Bergbahnen
Möglicher Investor lässt Mölltaler hoffen!
Kommt jetzt doch Bewegung in die angeblich festgefahrenen bzw. abgebrochenen Verhandlungen zwischen den bisherigen Betreibern der Großglockner Bergbahnen und einer möglichen neuen Investorengruppe?
© baccaelfo/Pixabay
Laut einer Meldung der „Kleinen Zeitung“ sieht es danach aus – und die Menschen im Mölltall schöpfen wieder Hoffnung! Mit Mehrfach-Geschäftsführer Thomas Seitlinger taucht ein bekannter Unternehmer auf, der bundesweit in Wirtschaftskreisen über einen beeindruckenden Namen verfügt (von der Thomas Group in Oberösterreich über die Burgarena Finkenstein bis zum Hochrindl-Nockalm-Projekt). Er besitzt in Heiligenblut den Kärntnerhof und das Haus Senger und kann deshalb die Lage des Skigebietes rund um das Oberkärntner Tourismusparadies bestens abschätzen. Angeblich gilt es schon länger als „offenes Geheimnis“, dass sich Seitlinger als Investor um die Großglockner Bergbahnen bemüht. Nach der Ankündigung der derzeitigen Betreiber (zwei Familien), nach angeblich geplatzten Verhandlungen mit dem unbekannten Investor und dem Land Kärnten aus finanziellen Gründen die Fleissalm-Lifte schließen zu wollen, herrschte bei der Bevölkerung in der Region Resignation und Ratlosigkeit. In einem Interview erklärte hingegen Projektexperte Thomas Seitlinger: „Es haben sich mehrere Personen gefunden, die ihr Interesse an den Großglockner Bergbahnen bekundet haben. Sie sind unter gewissen Umständen an einer sinnvollen Weiterentwicklung und zu einer Übernahme bereit….“
Wie berichtet haben die derzeitigen Betreiber u. a. Verhandlungen mit der Investorengruppe (vertreten vom Klagenfurter Anwalt Ferdinand Lanker) abgebrochen, weil diese vorerst anonym bleiben wollte. Die Tomas Group argumentiert, dass dies bei solchen Vertragsverhandlungen und Übernahme-Gesprächen durchaus üblich sei und stets ein deklarierter Sprecher die Interessenten einer möglichen Käufergruppe vertreten würde.
Bekanntlich soll das Heiligenbluter Sikgebiet um einen Euro abgelöst werden – inklusive der Übernahme aller Verbindlichkeiten (offensichtlich ein Millionenbetrag). Unter diesen Bedingungen hatte seinerzeit auch die aktuelle Betreibergruppe den Bergbahnen-Betrieb übernommen. Wie es jetzt weitergeht, ist vorerst noch unklar. Werden die Fleisslifte doch geschlossen, abgebaut und verkauft? Das würde, meinen heimische Touristiker und besorgte Lokalpolitiker, zu einem unweigerlichen „Aus“ der gesamten Anlage führen. Oder erfolgt doch eine gelungene Übernahme des Tourismusbetriebes? Derzeit gibt es von der Betreibergesellschaft keine Stellungnahme dazu. Und die Mölltaler Bevölkerung? Sie hofft weiterhin auf eine „anständige Lösung“, also auf einen umfangreichen Weiterbetrieb „ihres“ idyllischen Skigebietes. Mit entsprechenden Innovationen und notwendigen Investitionen. Eines scheint klar: Die Thomas Group könnte, falls sie doch zum Zug kommt, der gesamten Region neues Leben einhauchen. Und die Stoßgebiete der Heilgenbluter reißen nicht ab. Sie hoffen auf ein rasches Osterwunder!
-mg