Lavanttal
Weinbau Gartner: „Diese Weinlese hat es in sich“
Wenn im Spätsommer die Trauben reif sind, haben Winzer Hochsaison. Auch im Weingut im Lavanttal ist man gerade mit der Weinlese beschäftigt.
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Enorm wichtig ist der richtige Lese-Zeitpunkt. „Zeitig in der Früh lesen wir in Raggl unseren Grauburgunder, der Zweigelt wird am Nachmittag gelesen“, erklärt Erwin Gartner vom gleichnamigen Weingut Gartner.
Der Zeitpunkt ist entscheidend
Die Temperaturen müssen jeweils exakt passen, dann werden die Trauben eingemeischt und am Nachmittag gepresst. Der Grauburgunder wird zwischen 10 und 13 Grad gelesen. „Hier werden die Trauben gerebelt, die Meische kann stehengelassen werden. Je kühler, umso besser. Danach wird der Rotwein bei 15 Grad Temperatur gelesen, dann kann noch am gleichen Tag die Gärung starten“.
Wetter als Herausforderung
Der Regen in der vergangenen Woche stellt eine Herausforderung dar. „Mehrere Trauben sind aufgeplatzt, deshalb muss genau gelesen werden“, erklärt der professionelle Weinbauberater, der dabei von 20 geschulten Helfern vom Gemeinnützigen Personalservice Kärnten (GPS) und der Lavanttaler Beschäftigungsinitiative unterstützt wird.
Der Wein muss reifen
Am Nachmittag werden die Trauben ins Obst- und Weinbauzentrum gebracht. „Nach dem Pressen lassen wir die Trauben einen halben Tag absitzen, damit der Druck weg ist; den Rest schicken wir in die Vergärung. Das muss dann wieder aufgewärmt werden, damit die Hefe ihre volle Wirkung entfalten kann“, erklärt der Experte. „Die Hefe gärt zwei bis drei Wochen, wird abgezogen, danach kommt der Wein zur weiteren Lagerung in die Kühlräume.
Feinabstimmung im Frühjahr
Wenn der Wein im Frühjahr eine gewisse Reife hat, erfolgt die Weinabstimmung des Winzers. „Womöglich hat der Wein noch zu viel Säure oder man muss ein wenig Restzucker beimengen“. Gut Ding braucht bekanntlich Weile. Erst etwa eineinhalb bis zwei Jahre später kommt der Wein ins Glas.
- Professionelles Equipment ist bei der Arbeit gefragt.
- Die letzte Feinabstimmung unternimmt Weinbauexperte Erwin Gartner.
- Das Beintraining gibt es inklusive — im Steilhang rückt man zu den Trauben vor.
- Gut Ding braucht Weile. Gut eineinhalb Jahre braucht es, bis der Wein am Tisch verkostet werden kann.
- Die exakte Temperatur spielt beim Wein eine entscheidende Rolle, dann werden die Trauben eingemeischt.
- Jetzt wird eingemeischt — die Feinabstimmung erfolgt dann im Frühjahr.
- Feinarbeit ist gefragt: Die durch den Regen aufgeplatzten Trauben müssen entfernt werden — im Kübel landen nur die perfekten.
- Die Arbeit im Weingarten ist nichts für schwache Nerven, positives Denken und ein Lächeln auf den Lippen hilft da enorm.
- Nun gehts zur Meische.
- Weinbauexperte Erwin Gartner (Mitte) hat bei der Weinlese Unterstützung von 20 Helferinnen und Helfern.