Kärnten

Kai­ser for­dert „Gemein­de-Mil­li­ar­de“ von Bun­des­re­gie­rung

Es brauche zusätzlich zum FAG-Zukunftsfonds ein kurzfristiges Unterstützungspaket für Österreichs Gemeinden. Der Bund dürfe laut Landeshauptmann Peter Kaiser nicht tatenlos zusehen, wie Städte und Gemeinden finanziell ausbluten.

Rechnung kontrollieren Nicht nur in Kärnten, auch in den restlichen Bundesländern ist die finanzielle Lage mehr als ernst,

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“Es wird min­des­tens eine zusätz­li­che „Gemein­de-Mil­li­ar­de“ brau­chen, um die Gemein­den finan­zi­ell so aus­zu­stat­ten, dass sie ihre Auf­ga­ben 2024 bewäl­ti­gen kön­nen. Die Län­der kön­nen ange­sichts eige­ner finan­zi­el­ler Pro­ble­me nicht mehr die Aus­fäl­le der Gemein­den aus­glei­chen”, stellt der aktu­el­le Vor­sit­zen­de der Lan­des­haupt­leu­te, Kärn­tens Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser fest.

Lage in den Bun­des­län­dern kri­tisch

Nicht nur in Kärn­ten, son­dern in allen Bun­des­län­dern ist die Lage mehr als ernst, selbst Vor­arl­bergs Lan­des­haupt­mann Mar­kus Wall­ner hat dies ges­tern ein­drück­lich fest­ge­stellt. Die „Hilfs­pa­ke­te“ der Bun­des­re­gie­rung kön­nen von den Gemein­den gar nicht mehr in Anspruch genom­men wer­den, weil sie die Mit­tel für die Ko-Finan­zie­rung nicht mehr haben. Damit dies kaschiert wird, hat der Bund eine rück­zahl­ba­re Son­der­fi­nan­zie­rung von EUR 300 Mio. für die Gemein­den ver­an­schlagt, ohne die­se wären die Ertrags­an­tei­le der Gemein­den für 2024 sogar nega­tiv. Dies beweist ein­mal mehr, wie wich­tig und rich­tig eine Ände­rung des ver­ti­ka­len Ver­tei­lungs­schlüs­sel im FAG ist.

“Ent­las­tun­gen auf lan­ge Bank gescho­ben”

“Ent­las­tungs­maß­nah­men für die Gemein­den wer­den auf die lan­ge Bank gescho­ben, wie etwa die Reform der Grund­steu­er oder die Neu­or­ga­ni­sa­ti­on ganz­tä­gi­ger Schul­for­men, wäh­rend man bei Steu­er­ge­schen­ken des Bun­des zu Las­ten der Län­der und Gemein­den wesent­lich groß­zü­gi­ger ist”, kri­ti­siert Kai­ser. Jede Gebiets­kör­per­schaft muss ihre Ver­spre­chen selbst finan­zie­ren, es kann nicht ange­hen, dass etwa die Abschaf­fung der kal­ten Pro­gres­si­on von Län­dern und Gemein­den finan­ziert wer­den muss. Die Ein­nah­men­aus­fäl­le sind vom Bund den Län­dern und Gemein­den zu erset­zen, denn die Auf­ga­ben wur­den ja auch nicht redu­ziert.

Maß­nah­men-Paket gefor­dert

Daher sehe er sich stell­ver­tre­tend für alle Län­der, Gemein­den und Städ­te gezwun­gen, die Bun­des­re­gie­rung auf­zu­for­dern, fol­gen­de Maß­nah­men drin­gend sicher zu stel­len:

1. min­des­tens eine „Gemein­de-Mil­li­ar­de“, um die Zah­lungs­fä­hig­keit der Gemein­den nach­hal­tig sicher zu stel­len;
2. Umwand­lung des rück­zahl­ba­ren Son­der­vor­schus­ses 2024 im Aus­maß von 300 Mil­lio­nen in einen ver­lo­re­nen Zuschuss für die Gemein­den;
3. rasche Umset­zung einer ech­ten Mehr­wert­steu­er­be­frei­ung für Gemein­de- und Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge sowie für alle Anschaf­fung von Ein­satz­ge­rät­schaf­ten der Feu­er­weh­ren und Kata­stro­phen­schutz­mit­tel;
4. Zugang auch für Gemein­den bzw. die Län­der im Namen der Gemein­den zu Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten im Wege der ÖBFA;

“Die Län­der sichern den Gemein­den ihre Unter­stüt­zung zu, wir for­dern den Bund gemein­sam auf, im 1. Quar­tal 2024 für eine nach­hal­ti­ge finan­zi­el­le Bes­ser­stel­lung der Gemein­den zu sor­gen“ beton­te Kai­ser.

21.12.2023 15:00
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Rechnung kontrollieren Nicht nur in Kärnten, auch in den restlichen Bundesländern ist die finanzielle Lage mehr als ernst,

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