Appell der Intensivmediziner
„Lassen Sie sich impfen!“
Kärntner Intensivmediziner warnen: Die Impfrate ist noch zu niedrig. Daher appellieren Michael Zink und Rudolf Likar, dass sich alle Kärntner impfen lassen sollen.
Die Intensivmediziner und Anästhesisten Michael Zink und Rudolf Likar appellieren nun eindringlich an die Kärntner: „Lassen Sie sich impfen! Sie schützen sich und Ihre Mitmenschen!“ Zink warnt vor trügerischer Sicherheit: „Wir dürfen uns nicht von einigen statistischen Zahlen und dem Sommerloch blenden lassen. Die Impfung gegen diese heimtückische Krankheit ist lebenswichtig, egal mit welchem Impfstoff! Das Virus macht weder vor betagten Menschen noch vor Jugendlichen Halt! Von Langzeitfolgen ganz zu schweigen!“
„Impfung schützt fast alle“
Er spricht aus der Praxis: „Leider müssen wir als behandelnde Ärzte auf unseren Stationen seit Monaten miterleben, wie auch Menschen ohne schwere Vorerkrankung und mit sportlicher Natur später mit kaputten Organen um ein wenig Luft kämpfen müssen.“ Eine Impfung schütze fast alle vor einer Ansteckung oder einer möglichen Weitergabe der Krankheit. Noch wahrscheinlicher sei, dass sie einen schweren Verlauf verhindert – und damit einen Krankenhaus-Aufenthalt oder einen auf der Intensivstation. Die Impfrate sei noch immer viel zu niedrig.
„Unverantwortliche Leugner“
Zu Vorsicht rät Likar. Ob eine dritte Impfung notwendig sein wird, sei jetzt noch nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Nach wie vor tauchen neue Mutationen und Varianten auf. Hartnäckige Corona-Leugner seien „unverantwortlich“. „Viele argumentieren, dass es keine Langzeitergebnisse mit der Impfung gebe. Wir können jedoch sicher feststellen, dass die kurz- und mittelfristigen Erfahrungen mit der Erkrankung ein klares Bild zeichnen. Die Langzeitschäden der Erkrankung sind schlimm und füllen noch jetzt die Betten der Krankenhäuser mit Patienten der letzten Covid-Wellen. Derartige Beobachtungen gibt es bei den Geimpften praktisch nicht! Wenn wir aber zusammenhalten und alle sich impfen lassen, wird diese Pandemie bald ihren Schrecken verlieren“, so Likar.
