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Villacher Ehrenring für Sabine Herlitschka
Die Stadt Villach zeichnete Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Technologies Austria, für ihre Leistungen und Verdienste zum Wohle Villachs mit dem Ehrenring aus.
© Marta Gillner
Sie nahm beim Ausbau des Infineon-Standorts in Villach eine zentrale Rolle ein. Mit einer Investitionssumme von rund 1,6 Milliarden Euro handelt es sich um den größten Impuls für einen Standort in der jüngeren österreichischen Industrie-Geschichte. Mit der Erweiterung des Standorts geht die Schaffung von 750 neuen Arbeitsplätzen in Villach in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion einher. Europas modernste Chipfabrik wird noch im September offiziell eröffnet.
Wirtschaftliche Erfolgsgeschichte
Die Stadt Villach nahm diese wirtschaftliche Erfolgsgeschichte zum Anlass, um Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Technologies Austria, am Freitagabend im Rahmen einer Feier im Congress Center mit dem Ehrenring auszuzeichnen. „Herlitschka ist eine Managerin von Weltrang. Die Bedeutung ihres Einsatzes für den Infineon-Ausbau reicht weit über die Grenzen Villachs, Kärntens oder Österreichs hinaus“, würdigte Bürgermeister Günther Albel ihre Schaffenskraft. Der Ausbau des Werks hat, so der Bürgermeister, europäische Dimension. Nicht nur, was den Investitionsumfang betrifft: Vor allem die zugrundeliegende Botschaft hat globale, wirtschaftspolitische Bedeutung. „Nämlich den Standort Europa zu stärken und auszubauen“, betonte Albel. Er wies auch auf ihr Engagement bei wichtigen gesellschaftspolitischen Themen hin. Exemplarisch erwähnte er die Unterstützung vieler regionaler Projekte, speziell im Bildungsbereich wie das Integrationsprojekt für asylberechtigte Lehrlinge oder das Lerncafé des Caritas.
Leitbetrieb beflügelt die Region
„Ich freue mich sehr über die Verleihung des Ehrenrings der Stadt Villach und die damit verbundene große gegenseitige Wertschätzung. Infineon ist in den vergangenen fünfzig Jahren mit Villach gewachsen – und Villach mit uns. Das hat uns zu einem starken Leitbetrieb gemacht und die Region Villach beflügelt“, sagte Herlitschka in ihrer Ansprache. Sie vergas dabei nicht auf die Belegschaft von Infineon: „Ich darf diese Erfolgsgeschichte in einem engagierten Team und mit hochmotivierten Mitarbeitern mitgestalten.“ Die neue High-Tech Chipfabrik, der massive Ausbau der Forschung und Entwicklung siwewie viele Impulse etwa im Bereich der Bildung oder der Ökologisierung machen Villach, so Herlitschka, lebendiger, moderner und lebenswerter.
Beim Ehrenring handelt es sich um eine der höchsten Auszeichnungen der Stadt Villach. Zuletzt wurde sie 2014 Manfred Sauer, dem Evangelischen Superintendenten der Diözese Kärnten-Osttirol, zuteil. In diesem Jahrtausend wurde der Ring erst zehn Personen verliehen, Sabine Herlitschka ist die erste Frau.

Zur Person
Nach internationalen Stationen wechselte Sabine Herlitschka im Jahr 2011 zu Infineon Technologies Austria, wo sie 2012 das Vorstandsmandat für Technik und Innovation übernahm. Im April 2014 stieg sie zur Vorstandsvorsitzenden auf. Sie ist unter anderem Vorsitzende von ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership), Vizepräsidentin der Industriellenvereinigung Österreich, Aufsichtsratsvorsitzende der Fachhochschule Kärnten und stellvertretende Vorsitzende des österreichischen Rats für Forschung und Technologieentwicklung.

