Weltweiter Streik
In Klagenfurt wurde gegen Neubauten und für das Klima protestiert
Weltweit gingen heute Tausende Personen beim internationalen Klimastreik der Organisation "Fridays For Future" auf die Straße. Auch in Klagenfurt wurde demonstriert. Der Protest richtete sich auch gegen Bauvorhaben in der Landeshauptstadt.
Weltweit gingen heute Tausende Personen beim internationalen Klimastreik der Organisation “Fridays For Future” auf die Straße. Auch in Klagenfurt wurde demonstriert. Der Protest richtete sich auch gegen neue Bauvorhaben in der Landeshauptstadt.
Rund 120 Personen
„Es gibt kein Recht, die Erde zu zerstören!“ , hallte es um Mittag durch die Innenstadt. Die Organisation “Fridays For Future” hatte österreichweit zum Klimastreik aufgerufen. In Klagenfurt waren rund 120 Personen — darunter auch Aktivisten der Bewegung “Extinction Rebellion” und dem Verein gegen Tierfabriken — dem Aufruf gefolgt. Sie versammelten sich am Arthur-Lemisch-Platz und zogen mit Plakaten um den Ring. Vor der Landesregierung hielten die Protestierenden eine Kundgebung ab.
“Ein Klimakatastrophen-Sommer”
Jürgen Hense von der örtlichen XR-Gruppe erklärte vor versammeltem Protestzug seine Beweggründe für den Streik. Er sei um die Zukunft seiner kleinen Tochter besorgt. „Dieser Sommer war ein Klimakatastrophen-Sommer“, fasste Lena Woschitz von “Fridays For Future” zusammen. „Griechenland stand in Flammen, Wochen später stand in Griechenland, Kärnten und Slowenien alles unter Wasser. In den nächsten Jahren werden wir noch heftigere und häufigere Unwetter erleben. Das können wir nicht zulassen. Deswegen sind wir heute auf der Straße, in der Hoffnung, dass die Regierung etwas dagegen unternimmt.“
Gegen neue Versiegelung
Der Protest richtete sich auch gegen mögliche neue Bauvorhaben in Klagenfurt, wie beispielsweise ein Badehaus in der Ostbucht. „Wir haben nicht unendlich viele Flächen. Wir sollten begreifen, dass wir nicht immer weiter zubetonieren können. Deswegen sollen wir jene Flächen nutzen, die bereits versiegelt sind und nicht noch weitere verbauen“, appellierte Woschitz. „Wir sollen nur das bauen, was wirklich gebraucht wird.“
Mehrere Mitglieder der Landesregierung hörten sich die Appelle der Protestierenden vor dem Regierungsgebäude an, darunter Landeshauptmann Peter Kaiser und Umweltlandesrätin Sarah Schaar. Auch Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten, war anwesend.
- Rund 120 Personen gingen für das Klima auf die Straße.
