500 Tonnen Müll
Frühjahrsputz auf Kärntens Straßen
Weil die Menschen Müll achtlos an Kärntens Straßen entsorgen, müssen über 400 Mitarbeiter der 17 Straßenmeistereien zu Reinigungsaktionen ausrücken. Die kosten dafür betragen rund 700.000 Euro.
© Büro LR Gruber
Der Winterdienst in den Straßenmeistereien neigt sich dem Ende zu. Die Bilanz zeigt, dass es ein außergewöhnlicher Winter war: Über 110.000 Einsatzstunden wurden geleistet, die Kosten waren mit rund elf Millionen Euro um fünf Millionen höher als vergangenes Jahr. Auch der Streusalz-Verbrauch stieg um 12.000 Tonnen. „Unsere Mitarbeiter haben im Vergleich zum letzten Winter über 37.000 zusätzliche Einsatzstunden geleistet“, fasst Landesrat und Straßenbaureferent Martin Gruber (ÖVP) zusammen.
Rund hundert LKW-Ladungen
Das Ende der Wintersaison läutet gleichzeitig den „Frühjahrsputz“ auf den 2.750 Kilometern Kärntner Landesstraßen ein, um den sich die über 400 Mitarbeiter der 17 Straßenmeistereien nun zu kümmern haben. Hauptsächlich sind sie mit dem Einsammeln von Müll beschäftigt. Denn sobald der Schnee schmilzt, wird offensichtlich, welche Mengen an Abfall sich über die Wintermonate am Straßenrand angehäuft haben. Jährlich sind es rund hundert LKW-Ladungen mit insgesamt 500 Tonnen Müll, die entlang der Landesstraßen eingesammelt werden müssen.
Mehr Bewusstsein schaffen
„Unsere Straßenbankette, Straßengräben, Park- und Rastplätze sind keine Mülleimer“, mahnt Gruber, der mit seinen Worten mehr Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen möchte. „Der Frühjahrsputz auf den Straßen gehört zwar zur Arbeit der Straßenmeistereien dazu. Aber beim Müll kann jeder einen Beitrag leisten, diese Menge und den damit verbundenen Aufwand zu reduzieren“, betont er. Über 13.000 Arbeitsstunden fallen jedes Jahr für den Frühjahrsputz an den Straßen an. Auf das Müllsammeln entfällt dabei ein beträchtlicher Anteil. „Die Kosten für die Reinigungsaktion belaufen sich auf über 700.000 Euro“, informiert Gruber.