Ärztezentren

Land Kärn­ten star­tet „ver­kürz­tes Ver­fah­ren“ für neue PVE

Das Land Kärnten macht von der Gesetzesänderung Gebrauch und geht einen „verkürzten“ Verfahrensweg: Vier neue Primärversorgungszentren stehen vor der Umsetzung.

Land Kärn­ten star­tet „ver­kürz­tes Ver­fah­ren“ für neue PVE„Wir sind uns in dem Gespräch einig geworden, dass wir alle uns nunmehr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen werden, um unsere vier Primärversorgungszentren zu realisieren", gibt die Landesrätin bekannt.

© LPD Kärnten/Varh

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Bis zum jet­zi­gen Zeit­punkt waren ihnen die Hän­de gebun­den. Denn es bestand kei­ne Mög­lich­keit, in das Ver­fah­ren zur Errich­tung von Pri­mär­ver­sor­gungs­ein­hei­ten ein­zu­grei­fen. “Wir konn­ten nichts tun, außer den Ärz­ten finan­zi­el­le Unter­stüt­zun­gen zuzu­si­chern. Wir haben für jedes PVE zuge­sagt, bis zu 1,2 Mil­lio­nen Euro an Anschub­fi­nan­zie­rung aus­zu­schüt­ten. Trotz die­ser 1,2 Mil­lio­nen wur­de nur ein Pri­mär­ver­sor­gungs­zen­trum, das Medi­ne­um in Kla­gen­furt Anna­bichl, eröff­net“, erklärt Lan­des­rä­tin Bea­te Prett­ner.

Es wird aktiv vor­an­ge­trie­ben

Mit der Geset­zes­än­de­rung, die auf Bun­des­ebe­ne mit Ende des Jah­res 2023 wirk­sam wur­de, ist es nun den Län­dern mög­lich, die Errich­tung eines Ärz­te­zen­trums vor­an­zu­trei­ben. Und die­se Chan­cen wür­den jetzt in Kärn­ten aus­ge­schöpft wer­den. „Wir sind uns in dem Gespräch einig gewor­den, dass wir alle uns nun­mehr zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel nut­zen wer­den, um unse­re vier Pri­mär­ver­sor­gungs­zen­tren zu rea­li­sie­ren. Wir kön­nen und wol­len nicht mehr län­ger war­ten, bis sich die Ärz­te­kam­mer und die ÖGK einig wer­den“, infor­miert Prett­ner. Über das ver­kürz­te Ver­fah­ren wer­de man bereits nächs­te Woche die ers­ten Schrit­te für ein neu­es PVE set­zen. Die­ses neue PVE wird am Stand­ort Vil­lach rea­li­siert.

Die anvi­sier­ten Stand­or­te

Der Start­schuss für die wei­te­ren drei PVE sol­len kurz danach fol­gen. Die Stand­or­te sind für Wolfs­berg, Völ­ker­markt und Spit­tal anvi­siert. Rea­li­siert wer­den sol­len sie bis 2025. So ist es auch im Regio­na­len Struk­tur­plan Gesund­heit 2025 vor­ge­se­hen. „Im RSG 2025 sind fünf PVE geplant. Und die­se hät­ten wir dann, wenn wir das ver­kürz­te Ver­fah­ren anwen­den.“ Trotz­dem hofft Prett­ner, dass die Ärz­te­kam­mer wie­der mit an Bord geholt wer­den kann. Bis dato sei es lei­der so, dass die Kärnt­ner Ärz­te­kam­mer, als ein­zi­ge Ärz­te­kam­mer in Öster­reich, den PVE-Gesamt­ver­trag mit der ÖGK noch nicht unter­zeich­net hat.

Gemein­sa­me Weg

Auch für den aktu­ell amtie­ren­den Obmann der ÖGK, Mat­thi­as Krenn, sei es bedau­er­lich, dass es nach wie vor kei­ne Ver­trags­un­ter­zeich­nung gibt: „Des­halb gehen nun das Land Kärn­ten und die öster­rei­chi­sche Gesund­heits­kas­se den gemein­sa­men Weg ohne Ärz­te­kam­mer.“ Für Krenn haben PVE abso­lu­te Dring­lich­keit, weil sie ein wich­ti­ges Instru­men­ta­ri­um sind, die Grund­ver­sor­gung im nie­der­ge­las­se­nen Bereich zu stär­ken.

10.02.2024 12:30 - Update am: 10.02.2024 14:32
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Land Kärn­ten star­tet „ver­kürz­tes Ver­fah­ren“ für neue PVE„Wir sind uns in dem Gespräch einig geworden, dass wir alle uns nunmehr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen werden, um unsere vier Primärversorgungszentren zu realisieren", gibt die Landesrätin bekannt.

© LPD Kärnten/Varh