Nach Hochwasser-Katastrophe

Gegen­d­tal von 140.000 Kubik­me­ter Geröll befreit

Nach einer Hochwasserkatastrophe im Gegendtal waren 52 Hektar landwirtschaftlicher Flächen verschlammt. Die Kärntner Landesregierung investierte 500.000 Euro in die Wiederherstellung. 140.000 Kubikmeter Geröll wurden entfernt. Jetzt sind die Flächen wieder nutzbar.

Gegen­d­tal von 140.000 Kubik­me­ter Geröll befreit Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber mit Grundstückbesitzern

© Büro Gruber/Gamper

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Im Juni des ver­gan­ge­nen Jah­res wur­de das Gegen­d­tal in Kärn­ten Schau­platz eines 100-jähr­li­chen Hoch­was­ser­er­eig­nis. Schwe­re Unwet­ter lös­ten in nur weni­gen Stun­den eine Kata­stro­phe aus. Was­ser­mas­sen mobi­li­sier­ten dabei zusätz­lich gro­ße Men­gen an Geschie­be und Wild­holz. 52 Hekt­ar land­wirt­schaft­li­cher Flä­chen im Gegen­d­tal wur­den davon ver­schlammt und zer­stört.

Die Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung beschloss kur­ze Zeit spä­ter die Räu­mung und Rekul­ti­vie­rung der Flä­chen. Das Ziel damals lau­te­te, die Arbei­ten bis zum Mais­an­bau im Früh­jahr fer­tig­zu­stel­len. „Die­ses Ver­spre­chen konn­ten wir ein­hal­ten“, sagt Agrar­re­fe­rent Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­ter Mar­tin Gru­ber. Er war beim Abschluss der Arbei­ten in der Gemein­de Tref­fen vor Ort.

275.000 Kubik­me­ter Geröll

Dort waren 52 Hekt­ar land­wirt­schaft­li­cher Flä­che und 40 Grund­stücks­ei­gen­tü­mer betrof­fen. Ihre Fel­der und Wie­sen waren mit cir­ca 140.000 Kubik­me­ter Geschie­be­ma­te­ri­al über­la­gert. 70.0000 Kubik­me­ter davon konn­ten direkt in die Böden ein­ge­ar­bei­tet wer­den, wei­te­re 70.000 Kubik­me­ter Mate­ri­al wur­den abtrans­por­tiert und zu einer Ver­wer­tungs­flä­che in Tref­fen gebracht. Ins­ge­samt befand sich nach den Unwet­tern Geschie­be­ma­te­ri­al im Aus­maß von 275.000 Kubik­me­ter im Tal­bo­den von Tref­fen.

„Wir alle haben noch die furcht­ba­ren Bil­der im Kopf, wie es hier nach den Unwet­tern aus­ge­hen hat. Man kann sich kaum vor­stel­len, wie viel Mate­ri­al bewegt wer­den muss­te, um die land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen zu räu­men. Was hier geleis­tet wur­de, ist beein­dru­ckend!“ so Gru­ber beim Lokal­au­gen­schein.

500.000 Euro inves­tiert

6.700 Gerä­te­stun­den und 3.350 Arbeits­stun­den sind dafür ange­fal­len. Rund 500.000 Euro hat das Agrar­re­fe­rat des Lan­des bis­her inves­tiert, für die Wie­der­her­stel­lung des länd­li­chen Wege­net­zes wird es zusätz­li­che finan­zi­el­le Unter­stüt­zung geben.

Alle Äcker wie­der her­ge­stellt

Wie schnell die Rekul­ti­vie­rungs­maß­nah­men umge­setzt wer­den konn­ten, war auch wet­ter­ab­hän­gig, da bei Schlecht­wet­ter kei­ne Trans­por­te von den Zwi­schen­la­gern auf die Ver­wer­tungs­flä­chen mög­lich waren. Den­noch ist es gelun­gen, alle Saat­bee­te und Acker­flä­chen recht­zei­tig wie­der so her­zu­stel­len, dass nun­mehr eine unein­ge­schränk­te Bewirt­schaf­tung gege­ben ist.

02.06.2023 15:00 - Update am: 02.06.2023 15:17
Anzeige
Gegen­d­tal von 140.000 Kubik­me­ter Geröll befreit Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber mit Grundstückbesitzern

© Büro Gruber/Gamper