Festakt
25 Jahre Julius-Kugy-Klassen: Empfang von Pirc Musar
Landeshauptmann Peter Kaiser traf im Vorfeld der Festveranstaltung des slowenischen Gymnasiums in Völkermarkt Sloweniens Staatspräsidentin Pirc Musar zum Arbeitsgespräch.
Staatspräsidentin Pirc Musar, Landeshauptmann Peter Kaiser und Bürgermeister Markus Lakounigg (von links).© Ideen für Völkermarkt
Deutsch, Slowenisch, Italienisch, Englisch: Dass viele Sprachen viele Chancen eröffnen, stellen die Julius-Kugy-Klassen am slowenischen Gymnasium in Klagenfurt seit 25 Jahren unter Beweis. Das Jubiläum wurde am Donnerstag (16. Mai 2024) in der Neuen Burg in Völkermarkt gefeiert. Landeshauptmann Peter Kaiser traf im Vorfeld mit der slowenischen Staatspräsidentin Pirc Musar zu einem Arbeitsgespräch im Trauungssaal der Stadtgemeinde zusammen. Dabei ging es um die gute bilaterale Zusammenarbeit sowie um die weitere Entwicklung der slowenischen Volksgruppe in Kärnten und der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien. Die traditionelle „Schulakademie/Šolska akademija“ des Gymnasiums wurde auch genutzt, um sich von Schulleiterin Zalka Kuchling zu verabschieden.
Verbesserungen für das Zusammenleben
Kaiser sagte nach dem Gespräch mit der Staatspräsidentin, dass diese die Fortschritte um die Entwicklung der slowenischen Volksgruppe in Kärnten gewürdigt habe. Weitere Initiativen werde es zur Sprachförderung, insbesondere in Bezug auf die Kindergartenpädagogik geben. Auch die slowenische Musikschule Glasbena šola wolle man laufend weiterentwickeln. „Wir haben schon viel erreicht und wollen alles tun, um das Zusammenleben weiter zu intensivieren und weiter zu verbessern. Es geht uns dabei um nachhaltige Maßnahmen“, betonte der Landeshauptmann.
“Pflege regionaler Identität”
Bei der Festveranstaltung zu 25 Jahre Julius-Kugy-Klassen bezeichnete Kaiser diese als Leuchtturmprojekt der Bildung sowie der Pflege regionaler Identität. Vielfalt fördere und die Investition in Sprachen sei eine Investition in den Frieden. Namenspatron Julius Kugy sei beispielgebend für dieses Zusammenführen der Sprachen und Kulturen gewesen. Der Landeshauptmann hob hervor, dass die Julius-Kugy-Klassen wissenschaftlich begleitet werden und dass das Konzept auf Internationalität, Austausch und Kennenlernen anderer Kulturen setzt.
Vielfalt verleihe Aufschwung
Staatspräsidentin Musar hob die Wichtigkeit einer Kultur des Akzeptierens und Akzeptiertwerdens hervor. Die EU habe Länder zusammengeführt, die durch die Lasten ihrer Vergangenheit und Misstrauen getrennt waren. „Vielfalt verleiht uns Aufschwung“, meint Musar. Slowenien und Österreich seien wirtschaftlich und infrastrukturell eng verflochten, aber auch durch die slowenische Minderheit in Österreich und die deutschsprachige Gemeinschaft in Slowenien. Die Staatspräsidentin hob die Bedeutung zweisprachiger Bildungseinrichtungen ebenso hervor wie der slowenischen Vereine und Kulturschaffenden. Sprache müsse ihre öffentliche Dimension bewahren.
Viele Ehrengäste kamen nach Völkermarkt
Der Feier wohnten unter anderem auch Österreichs Botschafterin in Slowenien, Elisabeth Ellison-Kramer, der slowenische Generalkonsul Anton Novak und Bürgermeister Markus Lakounigg bei. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Oberstufenchor/Zbor višje stopnje unter Leitung von Roman Verdel, der Unterstufenchor/Zbor nižje stopnje unter Leitung von Sandra Lampichler sowie der Gemischte Chor Lipa/Mešani pevski zbor Lipa.
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