Fürnitz
Bürgermeister zu Besuch im „Logistik Center Austria Süd“
Die Bedeutung des LCA (Logistik Center Austria Süd) in Fürnitz als Kärntner Tor zu den Weltmärkten wird mit der Fertigstellung von Koralm-Tunnel und Semmering-Basistunnel zunehmen.
© Öffentlichkeitsarbeit Villach
Bis zum Jahr 2026 sollen Koralm-Tunnel und Semmering-Basistunnel fertiggestellt sein. Um künftig möglichst viel Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagern zu können, sind nicht nur zeitgemäße Strecken wichtig, sondern auch klug verteilte Logistik-Zentren. Über diese Drehscheiben und Terminals entlang der Gleise werden Produkte ver- und entladen, um dann die letzten Meter zu den Menschen zu gelangen.
Bedeutung für Kärntens Wirtschaft
Eines der wichtigsten Logistik-Zentren Österreichs befindet sich in Fürnitz. Um die Zukunftspotenziale des „Logistik Center Austria Süd“ (LCA) zu diskutieren, trafen sich die Bürgermeister der drei größten Zentralraum-Städte in Fürnitz mit der LCA-Geschäftsführung um Udo Tarmann und Julia Feinig-Freunschlag: Die Stadtoberhäupter Christian Scheider (Klagenfurt), Günther Albel (Villach) und Martin Kulmer (St. Veit) zeigten sich von der LCA-Entwicklung beeindruckt und betonten die Bedeutung für Kärntens Wirtschaft.
Umweltschutz und Wirtschaft
„Ein effizientes und serviceorientiertes Logistik-Center ist nicht nur eine Entlastung für regionale Betriebe, weil man gewisse Strukturen nicht selbst aufbauen muss. Es öffnet auch enorme Absatz-Möglichkeiten“, sagte Scheider. Albel ging auf die vernünftige Kombination aus Umweltschutz und Wirtschaft ein: „Die Weltbevölkerung wächst, das bedeutet mehr Güterverkehr. Die Verlagerung auf die Schiene mit angeschlossenen Logistik-Zentren ist die grünste Möglichkeit, diese Herausforderung zu bewältigen.“ Kulmer sieht am Beispiel LCA „ein vernünftiges Zusammenspiel privatwirtschaftlicher und politischer Kräfte – beginnend beim milliardenschweren Ausbau der Bahnstrecken bis hin zu regionalen Verteil-Plattformen.“

Alpen-Adria-Raum
Konkrete Ziele für das LCA nannte Geschäftsführer Udo Tarmann: „Wir wollen zu einer führenden Logistik-Drehscheibe im Alpen-Adria-Raum werden.“ Das LCA steht in Verhandlungen mit interessierten Firmen und Konzernen, die sich für eine Ansiedlung in Fürnitz und die Dienstleistungen des LCA interessieren. Auch das Projekt der Alpe-Adria-Food-Company, einer Vertriebs- und Vermarktungsgesellschaft von qualitativen Lebensmittelprodukten aus dem Alpen-Adria-Raum auf den Weltmärkten, wurde vorgestellt. Mitinitiator Roland Mairitsch: „Wir wollen unseren heimischen Produzenten die Möglichkeit bieten, sich international zu positionieren. Gleichzeitig möchten wir Kärnten durch unsere Produkte und unseren Lebensstil auch als Investitions- und Tourismus-Standort präsentieren“.


