Hobbykunst

Vom Hüt­ten­wirt zum Holz­künst­ler

Als junger Bub hat der Steindorfer Franz Plöbst (70) einem Tischlermeister versprochen, dass er eine Tischlerlehre bei ihm antreten wird. Begonnen hat er eine Koch-Lehre. Warum, das erzählte er „KliCK Kärnten“.

Vom Hüt­ten­wirt zum Holz­künst­lerDer gelernte Koch Franz Plöbst wurde zum Hobbykünstler.

© kowalsen.

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Schon als Kind hat Franz Plöbst klei­ne Model­le aus Holz gebaut. „Damals habe ich bei einem Tisch­ler klei­ne Lat­ten geschnit­ten und dem Tisch­ler­meis­ter ver­spro­chen, dass ich bei ihm eine Tisch­ler­leh­re anfan­ge wer­de. Dar­aus ist aller­dings nichts gewor­den, da mich eine Koch­leh­re doch mehr inter­es­sier­te. Da hat man immer genug zum Essen und ich muss­te nicht zu Hau­se schla­fen“, erin­nert sich Plöbst an die Beweg­grün­de. Ob er sei­nen ers­ten Koch­löf­fel selbst geschnitzt hat, dar­an konn­te sich der Hob­by­künst­ler nicht erin­nern.

Die Koch­kar­rie­re

Die Koch-Leh­re trat der jun­ge Plöbst im Hotel City in Vil­lach an. „Eini­ge Jah­re spä­ter habe ich zehn Jah­re beim Harald Weber im ‚See­wirt‘ in Stein­dorf gekocht“, erzählt Plöbst. Danach war er bis zu sei­ner Pen­si­on der Hüt­ten­wirt der ‚Tur­ner­hüt­te‘ auf der Ger­lit­zen. „Mei­ne Frau Bri­git­te, eine gelern­te Gärt­ne­rin, hat mit dem Blu­men­schmuck der ‚Tur­ner­hüt­te‘ zwei­mal die Blu­men­olym­pia­de gewon­nen“, erzählt der Stein­dor­fer vol­ler Stolz.

Zünd­höl­zer

Neben dem Beruf hat Franz Plöbst schon immer gebas­telt und geschnitzt. „Eine Zeit­lang habe ich mit Zünd­höl­zer gebas­telt und Model­le gebaut. So ist der Eif­fel­turm aus Zünd­höl­zern ent­stan­den, der heu­te noch bei mir steht. Auch ein gro­ßes Schiff habe ich gebas­telt und die Lon­do­ner Tower Bridge aus ins­ge­samt 14.000 Zünd­höl­zer geschaf­fen“, berich­tet Plöbst.

Das Esel­spiel

Das inten­si­ve Bas­teln begann letzt­end­lich mit dem Pen­si­ons­an­tritt. Da hat Plöbst mit dem Nach­bau der bekann­ten Esel­spie­le begon­nen. Das Esel­spiel ist ein Lern- und Kon­zen­tra­ti­ons­spiel, das mit min­des­tens vier Per­so­nen gespielt wird. Die Anzahl der Spie­ler hat nach oben hin kei­ne Gren­ze. Gewin­ner ist der Spie­ler, der sei­ne Spiel­stei­ne als Ers­tes auf die Sta­pel in der Mit­te und der ande­ren Spie­ler ver­teilt hat. „Das Spiel besteht aus 120 Holz­plätt­chen mit Zah­len dar­auf. Inzwi­schen habe ich rund 200 Spie­le pro­du­ziert und bis nach Vor­arl­berg gelie­fert. Im Han­del gibt es die Esel­spie­le nicht mehr“, erzählt der Hob­by­künst­ler Franz Plöbst.

Krip­pen

Ansons­ten bas­telt der Stein­dor­fer klei­ne Holz­bäu­me sowie Krip­pen inklu­si­ve der Figu­ren. Vor­wie­gend ver­wen­det der Bast­ler Zir­ben­holz. Die Krip­pen­fi­gu­ren wer­den von ihm aus Ala­bas­ter­gips gegos­sen und anschlie­ßend selbst bemalt. Zur Schau gestellt und ver­kauft wer­den die Holz­kunst­wer­ke beim Stein­dor­fer Advent (ers­ter Sams­tag vor dem 1. Advent) im Pilar­saal in Stein­dorf, bei den drei Wochen­en­den beim Boden­s­dor­fer Weih­nachts­markt beim Kauf­haus Rasch und bei diver­sen Brauch­tums­ver­an­stal­tun­gen. Inter­es­sier­te kön­nen sich unter 0664/329 28 94 bei Franz Plöbst infor­mie­ren.

05.10.2023 18:00
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Vom Hüt­ten­wirt zum Holz­künst­lerDer gelernte Koch Franz Plöbst wurde zum Hobbykünstler.

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