Vermehrung in freier Wildbahn
Die amerikanischen Schmuckschildkröten, einst beliebte Haustiere, leben inzwischen in zahlreichen Gewässern im Villacher Stadtgebiet. Aufgrund des Klimawandels überleben sie problemlos und vermehren sich weiter.
Gefahr für heimische Artenvielfalt
„Diese invasive Art ernährt sich vor allem von Fischbrut und Amphibieneiern, was eine große Gefahr für die heimische Artenvielfalt darstellt“, sagt Villachs leitende Amtsveterinärin, Theresia Meschik.
Neue Auffangstation im Tierheim
Die bisher raren und überfüllten Auffangstellen wurden durch eine neue Initiative ergänzt. Hannes Mattersdorfer, Obmann des Villacher Tierschutzvereines, erklärt: „Fund-Schildkröten können jetzt legal im Tierheim in der St. Georgener Straße abgegeben werden. Wir haben einen kleinen Kunstteich mit einem ausbruchssicheren Zaun errichtet, wo die Schildkröten bis zu ihrem natürlichen Ableben untergebracht werden.“
Anzeige
Aufklärungsarbeit und Registrierung
Veterinär-Referent Stadtrat Christian Pober betont die Bedeutung der gesicherten Unterbringung und die Aufklärungsarbeit: „Schmuckschildkröten in privaten Gehegen müssen über das Natur- und Umweltschutzamt registriert werden.“ Veterinärin Meschik fügt hinzu: „Wir sind bei unserem Monitoring auf die Hilfe der Villacher angewiesen, um den Bestand frei lebender Schildkröten abschätzen zu können.“
Wissenswert
Infos zur Fundtierangabe, Sichtungen und Meldung von Haltungen: Tel.: 04242 205 DW 2581 Sichtungen auch per Email an veterinaer@villach.at.