Umwelt
Heimliche Helden in Orange
Die knapp 180 Mädels und Jungs der Klagenfurter Abteilung Entsorgung kümmern sich täglich um unseren Mist. Und sorgen mit ihrem Einsatz dafür, dass Klagenfurt sauber bleibt.
Während sich die meisten Klagenfurterinnen und Klagenfurter noch einmal gemütlich in ihrem kuscheligen Bettchen umdrehen, rückt die “Soko-Orange” bereits aus. Um 5.30 Uhr ertönt unerbittlich das Startsignal, völlig wetterunabhängig, auch wenn es stürmt, regnet oder schneit. Nicht weniger als 18 Teams der städtischen Müllabfuhr, unterstützt durch die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Entsorgung, sind dafür verantwortlich, dass es in der Kärntner Landeshauptstadt nicht zum Himmel stinkt.
22.000 Tonnen Restmüll im Jahr
Die heimlichen Helden in Orange heißen nicht Superman, Batman oder Spiderman. Nein, sie heißen schlicht und einfach Müllwerker oder in unserem Fall Peter, Michael und Marcell. Mit ihren Kollegen und mit insgesamt 28 eigenen Fahrzeugen holen sie die Müllbehälter der Klagenfurter Haushalte quasi vor der Haustüre ab, entleeren sie und stellen sie auch wieder zurück. Die Zahlen einer Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern sind dabei mehr als beeindruckend, wenn sie auch etwas nachdenklich machen. Nicht weniger als 22.000 Tonnen Restmüll produzieren die Landeshauptstädter im Jahr, entsorgt in 120- bzw. 240-Liter-Restmülltonnen, aber auch in schweren 1.100-Liter-Containern. Zusätzlich sind es 7.200 Tonnen Bio-Abfälle, 6.300 Tonnen Altpapier und 1.700 Tonnen Leicht- und Metallverpackungen. Bis ein einzelner Müllwagen mit rund 20 Kubikmetern Klagenfurter Mist befüllt ist, legt das betreffende Team täglich rund 30 Kilometer im Stadtgebiet zurück und entleert damit hunderte Restmülltonnen, welche schlussendlich in der Abladestation Hörtendorf landen. Der Klagenfurter Restmüll wird dann weiter in die Müllverbrennungsanlage Arnoldstein geschickt.
Klagenfurter Kanalnetz: 606 km lang
Und da gibt es auch noch die rund 40 Kollegen von der Kanaltruppe, welche ebenfalls in der Abteilung Entsorgung angesiedelt sind. Ein 606 kam langes Kanalnetz gilt es in Schuss zu halten, denn jährlich fließen rund 15 Millionen Kubikmeter Abwasser durch die Kanäle der Landeshauptstadt bis in die Kläranlage zur weiteren Aufbereitung. Zur besseren Wartung wird dieses Kanalnetz auch laufend mit einer speziellen Kamera befahren. Aber damit nicht genug, es geht auch um den Hochwasserschutz. Das heißt fünf große Rückhaltebecken zu warten und für den hochwassersicheren Ausbau sowie Erhaltung der öffentlichen Gewässer zu sorgen.
Rundumservice in Orange kommt an
Die Klagenfurterinnen und Klagenfurter schätzen ihre heimlichen Helden in Orange. Zu sehen auch bei einem spontanen Lokalaugenschein in Klagenfurt-Wölfnitz. Hausbesitzerin Waltraud Sprachmann ist begeistert. “Ohne unsere Müllmänner würden wir überall in unserem eigenen Müll ersticken”, meint die rüstige Pensionisten und bedankt sich persönlich bei den Männern in Orange. “Unsere Entsorgungsmitarbeiter sind täglich und bei jedem Wetter für Klagenfurt im Einsatz”, kommentiert der Leiter der Entsorgung, Gernot Bogensberger. Und weiter: “Unser Service für die Bürger ist von gegenseitigem Respekt und einem Umgang auf Augenhöhe geprägt!” Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Lokalaugenschein in Klagenfurt-Wölfnitz. Hausbesitzerin Waltraud Sprachmann weiß das Rundum-Service der heimlichen Helden in Orange zu schätzen.
(Foto: StadtKommunikation/Zangerle)
