Regierungssitzung

Kärnt­ner Kunst- und Kul­tur­stra­te­gie nimmt Fahrt auf

Landeshauptmann Peter Kaiser, Kulturabteilungsleiterin Winkler-Komar und Berater Lücke informieren über Prozessfortschritt. Zukunftsforum am 14. Juni in Bleiburg/Pliberk.

Kulturabteilungsleiterin Brigitte Winkler-Komar, LH Peter Kaiser, Berater Sebastian Lücke Kulturabteilungsleiterin Brigitte Winkler-Komar, LH Peter Kaiser, Berater Sebastian Lücke

© Büro LH Kaiser

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Die Ent­wick­lung der Kunst- und Kul­tur­stra­te­gie Kärnten/Koroška geht in die nächs­te Pha­se. Nach ers­ten Bestands­auf­nah­men zur Ist-Situa­ti­on star­tet jetzt der par­ti­zi­pa­ti­ve Pro­zess gemein­sam mit Kul­tur­schaf­fen­den, der Bevöl­ke­rung sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern aus den ver­schie­dens­ten Berei­chen. Kul­tur­re­fe­rent Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser kün­dig­te heu­te, Diens­tag, im Pres­se­foy­er nach der Regie­rungs­sit­zung für 14. Juni das ers­te von ins­ge­samt sechs Zukunfts­fo­ren an. Es wird von 14.00 bis 18.00 Uhr im Kul­tur­ni dom in Bleiburg/Pliberk zum Schwer­punkt­the­ma „Ver­net­zung und Koope­ra­ti­on“ statt­fin­den. Außer­dem ist die drei­spra­chi­ge Web­site gera­de online gegan­gen. Kul­tur­ab­tei­lungs­lei­te­rin Bri­git­te Wink­ler-Komar und Sebas­ti­an Lücke vom beglei­ten­den Bera­tungs­un­ter­neh­men acto­ri rufen zum Mit­dis­ku­tie­ren, Mit­ma­chen sowie Ein­brin­gen von Ideen auf.

Drei Ver­an­stal­tun­gen geplant

Kai­ser erklärt, dass man sechs The­men­bau­stei­ne für die Zukunfts­fo­ren fest­ge­legt hat: „Ver­net­zung und Koope­ra­ti­on“, „Erbe im Wan­del bewah­ren und ent­wi­ckeln“, „Räu­me der Kunst und Kul­tur, Bau­kul­tur“, „Kul­tur­mar­ke­ting und Sicht­bar­keit“, „Unter­stüt­zung für die Kul­tur“ sowie „Zugän­ge zu Kunst und Kul­tur“. Jeweils drei Foren sol­len heu­er und im nächs­ten Jahr statt­fin­den, ihnen fol­gen dann Work­shops zur Aus­de­tail­lie­rung kon­kre­ter Ergeb­nis­se und Zie­le. „Eine der Stär­ken dabei wird die Bunt­heit und Viel­falt der Teil­neh­men­den sein“, ist der Lan­des­haupt­mann über­zeugt. Als Stär­ken Kärn­tens sieht er die Viel­falt im kul­tu­rel­len Leben und vor allem auch die Zwei­spra­chig­keit. Auf­hol­be­darf gäbe es bei der Ver­knüp­fung von Kul­tur und Tou­ris­mus sowie bei der Koope­ra­ti­on und Ver­net­zung der kul­tu­rel­len Ange­bo­te. „Oft fin­den gro­ße Ver­an­stal­tun­gen gleich­zei­tig statt, was für Publi­kum und Ver­an­stal­ter scha­de ist“, sagt er dazu.

Hoher Andrang zum Zukunfts­fo­rum

Wink­ler-Komar sagt, dass zum Zukunfts­fo­rum in Bleiburg/Pliberk bis zu 150 Men­schen kom­men kön­nen: „Wir haben die Anmel­dun­gen beim Auf­takt nicht limi­tiert. Schon jetzt, nur weni­ge Tage nach dem Ver­sen­den der Ein­la­dun­gen, haben sich 100 Men­schen dafür ange­mel­det.“ Zu den Work­shops wer­den dann bis zu 20 Per­so­nen auf Vor­schlag des Kul­tur­gre­mi­ums und der Inter­es­sens­ge­mein­schaf­ten ein­ge­la­den. Dort sol­le auf Fach­leu­te­ebe­ne dis­ku­tiert wer­den. „Errei­chen wol­len wir im Pro­zess die gesam­te Bevöl­ke­rung Kärn­tens und alle, die mit der Quer­schnitts­ma­te­rie Kunst und Kul­tur zu tun haben“, so die Kul­tur­ab­tei­lungs­lei­te­rin. Im Aus­tausch ste­he Kärn­ten bezüg­lich Kunst- und Kul­tur­stra­te­gie auch mit der Stei­er­mark, Tirol und Slo­we­ni­en. Hier­bei gehe es ins­be­son­de­re auch um kul­tur­tou­ris­ti­sche Pake­te. „Und bei den Maß­nah­men ste­hen die Mach­bar­keit und Umsetz­bar­keit im Vor­der­grund. Wir müs­sen Lösun­gen ent­wi­ckeln, die mit bud­ge­tä­ren Rah­men­be­din­gun­gen ver­ein­bar sind“, betont sie. Wink­ler-Komar geht es zudem dar­um, dass durch den Pro­zess der Mehr­wert von Kunst und Kul­tur für die Men­schen in unse­rem Land noch stär­ker sicht­bar wird.

30 Inter­views geführt

Bera­ter Lücke sagt, dass man die Bestands­auf­nah­me auf vier Säu­len gestellt habe: „Wir haben Inter­views mit über 30 Akteu­rin­nen und Akteu­ren aus allen Spar­ten geführt, eine Daten­ana­ly­se gemacht, eine Trend­ana­ly­se in Bezug auf Ent­wick­lun­gen der gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Ebe­ne durch­ge­führt und Kick-off-Work­shops mit rund 80 Stake­hol­de­rin­nen und Stake­hol­dern abge­hal­ten.“ Dabei sei­en schon vie­le Infor­ma­tio­nen, Fra­ge­stel­lun­gen und The­men ein­ge­bracht wor­den. Als Stär­ken Kärn­tens haben sich laut Lücke unter ande­rem die Viel­falt in Kunst und Kul­tur, die Mehr­spra­chig­keit, die Lage im Alpen-Adria-Raum sowie das gro­ße Enga­ge­ment der pro­fes­sio­nell und auch ehren­amt­lich Täti­gen her­aus­ge­stellt. Als Her­aus­for­de­run­gen sehe man unter ande­rem die Ver­net­zung und Koope­ra­ti­on sowie das Schaf­fen von Zugän­gen zu Kunst und Kul­tur. Aus der Ver­net­zung ergä­ben sich vie­le Chan­cen, so hin­sicht­lich der künst­le­ri­schen Pro­duk­ti­on, der Nut­zung von Syn­er­gien bis hin zum Abho­len von För­de­run­gen. Aus sei­ner bis­he­ri­gen Erfah­rung mit den ver­schie­de­nen Akteu­rin­nen und Akteu­ren kann er klar sagen: „Die Ener­gie ist da.“

Details

Infos unter: www.kulturstrategie-kaernten.at

21.05.2024 08:12 - Update am: 30.05.2024 08:32
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