Equal Pension Day

„Frau­en müs­sen Beruf und Fami­lie bes­ser ver­ein­ba­ren kön­nen!“

Der Equal Pension Day am 1. August zeige wieder einmal auf: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die Basis für eine Vollerwerbstätigkeit der Frauen.

Astrid Legner WK-Vizepräsidentin Astrid Legner fordert bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

© FiW/Huditsch

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Der Equal Pen­si­on Day fällt in Öster­reich auf den 1. August (in Kärn­ten ist es der 5. August). An die­sem Tag haben Män­ner bereits so viel Pen­si­on erhal­ten wie Frau­en erst bis Jah­res­en­de bezie­hen wer­den. Für Astrid Leg­ner, Vize-Prä­si­den­tin der Wirt­schafts­kam­mer (WK) Kärn­ten und Lan­des­vor­sit­zen­de von „Frau in der Wirt­schaft“, ist dies alar­mie­rend: „Öster­reichs Frau­en – auch die jun­gen – befin­den sich in einer wah­ren Alters­ar­muts­fal­le!“ Die durch­schnitt­li­che Alters­pen­si­on von Frau­en in Öster­reich ist um 49,2 Pro­zent nied­ri­ger als von Män­nern (Wert von 2019).

Mehr unbe­zahl­te Arbeit

Nicht nur das Lohn­ni­veau ist bei Frau­en gerin­ger, dadurch sind es auch die Bei­trä­ge, die in die Pen­si­ons­kas­se ein­ge­zahlt wer­den. Frau­en leis­ten auch mehr unbe­zahl­te Arbeit im pri­va­ten Umfeld, mehr Frau­en als Män­ner arbei­ten in Teil­zeit.

Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie ver­bes­sern

Leg­ner for­dert bes­se­re Rah­men­be­din­gun­gen für die Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie: „Und zwar schnell, denn die Coro­na-Kri­se hat die­se Ent­wick­lung noch ein­mal ver­schärft. Home-Schoo­ling und geschlos­se­ne Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen haben nicht nur die Teil­zeit­be­schäf­ti­gung von Frau­en wei­ter stei­gen las­sen, son­dern auch einen Rück­gang bei den Krip­pen­kin­dern im Jahr 2020 bewirkt.“

Kin­der­be­treu­ung ab dem ers­ten Geburts­tag

Daher sei ein Rechts­an­spruch auf Kin­der­be­treu­ung ab dem ers­ten Geburts­tag so wich­tig. In Kärn­ten wird rund ein Vier­tel der Unter-Drei­jäh­ri­gen in einer Krab­bel­stu­be betreut. Das ist deut­lich unter dem Öster­reich-Schnitt, in Wien ist es fast die Hälf­te der Unter-Drei­jäh­ri­gen, im Bur­gen­land über ein Drit­tel.

Bedarf erhe­ben

Leg­ner for­dert: „Die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf ist die Basis für eine Voll­erwerbs­tä­tig­keit der Frau­en. Frau­en müs­sen die Mög­lich­keit haben, pro­blem­los wie­der ins Berufs­le­ben ein­stei­gen zu kön­nen. Der Rechts­an­spruch bedeu­tet nicht, dass jedes Kind tat­säch­lich einen Kin­der­be­treu­ungs­platz ab dem ers­ten Geburts­tag benö­tigt. Aber der Bedarf muss erho­ben und das Ange­bot geschaf­fen wer­den.“ Es brau­che auch fle­xi­ble­re Betreu­ungs­zei­ten und Ange­bo­te, die auch tage­wei­se, zu Rand­zei­ten oder an Wochen­en­den zur Ver­fü­gung ste­hen.

Daher müs­se es eine flä­chen­de­cken­de Bedarfs­er­he­bung an Kin­der­be­treu­ungs­plät­zen geben.

31.07.2021 16:25 - Update am: 31.07.2021 16:28
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Astrid Legner WK-Vizepräsidentin Astrid Legner fordert bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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