Bis 23. Februar
Kunstverein Kärnten zeigt Werke von verstorbenen Mitgliedern
Mit „in memoriam“ will der Kunstverein Kärnten bewusst einmal stehenbleiben, zurückschauen und den verstorbenen Mitglieder gedenken.
© LPD Kärnten/Stein
Vor 110 Jahren eröffnete der 1907 gegründete Kunstverein Kärnten sein Künstlerhaus im Goethepark. Im heurigen Jubiläumsjahr blicken seine Veranstaltungen in die Zukunft. So stellt der Verein bei seiner Hauptausstellung im Juli und August die Frage, ob Künstliche Intelligenz den Künstler abschaffen wird. Eine Retrospektive ist aber auch dabei, nämlich die gestern (12. Jänner 2024) von Landeshauptmann Peter Kaiser eröffnete Ausstellung „in memoriam“. Dabei sind bis 23. Februar 2024 über 100 Werke von verstorbenen Kunstvereinsmitgliedern zu sehen.
Sie prägten die Kärntner Kunstgeschichte
Der Landeshauptmann zeigte sich von „in memoriam“ beeindruckt und erinnerte sich an persönliche Kontakte und Begegnungen mit den verstorbenen Künstlern. „Sie alle haben die Kunst- und Kulturgeschichte Kärntens mitgeprägt.“ Das Künstlerhaus sei der Ort der kritischen Auseinandersetzungen, hier würden auch aktuelle Ereignisse und Entwicklungen reflektiert. Sicher zeigte er sich, dass Kunst und Kultur ihren Wert als beständig Wegmarkierungen und Orientierung Gebendes behalten werden.
Sie wollen “bewusst stehenbleiben”
Begrüßt wurden die zahlreichen Anwesenden von Kunstvereins-Präsident Gilbert Isep. Er sagte, dass „in memoriam“ die große Kreativität und das Potential des Landes zeige. Weiters berichtete er an, dass man in Verhandlungen mit Sponsoren und Stiftungen über die Renovierung des Künstlerhauses stehe. Vizepräsident Andres Klimbacher sagte, dass der Verein mit „in memoriam“ bewusst einmal stehenbleiben, zurückschauen und gedenken wolle. Kuratiert hat er die Ausstellung mit der Kunsthistorikerin Paula Marschalek. Sie sagte, dass bei „in memoriam“ die Abstraktion präsent und kollektiver Nenner sei.
Welche Werke ausgestellt sind
Zu sehen sind dabei Werke von Claus Appenzeller jun., Irmgard Baumgartner-Engler, Peter Brandstätter, Ernst Cerjak, Rolanda Fekonja, Franz Grabmayr, Ernst Hildebrand, Giselbert Hoke, Sonja Hollauf, Elisabeth Kmölniger, Paul Kulnig, Cornelius Kolig, Jan Milan Krkoška, Michael Leischner, Maria Lassnig, Ilse Mayr, Klaus Mayr, Heinz Möseneder, Kriemhild Natmeßnig, Felix Orsini-Rosenberg, Burgis Paier, Ferdinand Penker, Kurt Piber, Robert Primig, Adelheid Schneider, Hans Staudacher, Siegfried Tragatschnig, Walter Turrini, Egon Wucherer und Klaus Zlattinger.
Online-Tipp: kunstvereinkaernten.at
