Finanzbranche

Hohe Kre­dit­zin­sen erfor­dern rasches Han­del

Die Kärntner Finanzdienstleister stehen den betroffenen Kreditnehmern mit individuellen Beratungen zur Seite.

Hohe Kre­dit­zin­sen erfor­dern rasches Han­del Herwikg Miklin, Fachgruppenobmann der Kärntner Finanzdienstleister, Miklin begrüßt die Vorschläge der Banken, befristet auf Verzugszinsen und Mahnspesen bei variablen Wohnkrediten zu verzichten, wenn Kreditnehmer in Verzug geraten.

© WKK / studiohorst

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Stei­gen­de Zin­sen set­zen der­zeit vie­le Kre­dit­neh­mer mit varia­bler Ver­zin­sung unter Druck. Kun­den selb­stän­di­ger Kre­dit­ver­mitt­ler in Kärn­ten ste­hen aktu­ell gut da: Denn die­se haben bereits in der Ver­gan­gen­heit mehr­heit­lich auf die Ver­mitt­lung fix­ver­zins­ter Immo­bi­li­en­kre­di­te gesetzt und wur­den stets ver­ant­wor­tungs­voll bera­ten.

Finanz­dienst­ler setz­ten auf fixe Ver­zin­sung

Dazu ergab eine ers­te Umfra­ge auch, dass mehr als zwei Drit­tel aller Immo­bi­li­en­kre­di­te, die von selb­stän­di­gen Finanzberater:innen in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren ver­mit­telt wur­den, fix­ver­zins­te Kre­di­te oder varia­bel ver­zins­te Kre­di­te mit Zins­de­ckel waren. Das auch zu einer Zeit vor rund ein­ein­halb Jah­ren, als Kre­di­te auf­grund einer ande­ren Zins­land­schaft ver­lo­ckend waren und von den Kre­dit­neh­mern ger­ne abge­schlos­sen wur­den. Zum Ver­gleich: In Öster­reich waren in die­sem Zeit­raum rund 50 Pro­zent der Kre­di­te varia­bel ver­zinst. „Das hat sich nun bedingt durch den Ukrai­ne-Krieg und die hohe Infla­ti­on kom­plett geän­dert – zum Nach­teil der­je­ni­gen, die Kre­di­te mit varia­blen Zin­sen ohne Decke­lung abge­schlos­sen haben“, meint dazu Her­wig Mik­lin, Fach­grup­pen­ob­mann der Kärnt­ner Finanz­dienst­leis­ter. Und wei­ter: „Damit haben wir als Finanzdienstleister:innen durch unse­re indi­vi­du­el­le Bera­tung bereits bis­her dafür gesorgt, dass die meis­ten unse­rer Kun­den für die heu­ti­ge Situa­ti­on gut gerüs­tet sind.“

Mik­lin: „Lösun­gen im Inter­es­se der Kre­dit­neh­mer gefragt“

Mik­lin begrüßt die Vor­schlä­ge der Ban­ken, befris­tet auf Ver­zugs­zin­sen und Mahn­spe­sen bei varia­blen Wohn­kre­di­ten zu ver­zich­ten, wenn Kre­dit­neh­mer in Ver­zug gera­ten. Dies ver­bes­sert die Lage der Kre­dit­neh­mer ange­sichts der aktu­el­len Zins­la­ge. „In die­ser Situa­ti­on sind alle gefor­dert, nach Lösun­gen zu suchen – im Inter­es­se der Kre­dit­neh­mer.“ Gleich­zei­tig rät der Fach­grup­pen­ob­mann, die Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung unver­än­dert bei­zu­be­hal­ten.

Bera­tung und rasches Han­deln im Sin­ne der Kun­den

Die Kärnt­ner Finanzdienstleister:innen set­zen unter­des­sen aktu­ell noch stär­ker auf Bera­tung, um gemein­sam mit den Kun­den Lösun­gen zu fin­den, bei­spiels­wei­se eine Umschul­dung in einen fix ver­zins­ten Kre­dit. Denn der­zeit lie­gen die Zin­sen dort rund ein Pro­zent nied­ri­ger als bei Kre­di­ten mit varia­blen Zin­sen. Aktu­ell kön­nen Fix­zin­sen um bis zu 1,75 Pro­zent güns­ti­ger sein als varia­ble Zin­sen „Wir schau­en uns als Bera­ter mit den Kun­den ganz genau an, wel­ches Kre­dit­in­sti­tut wel­che Fix­zins­lauf­zeit anbie­tet. Denn die­se müs­sen für den Kre­dit­neh­mer pas­sen“, sagt auch Wirt­schaft­kam­mer Öster­reich Fach­ver­bands­ob­mann Dol­zer. Und wei­ter: „Jetzt ist rasches Han­deln im Sin­ne der Kun­den gefragt, denn mit wei­te­ren Zins­er­hö­hun­gen ist noch in die­sem Jahr zu rech­nen.“

01.09.2023 15:00
Anzeige
Hohe Kre­dit­zin­sen erfor­dern rasches Han­del Herwikg Miklin, Fachgruppenobmann der Kärntner Finanzdienstleister, Miklin begrüßt die Vorschläge der Banken, befristet auf Verzugszinsen und Mahnspesen bei variablen Wohnkrediten zu verzichten, wenn Kreditnehmer in Verzug geraten.

© WKK / studiohorst