Erkundungsfahrt

Wirt­schafts­kam­mer auf Mis­si­on im West­bal­kan

Kärntner Unternehmen erkundeten Chancen in Nordmazedonien und im Kosovo.

Wirt­schafts­kam­mer auf Mis­si­on im West­bal­kan Hemma Kircher-Schneider, Leiterin der Wirtschaftskammer-Abteilung Außenwirtschaft und EU, Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl, Botschafter Georg Woutsas, Wirtschaftsdelegierter Jürgen Schreder und Johannes Heidecker, wirtschaftlicher Berater der nordmazedonischen Regierung.

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Wel­che wirt­schaft­li­chen Poten­zia­le der West­bal­kan für Kärnt­ner Unter­neh­men bereit­hält, erkun­de­ten sie bei einem Lokal­au­gen­schein: Die Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten orga­ni­sier­te gemein­sam mit dem Slo­we­ni­schen Wirt­schafts­ver­band eine Wirt­schafts­mis­si­on, die nach Nord­ma­ze­do­ni­en und in den Koso­vo führ­te.

Aus­bau von Infra­struk­tur und erneu­er­ba­ren Ener­gien

Wirt­schaft­li­che Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand zu erhal­ten, Hin­ter­grün­de zu aktu­el­len Gescheh­nis­sen zu bekom­men und die Mög­lich­keit, mit poten­zi­el­len Geschäfts­part­nern per­sön­lich in Kon­takt zu tre­ten – dies kenn­zeich­net die Wirt­schafts­mis­sio­nen der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, die gemein­sam mit inter­es­sier­ten Unter­neh­men regel­mä­ßig in chan­cen­rei­che Aus­lands­märk­te auf­bricht. Kürz­lich führ­te eine Mis­si­on, die die Wirt­schafts­kam­mer gemein­sam mit dem Slo­we­ni­schen Wirt­schafts­ver­band SGZ orga­ni­siert hat, eine Grup­pe export­in­ter­es­sier­ter Unter­neh­men nach Nord­ma­ze­do­ni­en und in den Koso­vo. „Wir wol­len mit die­sen Mis­sio­nen nach vor­ne gehen und den Unter­neh­men den Ein­stieg in einen neu­en Markt erleich­tern“, betont Wirt­schafts­kam­mer-Prä­si­dent Jür­gen Man­dl. „Bei­de Län­der haben gro­ße Infra­struk­tur­the­men zu bear­bei­ten, auch erneu­er­ba­re Ener­gien sind ein The­ma.“ Auch SGZ-Prä­si­dent Ben­ja­min Wakounig unter­streicht: „Das sind Märk­te vor der Haus­tü­re, in denen vie­le gro­ße Inves­ti­tio­nen anste­hen. Wenn sich öster­rei­chi­sche Unter­neh­men hier ein­brin­gen kön­nen, soll­ten sie die Chan­ce nut­zen.“ Damit grenz­über­schrei­ten­de Koope­ra­tio­nen ent­ste­hen kön­nen, sei viel Vor­ar­beit not­wen­dig, weiß Hem­ma Kir­cher-Schnei­der, Lei­te­rin der Wirt­schafts­kam­mer-Abtei­lung Außen­wirt­schaft und EU. „Zunächst ist es wich­tig, die Märk­te ken­nen­zu­ler­nen, Kon­tak­te zu knüp­fen und vor Ort mit den Leu­ten zu spre­chen.“ Genau dafür sei­en Wirt­schafts­mis­sio­nen da.

Bes­te Vor­aus­set­zun­gen für Inves­ti­tio­nen

Neben gerin­ger steu­er­li­cher Belas­tung und aus­rei­chend zur Ver­fü­gung ste­hen­der Arbeits­kräf­te bie­ten die bei­den besuch­ten Län­der unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, als Kärnt­ner Unter­neh­men Fuß zu fas­sen. In Nord­ma­ze­do­ni­en wer­den etwa Betrie­be bei der Stand­ort­su­che unter­stützt, zudem kön­nen sie mit einem Inves­ti­ti­ons­zu­schuss von bis zu 50 Pro­zent rech­nen. Wie auch im Koso­vo wird unter ande­rem an Pho­to­vol­ta­ik-Pro­jek­ten geplant, Invest­ment­mög­lich­kei­ten gebe es zudem in den Berei­chen Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie, Maschi­nen, Auto­mo­ti­ve oder Tex­til­in­dus­trie.

 

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Die Teil­neh­mer besuch­ten in Nord­ma­ze­do­ni­en ein Was­ser­kraft­werk, das vom größ­ten öster­rei­chi­schen Inves­tor EVN betrie­ben wird.
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Wirt­schaft von Span­nun­gen

Die Span­nun­gen, die im Nor­den des Koso­vos kurz vor Beginn der Wirt­schafts­mis­si­on auf­ge­tre­ten waren, wür­den die Wirt­schaft nicht stark beein­flus­sen, wie Wirt­schafts­de­le­gier­ter Wil­helm Nest sagt. Gene­rell ver­zeich­net die Wirt­schaft star­kes Wachs­tum – nach einem Plus von 10,7 Pro­zent im Vor­jahr wird für heu­er ein Plus von 3,5 Pro­zent pro­gnos­ti­ziert. Das Land, eine Kon­sum­ge­sell­schaft mit gerin­ger Eigen­pro­duk­ti­on, impor­tie­re fünf­mal so viel wie es expor­tie­re, vor allem im land­wirt­schaft­li­chen Bereich. Viel Arbeit gebe es, um das Land sau­ber zu machen, Abfall­samm­lung und Recy­cling sei­en eben­so The­ma wie der Aus­bau des öffent­li­chen Ver­kehrs.

Was­ser­kraft­werk und Plas­tik-Recy­cling

An drei Tagen hat­ten die Teil­neh­mer ein straf­fes Pro­gramm zu absol­vie­ren: Nach Wirt­schafts­brie­fings zu den wirt­schaft­li­chen, poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Gege­ben­hei­ten und etli­chen indi­vi­du­el­len Busi­ness-to-Busi­ness-Ter­mi­nen blieb aber auch Zeit, um in Nord­ma­ze­do­ni­en ein Was­ser­kraft­werk zu besich­ti­gen, das vom größ­ten öster­rei­chi­schen Inves­tor EVN betrie­ben wird, sowie einen Blick in das koso­va­ri­sche Plas­tik-Recy­cling­un­ter­neh­men Reks zu wer­fen.

07.06.2023 12:00
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Wirt­schafts­kam­mer auf Mis­si­on im West­bal­kan Hemma Kircher-Schneider, Leiterin der Wirtschaftskammer-Abteilung Außenwirtschaft und EU, Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl, Botschafter Georg Woutsas, Wirtschaftsdelegierter Jürgen Schreder und Johannes Heidecker, wirtschaftlicher Berater der nordmazedonischen Regierung.

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