Arbeitsmarkt

Caritas präsentierte neue Modelle der Beschäftigung

Diese Modelle nennen sich "brücken.werk" und "grown.care". Die Zielgruppen haben es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer.

brücken.werk Stellten die neuen Beschäftigungsprojekte vor: Christina Staubmann, Marlene Thalhammer und Gaby Schaunig (hinten von links), Sara Schaar und Ernst Sandriesser

© Büro LR Schaar

Anzeige

Es gibt nun zwei neue Beschäftigungsprojekte der Caritas Kärnten, die auf jene Personen abzielen, die es auf dem Arbeitsmarkt ganz besonders schwer haben.

Worum geht’s bei „brücken.werk“?

Das erste nennt sich „brücken.werk“. Zielgruppe sind arbeitslose, junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, welche bildungsbenachteiligt oder niedrig qualifiziert sind, belastende Lebensumstände mitbringen oder einen Migrations- bzw. Flucht-Hintergrund haben. Sie werden fall- und stundenweise beschäftigt – samt begleitender Qualifizierung und Betreuung. In der gleichnamigen Werkstatt in Klagenfurt arbeiten sie unter Anleitung zum Beispiel an Upcycling-Produkten. Aus alten Autoreifen wird so beispielsweise ein Hocker. Gearbeitet wird aber auch im „Makerspace Carinthia“. Derzeit sind bei „brücken.werk“ noch Plätze frei. Finanziert wird das Beschäftigungsprojekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), vom Land wird es kofinanziert (Abteilungen 11 und 13).

Perspektiven für junge Erwachsene

Arbeitsmarkt-Referentin Gaby Schaunig ist überzeugt: „Arbeitslosigkeit führt zu Isolation, zu Ausschluss aus der Gesellschaft und wird zu einem Teufelskreis, der soziales Miteinander und die Reintegration in den Arbeitsmarkt zu einer unüberwindbaren Hürde werden lässt. ‚brücken.werk‘ führt Jugendliche und junge Erwachsene gezielt, sensibel und nachhaltig an gesellschaftliche Teilhabe, berufliche Qualifizierung und den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt heran und bietet ihnen so wieder Perspektiven. Projekte wie diese schaffen und geben Zukunft – genau deshalb bilden sie das Herzstück der Kärntner Arbeitsmarktstrategie und des Territorialen Beschäftigungspaktes in Kärnten.“

Stärken ausbauen

Auch Gesellschafts- und Integrationsreferentin Sara Schaar weiß um die Wichtigkeit solcher Projekte: „Als Referentin für Integration und Jugend liegt mir das Projekt ,brücken.werk‘ sehr am Herzen. Unser gemeinsames Ziel ist es, die jungen Erwachsenen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren bzw. in eine Ausbildung zu bringen. Als Umwelt-Referentin gefällt mir persönlich auch der Nachhaltigkeitsaspekt durch die Upcycling-Aktivitäten der Teilnehmenden besonders gut. Nutzt die Möglichkeit, bei ,brücken.werk‘ eure Interessen zu entdecken, eure Fähigkeiten und Stärken auszubauen!“

Worum geht’s bei „grown.care“?

Das zweite Projekt nennt sich „grown.care“. Es ist ein Gartenprojekt für langzeitarbeitslose Personen, ebenfalls mit fall- oder stundenweiser Beschäftigung inklusive Beratung, Therapie und sozialpädagogischer Unterstützung. Es richtet sich speziell an Menschen, die unter psychischem Stress und/oder Krankheiten leiden, deren Lebensumstände derzeit keine Erwerbstätigkeit zulassen und an obdachlose bzw. von Obdachlosigkeit bedrohte Männer und Frauen. Finanzielle Unterstützung dafür gibt es von der Flex Foundation, der Stiftung von Flex. Angebautes Gemüse oder Kräuter findet in der Wohnungslosen-Tagesstätte „Eggerheim“ oder im Lokal „magdas“ der Caritas Verwendung.

Diese Menschen wollen arbeiten!

Caritas-Direktor Ernst Sandriesser bedankt sich bei den Förderern: „Die Projekte zeigen, dass die Menschen arbeiten wollen und – wenn ihnen richtig geholfen wird – auch arbeiten können. Ein herzliches Dankeschön dem Unternehmen Flex, dem ESF und dem Land Kärnten für die wertvolle Unterstützung!“ Bei der Projektvorstellung mit von der Partie waren Caritas-Kollegin Christina Staubmann (Bereichsleiterin für Beschäftigung und Betriebe) sowie Flex-Althofen-Personalleiterin Marlene Thalhammer.

22.07.2021 06:00 - Update am: 21.07.2021 19:23
Anzeige
brücken.werk Stellten die neuen Beschäftigungsprojekte vor: Christina Staubmann, Marlene Thalhammer und Gaby Schaunig (hinten von links), Sara Schaar und Ernst Sandriesser

© Büro LR Schaar

Anzeige