Finanzen
Bewegte Zeiten: Kärntner kümmern sich um Vorsorge
Eine aktuelle Umfrage von IMAS International im Auftrag von Erste Bank, Sparkassen und Wiener Städtische beleuchtet das Vorsorgebewusstsein in Kärnten.
© Hannes Krainz/ Kärntner Sparkasse
Finanzielle Unsicherheiten, gesundheitliche Ängste und geopolitische Unruhen prägten die letzten Jahre. Inmitten dieser bewegten Zeiten zeigt sich, dass die Kärntner vermehrt auf Selbstschutz setzen.
Mehr Zuversicht in unsicheren Zeiten
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass 36 Prozent der Kärntner optimistisch in die kommenden zwölf Monate blicken, während nur noch 31 Prozent besorgt sind. Diese zunehmende Zuversicht spiegelt sich auch in der persönlichen Lebenszufriedenheit wider, von der 70 Prozent der Befragten berichten.
Hohe Bedeutung der privaten finanziellen Vorsorge
Trotz der Unsicherheiten sind die Kärntner weiterhin stark auf private finanzielle Vorsorge fokussiert. 84 Prozent der Befragten heben die Bedeutung der Vorsorge hervor und sind bereit, durchschnittlich 247 Euro pro Monat in ihre Pensions- und Gesundheitsvorsorge zu investieren. Die beliebtesten Vorsorgeprodukte sind dabei Sparbuch und Lebensversicherung.
Private Vorsorge als Schutz gegen Unsicherheiten
Mehr als neun von zehn Kärntner gehen davon aus, dass die Bedeutung der privaten Vorsorge in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Gründe hierfür sind vielfältig: 60 Prozent möchten sich gegen mögliche Schicksalsschläge absichern, 55 Prozent haben kein Vertrauen in staatliche Systeme, und 43 Prozent hoffen, ihr persönliches Risiko durch private Vorsorge zu reduzieren.
Arbeitszeit vs. Freizeit: Bedeutung der Work-Life-Balance
Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit ist für 55 Prozent der Befragten in Kärnten wichtig. Doch mehr als drei Viertel sind überzeugt, dass Menschen, die in Teilzeit arbeiten, dies später bereuen werden, da ihnen im Alter das Geld fehlt. Themen wie Kaufkraftverlust und Altersarmut werden dabei oft vernachlässigt.
Lebensziele und Vorsorgeinstrumente in Kärnten
Die persönlichen Lebensziele der Kärntner sind vielfältig. Gut zu verdienen (51 Prozent), finanzielle Absicherung im Alter (50 Prozent und ein sicherer Arbeitsplatz (49 Prozent) stehen an erster Stelle. In Bezug auf Vorsorgeinstrumente setzen die Kärntner auf Klassiker wie Sparbuch (56 Prozent), Lebensversicherung (40 Prozent) und Bausparen (31 Prozent).

Früher Vorsorgestart als Schlüssel zum Erfolg
Die Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der Befragten in Kärnten einen frühzeitigen Einstieg in die private Vorsorge als wichtig erachten. Dies beginnt idealerweise mit dem ersten Job und ist eine Investition in die Zukunft. Finanzbildung wird dabei als erster Schritt in Richtung finanzieller Unabhängigkeit betont.
Präsentation der Studienergebnisse
Die Ergebnisse der Vorsorgestudie wurden von Sparkasse-Vorstandsdirektor Michael Koren, Kevin Müller (Bereichsleiter Privatkunden Kärntner Sparkasse), Manfred Bartalszky (Vorstand Wiener Städtische Team s Versicherung), Landesdirektor Herbert Printschitz (Wiener Städtische Team s Versicherung) und IMAS-Studienautor Paul Eiselsberg vorgestellt.