Kärntner Liga
Köttmannsdorf auf dem Weg nach oben
ASKÖ Köttmannsdorf, Tabellensechster der Kärntner Liga, sammelt fleißig Punkte. Mitverantwortlich dafür ist Trainer Rudi Perz. Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ erzählt er vom Derby-Erfolg gegen seinen besten Freund.
Nach sechs Spielen in der Kärntner Liga hat der ASKÖ Köttmannsdorf zehn Punkte auf seinem Konto. Am vergangenen Wochenende gab es auswärts einen 3:1‑Derbysieg gegen den SV St. Jakob im Rosental. „Es ist natürlich schön, wenn man gegen seinen besten Freund gewinnt. Alexander Suppantschitsch, Trainer bei St. Jakob, und ich wohnen Tür an Tür in einem Doppelhaus. Nach dem Spiel haben wir gemeinsam ein Bier getrunken und sind anschließend auf Kurzurlaub gefahren. Wir wissen eben, wie man Spiele nachbespricht“, schmunzelt Perz.
Eine schwere Saison
Die laufende Saison ist so schwer wie noch nie. „Jeder kann jeden schlagen. Das ist gut, weil es die Liga spannend macht. Man muss jeden Gegner ernst nehmen und mit Respekt gegenübertreten, sonst erlebt man ein blaues Wunder“, ist der Trainer überzeugt. In der Übertrittszeit tat sich beim ASKÖ Köttmannsdorf nicht viel. „Wir haben Butrin Gjoci von den WAC Amateuren und Ziga Erzen aus Slowenien geholt. Ziga ist der Bruder von Nace Erzen, der schon länger bei uns spielt. Verlassen haben uns Fabian Krenn nach Pörtschach, Philipp Gatti nach Landskron und Marco Gössmann zum DSG Ferlach. Das Aushängeschild meiner Mannschaft ist Verteidiger Stephan Borovnik: Er ist ein Vorbild für die gesamte Mannschaft“, betont Perz.
Die Legionäre
Im Kärntner Fußball sind aktuell viele slowenische Fußballer aktiv. „In Zeiten von Lockdowns haben sehr viele Spieler aufgehört. Sie haben gemerkt, dass es ohne Fußball auch sehr schön sein kann. Deshalb sind auf dem Kärntner Fußballmarkt kaum Spieler zu kriegen. In Köttmannsdorf sind wir zehn Jahre ohne Slowenen ausgekommen, mittlerweile spielen bei uns schon drei. In St. Jakob laufen bereits fünf Slowenen auf das Spielfeld, in Maria Saal ist es fast eine komplette slowenische Mannschaft. Hinzu kommt, dass slowenische Fußballer günstiger sind als unsere Spieler“, analysiert Perz.
Das nächste Heimspiel
Am Sonntag (29. August) spielt Köttmannsdorf um 15.30 Uhr zu Hause gegen den Tabellenvorletzten ASKÖ St. Michael ob Bleiburg. „Wir wollen im Heimspiel voll punkten. Wer St. Jakob auswärts besiegt, muss auch zu Hause siegen. Wir sind fast komplett. Krankheitsbedingt fehlt lediglich Dominik Kruschitz, dem ich auf diesem Wege alles Gute wünsche“, erklärt Perz. Das Saisonziel der Rosentaler ist ein Platz im vorderen Drittel der Tabelle. „In der vergangenen Saison waren wir Fünfter – das wollen wir in dieser Saison bestätigen“, blickt Perz voraus.
