Unterstützung
Kinder und Jugendliche mit ‚Diabetes mellitus‘
Das Mini-Ambulatorium St. Veit an der Glan der pro mente: kinder jugend familie GmbH bietet ab sofort und kostenlos eine begleitende Versorgung für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus an.
© pro mente kärnten
Die Diagnose „Diabetes mellitus“, die von Fachärzten gestellt wird, kommt oft unerwartet. Diese stellt Kinder und Jugendliche sowie deren Familien vor große Herausforderung und geht mit verschiedenen Gefühlen wie Schock, Schuld, Angst, … einher. Zunächst ist es für die betroffenen Kinder und Jugendlichen wichtig, eine stabile Stoffwechsellage zu erreichen und die Familien ausführlich zu schulen. Je mehr die Kinder und Jugendlichen über ihre Erkrankung wissen, desto besser kann diese in den Alltag integriert und Unsicherheiten, Ängsten und Sorgen begegnet werden.
Mini-Ambulatorium bietet kostenlos Unterstützung
Belastungen (bspw. aufgrund unzureichender Stoffwechsellagen, stationärer Aufnahmen, mangelnder sozialer und emotionaler Bewältigungsstrategien, fehlender Unterstützung) in Zusammenhang mit der Erkrankung können bei Kindern und Jugendlichen psychische Probleme, Störungen und Erkrankungen auslösen. Daher bietet das Mini-Ambulatorium St. Veit/Glan der pro mente: kinder jugend familie GmbH ab sofort und kostenlos eine begleitende klinisch-psychologische Versorgung für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus an. Zudem können die Kinder und Jugendlichen im Mini-Ambulatorium auch eine fachärztliche Beratung und Behandlung in Anspruch nehmen. Das Angebot richtet sich laut Ambulanz-Bereichsleiterin Tanja Bleis „konkret an jene Kinder und Jugendlichen, die Schwierigkeiten bei der Krankheitsbewältigung und Integration in den Alltag haben und dadurch psychisch belastet sind.“ Die Kinder und Jugendlichen werden im Mini-Ambulatorium dabei unterstützt, die Erkrankung zu akzeptieren, Wissen im Umgang mit diabetesbezogenen Belastungen und Krisen aufzubauen und soziale und emotionale Kompetenzen zu entwickeln, um mit herausfordernden Situationen besser umgehen zu können.
Höheres Risiko für psychische Belastungen
„Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus haben gegenüber stoffwechselgesunden Gleichaltrigen ein erhöhtes Risiko für psychische Belastungen, da das Annehmen der Diagnose, die Auseinandersetzung mit der Erkrankung und die Integration der Therapien in den Alltag für die Familien große Anpassungsleistungen erfordern“, sagt Bleis. Da die Erkrankung das soziale Umfeld betrifft, wird die gesamte Familie in die Versorgung miteingebunden. Nicht übersehen werden dürfen hierbei die Geschwisterkinder. Da die Eltern verständlicherweise sehr gefordert sind, müssen sich Geschwister oftmals hinter dem kranken Kind einreihen und können sich dadurch zurückgestellt fühlen.

Was ist Diabetes mellitus?
Gemäß der „Österreichischen Diabetes Gesellschaft“ bezeichnet Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch (Blut-)Zuckerkrankheit genannt, eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, deren gemeinsamer Befund die Erhöhung des Blutglukosespiegels (Hyperglykämie) ist. Im Kindes- und Jugendalter kommt der Typ-1-Diabetes mit weltweit steigender Inzidenz am häufigsten vor. Mit der Diagnose sind weitreichende Veränderungen der Lebensgewohnheiten verbunden und erfordert neben der lebenslangen Behandlung mit Insulin viel Wissen und eine Anpassung des Lebensstils.
Kontakt für Eltern
Kontakt für Eltern: Mini-Ambulatorium St. Veit an der Glan Telefon: 04212 36 950, miniamb-stveit@promente-kijufa.at, www.promente-kijufa.at