Vor Blumenhalle
Demo: Naturschutz und Raumordnung lehnen Steinbruch ab
Bei einer mündlichen Verhandlung der Bezirkshauptmannschaft St. Veit erzielte die Bürgerinitiative einen Etappensieg. 80 Anrainer protestierten am 16. Mai vor der Blumenhalle in St. Veit/Glan gegen den neuen Steinbruch am Windischberg.
Die Gemeinden Kappel am Krappfeld und St. Georgen am Längsee sind gegen den geplanten Neupersteinbruch in Unterpassering. Die Verhandlung der Bezirkshauptmannschaft St. Veit dauerte zehn Stunden. Die Fachliche Raumordnung des Landes Kärnten kritisierte das Projekt schriftlich als raumplanerisch bedenklich.
Negative Gutachten
Der Amtssachverständige für Naturschutz des Landes Kärnten lehnte das Projekt ebenfalls ab, da es 18 geschützte Pflanzen sowie 43 Vogel- und 11 Fledermausarten gefährdet. Staubbelastungen könnten zusätzlich die Umgebung beeinträchtigen.
Forderung an Landesrätin Schaar
Gerald Seiler, Obmann der Bürgerinitiative, fordert Naturschutz-Landesrätin Sara Schaar auf, Stellung gegen den Steinbruch zu beziehen. Bürgermeisterin Andrea Feichtinger von Kappel und die Gemeinde St. Georgen am Längsee äußerten ebenfalls Bedenken.
172 Einwendungen
172 Anrainer hatten Einwendungen gegen das Projekt eingebracht. Die Verhandlung wurde auf den 16. August 2024 verschoben, um alle Einwendungen zu prüfen. Gerald Seiler sieht darin einen Teilerfolg der Bürgerinitiative.
Naturschutzrechtliche Verfahren folgt
Nach dem MinroG-Verfahren folgt das naturschutzrechtliche Verfahren. Seiler fordert die Behörde auf, das Vorhaben endgültig zu stoppen. Die Stellungnahmen von Naturschutz und Raumordnung zeigen deutlich die Notwendigkeit dafür.
