Feldkirchen

17. Car­in­thi­sche Dia­lo­ge auf Schloss Bach eröff­net

Die diesjährigen Carinthischen Dialoge auf Schloss Bach in St. Urban stehen unter dem Leitthema "Das Jahrzehnt der Transformation - Optimistische Perspektiven eines Umdenkens".

17. Car­in­thi­sche Dia­lo­ge auf Schloss Bach eröff­net Landeshauptmann Peter Kaiser, Elisabeth J. Noestlinger, Chlodwig und Johanna Franz sowie Klemens Fheododroff (von links).

© LPD Kärnten/Krainz

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„Das Jahr­zehnt der Trans­for­ma­ti­on — Opti­mis­ti­sche Per­spek­ti­ven eines Umden­kens“ ist das The­ma der dies­jäh­ri­gen 17. Car­in­thi­schen Dia­lo­ge auf Schloss Bach in St. Urban. Eröff­net wur­de die Tagung, an der auch Phy­sik-Nobel­preis­trä­ger Anton Zei­lin­ger ein Fach­re­fe­rat hal­ten wird, von Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser. Die Sing­ge­mein­schaft St. Urban umrahm­te die Eröff­nung musi­ka­lisch.

Bei­trag gegen Pes­si­mis­mus

Kai­ser beton­te, dass die Car­in­thi­schen Dia­lo­ge einen wich­ti­gen Bei­trag gegen den, in wei­ten Tei­len der Gesell­schaft vor­herr­schen­den, Pes­si­mis­mus leis­ten: „Sie alle gehö­ren zu jenen, die mit Opti­mis­mus den immer kom­ple­xer wer­den­den Pro­blem­stel­lun­gen ent­ge­gen­tre­ten“. Er erin­ner­te dar­an, dass wir auf­grund der Ängs­te vor Ver­än­de­run­gen eine Hoch­blü­te des Popu­lis­mus erle­ben. „Der Wan­del ist die neue Nor­ma­li­tät und die her­bei­ge­sehn­te archai­sche Nor­ma­li­tät wird in Zukunft die Aus­nah­me sein. Doch das ist kein Grund zu resi­gnie­ren — es ist eine Auf­ga­ben­stel­lung“, zeig­te sich Kai­ser über­zeugt.

Die 17. Nach­hal­tig­keits­zie­le der Ver­ein­ten Natio­nen

Um glo­ba­le Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern, ist einer­seits ein Schul­ter­schluss zwi­schen Wis­sen­schaft und Gesell­schaft wich­tig und ande­rer­seits müs­sen Maß­nah­men auf loka­ler, regio­na­ler, natio­na­ler und kon­ti­nen­ta­ler Ebe­ne umge­setzt wer­den. Als Grund­la­ge dafür, könn­ten die 17. Nach­hal­tig­keits­zie­le der Ver­ein­ten Natio­nen die­nen, wie Kai­ser meint: „Jede und jeder von uns kann im über­schau­ba­ren poli­ti­schen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­no­lo­gi­schen Bereich dazu bei­tra­gen, dass wir auch in Zukunft in einer lebens­wer­ten Welt leben. Dazu sind mäch­ti­ge Ver­än­de­run­gen not­wen­dig, doch es gibt etwas auf das wir auf­bau­en kön­nen — näm­lich Nach­hal­tig­keits­zie­le, die zum Han­deln ani­mie­ren“.

Auf­klä­rung und Dia­log

Maxi­mi­li­an Franz, Vor­stand­mit­glied des Ver­eins Car­in­thi­sche Dia­lo­ge, warn­te davor, dass vie­le glo­ba­le Her­aus­for­de­run­gen von der Spal­tung der Gesell­schaft über­la­gert wer­den: „Wir müs­sen die­se Spal­tung über­win­den, um über wich­ti­ge The­men dis­ku­tie­ren zu kön­nen. Dafür brau­chen wir ein neu­es Zeit­al­ter der Auf­klä­rung und des Dia­lo­ges“.

Raum für Refle­xio­nen

„Freu­en wir uns auf drei Tage des Aus­tau­sches, bei denen wir auf­ein­an­der zuge­hen und über unser Ver­hält­nis zur Natur reflek­tie­ren“, sag­te Kle­mens Fheo­doroff, Obmann des Car­in­thi­schen Som­mers. Stell­ver­tre­tend für das gesam­te Orga­ni­sa­ti­ons­team begrüß­ten Chlod­wig und Johan­na Franz die Tagungs­teil­neh­mer und infor­mier­ten über das dies­jäh­ri­ge Ver­an­stal­tungs­pro­gramm.

Online-Tipp: carinthische-dialoge.at

Wis­sens­wert

Die Car­in­thi­schen Dia­lo­ge sind eine drei­tä­gi­ge Fach­ta­gung, die tra­di­tio­nell im Schloss Bach in St. Urban statt­fin­det. Ziel ist der inter­dis­zi­pli­nä­re Aus­tausch über gesell­schaft­lich rele­van­te The­men­kom­ple­xe. Heu­er umfasst das Pro­gramm zehn Fach­vor­tra­ge.

Bil­den­de Kunst

In Ergän­zung zu den Vor­trä­gen soll auch der bil­den­den Kunst ein ent­spre­chen­der Raum gege­ben wer­den. Die dies­jäh­ri­ge Aus­stel­lung ist Carl Unger (1915–1995), der zu den bedeu­ten­den öster­rei­chi­schen Künst­lern der Nach­kriegs­zeit zählt, gewid­met und wur­de von Agnes Huss­lein-Arco, Direk­to­rin der Hei­di Hor­ten Coll­ec­tion, zusam­men­ge­stellt.

15.07.2023 11:30
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17. Car­in­thi­sche Dia­lo­ge auf Schloss Bach eröff­net Landeshauptmann Peter Kaiser, Elisabeth J. Noestlinger, Chlodwig und Johanna Franz sowie Klemens Fheododroff (von links).

© LPD Kärnten/Krainz