Solarthermische Anlage

Größ­ter Solar­park Öster­reichs in Frie­sach eröff­net

Die größte solarthermische Anlage Österreichs, der Solarpark Friesach, wurde heute von Umweltministerin Leonore Gewessler und Landeshauptmann Peter Kaiser eröffnet.

Solarpark Gemeinsam für den Klimaschutz: Vertreter der Bundes- und Landespolitik mit den Initiatoren des Projekts

© Kelag

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Der neue Solar­park In Frie­sach ist die größ­te solar­ther­mi­sche Anla­ge Öster­reichs. Sie deckt in den Som­mer­mo­na­ten den Warm­was­ser­be­darf der Fern­wär­me­kun­den in Frie­sach zu hun­dert Pro­zent ab und trägt in der Über­gangs­zeit zur Hei­zung bei. 2,5 Mil­lio­nen Kilo­watt­stun­den kom­men in Zukunft aus der solar­ther­mi­schen Groß­an­la­ge, das ent­spricht dem Jah­res­ver­brauch von rund 500 Woh­nun­gen.

Rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie

Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser sag­te heu­te bei der Eröff­nung: „Eigent­lich soll­te es für den Bereich rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie einen Nobel­preis geben. Und Sie alle hier hät­ten ihn ver­dient.“ Lan­des­rä­tin Sara Schaar, Umwelt- und Ener­gie­re­fe­ren­tin des Lan­des Kärn­ten, hob die inten­si­ve Suche nach einer geeig­ne­ten Flä­che für die Anla­ge her­vor. Sie ver­wies auf die Kärnt­ner Stra­te­gie, nach der zuerst ver­sie­gel­te Flä­chen wie Dächer, Fas­sa­den oder Infra­struk­tur­flä­chen für Solar- und Pho­to­vol­ta­ik-Vor­ha­ben zu nut­zen sind. „Hier in Frie­sach han­delt es sich um ein Quell­schutz­ge­biet und dem­nach um eine Infra­struk­tur­flä­che“, erklär­te Schaar.

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Umwelt­mi­nis­te­rin Leo­no­re Gewess­ler und Kelag-Vor­stand Man­fred Frei­tag heu­te bei der Eröff­nung
© Kelag

Drei Kärnt­ner Unter­neh­men

Der Solar­park Frie­sach wur­de von drei Kärnt­ner Unter­neh­men gemein­sam umge­setzt: „Unser Kraft­werk“ errich­te­te den Solar­park, die Fern­wär­me­lei­tung und den Puf­fer­spei­cher und finan­zier­te das Pro­jekt über ein Bür­ger­be­tei­li­gungs­mo­dell. Der Welt­markt­füh­rer bei Solar­pa­nelen, „GREE­Non­e­TEC“ aus St. Veit, lie­fer­te die 436 Groß­flä­chen­kol­lek­to­ren. Die Solar­wär­me wird in das Fern­wär­me­netz der Kelag Ener­gie & Wär­me GmbH ein­ge­speist und zu den Kun­den in der Stadt Frie­sach gelie­fert.

„Unser Kraft­werk“

„Unser Kraft­werk“ ist einer der größ­ten öster­rei­chi­schen Betrei­ber von Photo­vol­ta­ik-Anla­gen mit Bür­ger­be­tei­li­gung, der Sitz des Unter­neh­mens befin­det sich in Kla­gen­furt. Mit dem fast 6.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Solar­park Frie­sach betrat das Unter­neh­men Neu­land. Rund zwei Mil­lio­nen Euro wur­den in die­ses inno­va­ti­ve und weg­wei­sen­de Kli­ma­schutz-Pro­jekt inves­tiert, das vom Kli­ma- und Ener­gie­fonds und vom Land Kärn­ten geför­dert wur­de.

„GREE­Non­e­TEC“

Der Solar­park Frie­sach ist in sei­ner Grö­ße und Kon­zep­ti­on ein­zig­ar­tig in Öster­reich. Die Son­nen­kol­lek­to­ren für die größ­te Solar­ther­mie­an­la­ge Öster­reichs pro­du­zier­te das Unter­neh­men „GREE­Non­e­TEC“. Sie ist der Welt­markt­füh­rer in der Pro­duk­ti­on von ther­mi­schen Son­nen­kol­lek­to­ren. „GREE­Non­e­TEC“ ver­fügt über eine Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät von 1,6 Mil­lio­nen Qua­drat­me­tern Flach­kol­lek­to­ren. Das Unter­neh­men expor­tiert mehr als 85 Pro­zent sei­ner Pro­duk­ti­on in mehr als hun­dert Län­der. In Euro­pa hat „GREE­Non­e­TEC“ einen Markt­an­teil von 30 Pro­zent.

Kelag Ener­gie & Wär­me GmbH

Die Wär­me aus dem Solar­park Frie­sach wird in das mehr als zehn Kilo­me­ter lan­ge Fern­wär­me­netz der Kelag Ener­gie & Wär­me GmbH ein­ge­speist. 2,5 Mil­lio­nen Kilo­watt­stun­den kön­nen nun mit der Wär­me aus dem Solar­park Frie­sach gedeckt wer­den, das ent­spricht dem Jah­res­be­darf von rund 500 Woh­nun­gen. Rund 13 Mil­lio­nen Kilo­watt­stun­den des Wär­me­be­darfs in der Stadt Frie­sach wer­den mit Bio­mas­se gedeckt. In der Über­gangs­zeit und im Win­ter kann die Kelag Ener­gie & Wär­me GmbH mit dem gro­ßen Wär­me­spei­cher außer­dem den Ein­satz der bei­den Bio­mas­se­kes­sel opti­mie­ren. Das Toch­ter­un­ter­neh­men der Kelag mit Sitz in Vil­lach betreibt in ganz Öster­reich rund 85 Fern­wär­me­net­ze. Die Inte­gra­ti­on von Solar­ther­mie in die­sem gro­ßen Aus­maß bedeu­tet für die Kelag Ener­gie & Wär­me eine abso­lu­te Inno­va­ti­on.

16.08.2021 16:34
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