Millstätter See
Nach Mure: Personen verschanzten sich in Fischerhütte
Die Folgen des gestrigen (8. Juli 2023) Unwetters waren unter anderem am Millstätter See bemerkbar. Dort gingen mehrere Muren ab und verlegten die Millstätter Bundesstraße (B98). Mehrere Personen suchten Schutz in einer Fischerhütte.
Am Sonntag (8. Juli 2023) gegen 18.00 Uhr ging im Gemeindegebiet von Afritz/See ein heftiges Unwetter mit Starkregen nieder. Dieses führte innerhalb von kurzer Zeit vorerst zu einer Überflutung der Millstätter Bundesstraße B98 im Ortsgebiet von Afritz.
Straßensperren eingerichtet
Gegen 18.25 Uhr kam es in weiterer Folge zu einem Murenabgang im Bereich Untersee 4, wodurch die B98 durch Geröll verschüttet und für den Verkehr unpassierbar wurde. In weiterer Folge wurde ab Straßenkilometer 30,73 und 26,40 eine Straßensperre eingerichtet und gingen weitere Muren und kleinere Erdrutsche durch die Wassermassen im dortigen Bereich ab.
Hubschrauber zur Personen-Bergung
Die kritische Situation dauerte bis gegen 19.00 Uhr an. Zwischenzeitig wurde gemeldet, dass auch mehrere Personen in einer Fischerhütte im Gefahrenbereich durch Murenabgänge eingesperrt waren. Deshalb wurde der BMI Hubschrauber “Libelle” umgehend zu einem Erkundungsflug angefordert. Die Personen konnten sich jedoch selbständig aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit bringen.
Wassereinbrüche in Keller & Erdrutsche
Die Straßensperre für den letzten vom Unwetter betroffenen Bereich der B98 konnte erst um 01.10 Uhr aufgehoben werden. Personenschäden wurden nicht verzeichnet, jedoch entstand ein Sachschaden durch Wassereinbrüche in Keller, sowie Erdrutsche im gesamten Unwettergebiet in bisher unbekannter Höhe.
Einsatzkräfte im Dauereinsatz
Die Freiwillige Feuerwehr Feld am See stand mit drei 3 Fahrzeugen und 36 Mann, die Freiwillige Feuerwehr Afritz am See mit drei Fahrzeugen und 34 Mann, Die Freiwillige Feuerwehr Arriach mit drei Fahrzeugen und 18 Mann, sowie die Freiwillige Feuerwehr Einöde- Winklern mit zwei Fahrzeugen und 16 Mann im Einsatz.
Der Katastrophenreferent der Bezirkshauptmannschaft Villach/Land, sowie der Bürgermeister der Gemeinde Afritz/See koordinierten den Katastropheneinsatz.