Kultur

Die Kärnt­ner Kul­tur­sze­ne trau­ert um Horst Sih­ler

Der bekannte Filmkritiker, Programmkinoleiter, Schriftsteller und Lyriker Horst Sihler hat vor wenigen Tagen seine Augen für immer geschlossen.

Die Kärnt­ner Kul­tur­sze­ne trau­ert um Horst Sih­ler Bis zu seinem Tod war Horst Sihler unter anderem freischaffender Autor.

© Pixabay

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Der bekann­te Film­kri­ti­ker, Pro­gramm­ki­no­lei­ter, Schrift­stel­ler und Lyri­ker Horst Sih­ler hat vor weni­gen Tagen im 85. Lebens­jahr sei­ne Augen für immer geschlos­sen.

Sih­ler setz­te gro­ßes Denk­mal

Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser bedau­ert den gro­ßen Ver­lust und wünscht Ange­hö­ri­gen und Freun­den des Ver­stor­be­nen viel Kraft. „Auch wenn Horst Sih­ler nicht mehr unter uns ist, so hat er sich mit sei­nem Schaf­fen weit über den Tod hin­aus ein Denk­mal gesetzt.“ Sih­ler war zu sei­nem 80. Geburts­tag mit dem Gro­ßen Ehren­zei­chen des Lan­des aus­ge­zeich­net wor­den. 2008 wur­de ihm auch der Medi­en-Kul­tur­preis des Lan­des über­reicht.

Pio­nier und zen­tra­ler Prot­ago­nist

Schon bei der Ver­lei­hung des Gro­ßen Ehren­zei­chens blick­te man auf das Wir­ken Sih­lers. „Als Pio­nier hat Sih­ler die Film­kul­tur bestimmt und zukunfts­wei­send gesi­chert. Er hat das Kino nicht nur zur Lei­den­schaft sei­nes Lebens gemacht, son­dern ist viel­mehr und tat­säch­lich ein ech­ter ‚Bil­dungs­re­fe­rent‘ des Lan­des gewor­den“. Er war einer der zen­tra­len Prot­ago­nis­ten, die den Anstoß zur Erneue­rung der öster­rei­chi­schen Film­sze­ne gege­ben haben.

Ein gro­ßer Kla­gen­fur­ter ist nicht mehr

Auch die Lan­des­haupt­mann zeigt sich erschüt­tert. „Die Lan­des­haupt­stadt trau­ert um eine gro­ße Kla­gen­fur­ter Kul­tur­per­sön­lich­keit, die sich natio­nal und inter­na­tio­nal in Film- und Kul­tur­sze­ne ver­dient gemacht hat”, so Stadt­rat Franz Petritz in einer Aus­sendung. Sih­ler hin­ter­lässt den Men­schen als kul­tu­rel­les Erbe nicht nur das Volks­ki­no, son­dern auch lite­ra­ri­sche Wer­ke aus den Berei­chen Film und Lyrik.

Zur Per­son

 

Horst Sih­ler wur­de 1938 in Kla­gen­furt gebo­ren. Ursprüng­lich gelern­ter Maschi­nen­bau­in­ge­nieur wirk­te er seit den 1970er Jah­ren vor­wie­gend als Kul­tur- und spe­zi­ell Film­kri­ti­ker, war Pro­gramm­ki­no­lei­ter und Lehr­be­auf­trag­ter für Medi­en­kun­de (Film) an der Uni­ver­si­tät Kla­gen­furt.

Er ver­fass­te als Film­kri­ti­ker Berich­te von den ver­schie­dens­ten euro­päi­schen Film­fes­ti­vals, die unter ande­rem in der FAZ, dem Tages­spie­gel Ber­lin, der Bas­ler Zei­tung, der Welt­wo­che, dem Stan­dard und im ORF erschie­nen. 1977 grün­de­te er die „1. Öster­rei­chi­schen Film­ta­ge“, das ers­te Fes­ti­val des öster­rei­chi­schen Films und Vor­läu­fer der heu­ti­gen Dia­go­na­le in Graz.

Außer­dem war er selbst Wan­der­ki­no­be­trei­ber und Pro­gramm­ki­no­ma­cher im Volks­ki­no Kla­gen­furt. 1979 grün­de­te er zudem in Kla­gen­furt den Ver­ein „Alter­na­tiv­ki­no“, der bis heu­te besteht. Nach einer schwe­ren Krank­heit war er bis zu sei­nem Tod auch frei­schaf­fen­der Autor.

04.11.2023 11:00
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Die Kärnt­ner Kul­tur­sze­ne trau­ert um Horst Sih­ler Bis zu seinem Tod war Horst Sihler unter anderem freischaffender Autor.

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