Symposium
Der „Klimaberg Katschberg“ wird bis 2030 CO2-neutral
Das Projekt „Klimaberg Katschberg“ nimmt konkrete Formen an. Bei einem „Klimaberg-Gipfel“ am Samstag war Nachhaltigkeit im Tourismus das zentrale Thema.
© Peter Schober
Eine engagierte Gruppe von Unternehmern um Wolfgang Hinteregger und Anton Aschbacher verfolgt das Ziel, den Katschberg bis zum Jahr 2030 CO2-neutral zu machen. Erste Maßnahmen sind bereits in Umsetzung: ein Biomasse-Heizwerk, die Zertifizierung diverser Hotels mit dem „Österreichischen Umweltzeichen“, nachhaltige Mobilität (E‑Carsharing …), die Neu-Errichtung des Hotels „Das Katschberg“ mit vielen Umweltmaßnahmen und die Verwendung von Klimaerde.
Symposium zum Klimaberg
Einem „Klimaberg-Gipfel“ am Samstag stattete Landesrätin Sara Schaar (SPÖ), Energie- und Umweltreferentin des Landes Kärnten, einen Besuch ab. „Mit dem Symposium zum Klimaberg Katschberg wird ein wesentlicher Beitrag zur Bewusstseinsbildung für Klimaschutz und CO2-Reduktion geleistet. Durch die umfangreichen Aktivitäten rund um den Klimaberg Katschberg wird die Region ihr Ziel, bis 2030 CO2-neutral zu werden, definitiv auch erreichen“, begrüßt Schaar diese nachhaltigen Bestrebungen.
Die Klimaerde
Die Klimaerde wird auf dem Katschberg für Hochbeete oder die Dach- und Fassadenbegrünung genutzt. Sie ist ein biogener Kohlenstoff, der mit Mikroorganismen aufgeladen wurde. Die Erde reduziert Biomasse so weit, dass das CO2, das üblicherweise freigesetzt wird, gebunden und für tausend Jahre gespeichert bleibt. Wird die Klimaerde im Boden verarbeitet, ist sie Wasser- und Nährstoffspeicher und schützt den Boden vor Erosionen.
Nachhaltige Arbeitsplätze
„Aktuell produzieren wir die Pflanzenkohle noch in Deutschland. Wir arbeiten aber an einer Pflanzen-Kohlenstoff-Produktion hier in Kärnten“, spricht Aschbacher über eine geplante Anlage, die 6.000 Tonnen Pflanzenkohle produzieren soll. Rund 20 Millionen Euro sollen investiert und 20 bis 25 nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen werden.