Zuschüsse

Kin­der­gar­ten-Jahr beginnt mit größ­ter Reform seit 1945

Der erste September 2023 ist ein historischer Tag für Kärnten: Das neue Kärntner Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz tritt in Kraft – das Land übernimmt ab diesem Semester, gemeinsam mit den Gemeinden und Betreibern, die Elternbeiträge für den Besuch eines Kindergartens oder einer Kindertagesstätte.

Kin­der­gar­ten-Jahr beginnt mit größ­ter Reform seit 1945 Start ins neue Kindergartenjahr mit größter Reform seit 1945. Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Landesrat Daniel Fellner mit Kindern im Europapark (von links)

© Büro LH Kaiser

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Eltern zah­len ab jetzt nur mehr den Essens- und Bas­tel­bei­trag. „Mit dem neu­en Gesetz set­zen wir die größ­te Reform im Bereich der Ele­men­tar­päd­ago­gik in Kärn­ten seit 1945 um. Wir reden im Durch­schnitt von 3.000 bis 4.000 Euro pro Jahr, die Eltern oder Allein­er­zie­he­rin­nen und ‑erzie­her nicht mehr auf­brin­gen müs­sen. Dazu wer­den sowohl für Kin­der als auch für die Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen suk­zes­si­ve die Rah­men­be­din­gun­gen ver­bes­sert“, erklärt der maß­geb­li­che Initia­tor, Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser.

Land zahlt fixen Betrag an Kin­der­gär­ten

Das Land zahlt einen fixen Betrag der Bil­dungs- und Betreu­ungs­kos­ten für Halb­tags- oder Ganz­tags­auf­ent­hal­te direkt an die Betrei­ber der Kin­der­gär­ten und Kin­der­ta­ges­stät­ten. Die dar­über hin­aus gehen­de Sum­me für Halb- oder Ganz­tags­be­treu­ung über­neh­men die jewei­li­gen Betrei­ber. „Wir brin­gen damit ein Pro­jekt erfolg­reich zu Ende, dass wir bereits 2018 mit dem Kärnt­ner Kin­der­sti­pen­di­um ein­ge­lei­tet haben. Schritt­wei­se wur­den die Bei­trä­ge ver­rin­gert, damit wir heu­te – end­lich – bei­trags­freie Kin­der­gär­ten und Kin­der­ta­ges­stät­ten in Kärn­ten haben, egal ob öffent­lich oder pri­vat betrie­ben“, sagt Kai­ser über „mein Her­zens­an­lie­gen“.

Über­gangs­frist von drei Jah­ren ver­ein­bart

Um den Betrei­bern die Umstel­lung zu erleich­tern, wur­de eine Über­gangs­frist von drei Jah­ren fest­ge­hal­ten – d.h. spä­tes­tens 2026/27 müs­sen alle ins neue För­der­sys­tem umge­stie­gen sein. Von ins­ge­samt 433 Kärnt­ner Kin­der­gär­ten und Kin­der­ta­ges­stät­ten an 487 Stand­or­ten ver­blei­ben nur 41 im alten För­der­sys­tem und wäh­len noch die Vari­an­te, dass Eltern­bei­trä­ge (aller­dings nur Beträ­ge, die über das Kin­der­sti­pen­di­um hin­aus­ge­hen) ein­ge­ho­ben wer­den.

Höhe­re Ent­loh­nung von Päd­ago­gen und Päd­ago­gin­nen

„Neben der finan­zi­el­len Ent­las­tung der Eltern und der Ver­rin­ge­rung der Grup­pen­grö­ßen auf maxi­mal 20 Kin­der bis 2028, haben wir noch einen unver­zicht­ba­ren Punkt in das neue Kin­der­bil­dungs- und ‑betreu­ungs­ge­setz auf­ge­nom­men: eine spür­ba­re Ver­bes­se­rung der Ent­loh­nung von Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen – bis zu 40 Pro­zent mehr Gehalt ist mög­lich“, hält Bil­dungs­re­fe­rent Lan­des­rat Dani­el Fell­ner fest, „weil wir das Berufs­bild attrak­ti­ver gestal­ten wol­len und es viel mehr Men­schen erleich­tern wol­len, in einen unglaub­lich wich­ti­gen und schö­nen Beruf ein­zu­stei­gen. Nun sor­gen wir dafür, dass die­ses immens wich­ti­ge Berufs­feld auch eine adäqua­te Ent­loh­nung erfährt.“

 

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Start ins neue Kin­der­gar­ten­jahr mit größ­ter Reform seit 1945. LHan­des­haupt­mann Peter Kai­ser, Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Gaby Schau­nig und Lan­des­rat Dani­el Fell­ner mit Kin­dern im Euro­pa­park
© Büro LH Kai­ser

40 Pro­zent mehr im Bör­serl

Das Gehalt der Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen wird um bis zu 40 Pro­zent ange­ho­ben, ins­be­son­de­re bei pri­va­ten Trä­gern. So kann z.B. ab die­sem Kin­der­gar­ten­jahr eine Klein­kind­be­treue­rin im 3. Berufs­jahr künf­tig monat­lich 343 Euro net­to mehr, eine Kin­der­gar­ten­päd­ago­gin im 6. Berufs­jahr um 160 Euro mehr ver­die­nen. Zusätz­lich soll es mehr Vor- und Nach­be­rei­tungs­zei­ten geben. Um die klei­ne­ren Grup­pen zu ermög­li­chen, wur­de der Schul­bau­fonds in einen Bil­dungs­bau­fonds umge­wan­delt.

Größ­te und nach­hal­tigs­te Kärnt­ner Reform

„Das ist die Größ­te und nach­hal­tigs­te Reform die wir in Kärn­ten jemals im Bereich der Kin­der­bil­dung und ‑betreu­ung umge­setzt haben. Denn wir sind der Mei­nung, dass jedes Kind in Kärn­ten die glei­che Chan­ce auf Bil­dung und Betreu­ung haben soll, unab­hän­gig vom Ein­kom­men der Eltern. Wir inves­tie­ren in die Bil­dung und dadurch in die Zukunft unse­rer Kin­der und eines erfolg­rei­chen Kärn­tens“, sagen Kai­ser und Fell­ner.

01.09.2023 19:00
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Kin­der­gar­ten-Jahr beginnt mit größ­ter Reform seit 1945 Start ins neue Kindergartenjahr mit größter Reform seit 1945. Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Landesrat Daniel Fellner mit Kindern im Europapark (von links)

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