ne Kärn­tens erhält der Kul­tur­som­mer aus der Kul­tur­för­de­rung einen Drei­jah­res­ver­trag, “womit Pla­nungs­si­cher­heit gewähr­leis­tet wird und die Wert­schät­zung des Lan­des zum Aus­druck kom­men soll“.

Vie­le Ehren­gäs­te

Begrüßt wur­den die Ehren­gäs­te wie Natio­nal­rat Johann Weber, Bun­des­rä­tin Clau­dia Arpa, Bür­ger­meis­ter Ste­fan Salz­mann, ORF-Kärn­ten Direk­to­rin Karin Bern­hard, Moni­ka Kir­cher von der Kul­tur­stif­tung und Kul­tur­ab­tei­lungs­lei­te­rin Bri­git­te Wink­ler-Komar von Stifts­ad­mi­nis­tra­tor Mari­an Koll­mann, der eben­so der Vor­sit­zen­de des Ver­eins der Freun­de des St. Pau­ler Kul­tur­som­mers ist.

Künst­le­ri­scher Lei­ter Sie­gi Hoff­mann

Der künst­le­ri­sche Lei­ter des Kul­tur­som­mer, Sie­gi Hoff­mann, ver­wies auf den beson­de­ren Kraft­ort, die Strahl­kraft des Pro­gramms mit inter­na­tio­na­len wie regio­na­len Künst­lern sowie auf die Leis­tun­gen des ehren­amt­lich täti­gen 20-köp­fi­gen Kul­tur­som­mer­teams und stell­te das Pro­gramm vor. „Durch den Kul­tur­som­mer wird Musik­ge­schich­te leben­dig gemacht“, sag­te Hoff­mann. Die aktu­el­le Son­der­schau „Wort­spek­trum“ erläu­ter­te Pater Ger­fried Sitar. Die Aus­stel­lung wid­met sich den Lebens­ge­schich­ten zwei­er Lavant­ta­ler Autorin­nen: Ger­trud Schmir­ger (1900–1975), bekannt als Ger­hart Ellert und Chris­ti­ne Lavant (1915–1973).

Kor­alm­bahn bringt Auf­schwung

Bür­ger­meis­ter Ste­fan Salz­mann hielt fest, dass es immer „eine gro­ße Ehre ist, den Kul­tur­som­mer zu eröff­nen“, und ver­wies dar­auf, wie nah Kul­tur und Wirt­schaft bei­ein­an­der­lie­gen. „Die Kor­alm­bahn wird für einen Auf­schwung sor­gen, auch in Kunst und Kul­tur, weil sie Kul­tur­schaf­fen­de wie Zuse­her und Zuhö­rer ein­an­der noch schnel­ler näher­brin­gen wird.

Ein Bei­trag für das Kul­tur­land

Die Fest­re­de „Wirt­schaft braucht Kul­tur braucht Demo­kra­tie“ hielt Moni­ka Kir­cher in ihrer Funk­ti­on als Vor­stän­din der Kärnt­ner Kul­tur­stif­tung. Kir­cher dank­te allen, die für den Kul­tur­som­mer ver­ant­wort­lich zeich­nen für ihr qua­li­täts­vol­les, nach­hal­ti­ges Kul­tur-Enga­ge­ment und ihrem Bei­trag für das Kul­tur­land Kärn­ten, aber auch für das Tou­ris­mus­land Kärn­ten. Kir­cher ging aber auch auf die Gescheh­nis­se durch den Angriffs­krieg in der Ukrai­ne ein und hielt fest, dass Kunst und Kul­tur noch immer zu wir­ken ver­mö­gen, wenn Poli­tik und Diplo­ma­tie es nicht mehr kön­nen. „Die Kul­tur lehrt uns aber auch Demut vor den gro­ßen Wer­ken, die über Jahr­tau­sen­de strah­len“.

Gelun­ge­ne Pro­jekt­prä­sen­ta­ti­on

Schü­ler des Stifts­gym­na­si­ums St. Paul prä­sen­tier­ten ihr spe­zi­el­les Pro­jekt mit dem Kärnt­ner Licht­de­si­gner Georg Stamp­fer nach der Eröff­nungs­fei­er und lie­ßen das Bene­dik­ti­ner­stift in unge­wohn­tem Licht erschei­nen. Unter­malt wur­de das Licht­spek­trum von einem Klang­spek­trum, der Urauf­füh­rung des KUSO-Kom­po­si­ti­ons­auf­tra­ges durch Caro­lin Anna Pich­ler von der Gus­tav Mahler Pri­vat­uni­ver­si­tät.

Wis­sens­wert

Seit über 40 Jah­ren liegt die Ver­ant­wor­tung des St. Pau­ler Kul­tur­som­mers beim „Ver­ein der Freun­de des St. Pau­ler Kul­tur­som­mers“ und sei­nem ehren­amt­li­chen Kura­to­ri­um. Bekann­te Gen­res und Nischen­mu­sik wer­den gebo­ten von Barock und Klas­sik bis hin zu zeit­ge­nös­si­schen Kom­po­si­tio­nen, Jazz, und Cross­over-Pro­jek­ten reicht das Spek­trum. Im Vor­jahr konn­te der Kul­tur­som­mer 3.268 Besu­cher ver­zeich­nen.

27.05.2023 19:00
Anzeige
Der 43. St. Pau­ler Kul­tur­som­mer beginnt Bürgermeister Stefan Salzmann, Bundesrätin Claudia Arpa, Kärntner Kulturstiftung Stiftungsvorständin Monika Kirche, Landeshauptmann Peter Kaiser, Pater Gerfried Sitar und Nationalrat Johann Weber (von links).

© LPD Kärnten/Varch