Bürgermeister Markus Lakounigg
Ein „Haus der Region“ für Völkermarkt
Markus Lakounigg und die SPÖ gingen als große Gewinner aus der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl hervor. Welche Vorhaben er für Völkermarkt verfolgt, verrät das Stadtoberhaupt im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
© Erich Varh
Ein Rückblick auf den 28. Februar, den Tag der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl: Die Völkermarkter wählen Markus Lakounigg (SPÖ) mit 53,7 Prozent der Stimmen bereits im ersten Wahlgang zum Bürgermeister. Die SPÖ legt von 49,4 auf 52,6 Prozent zu und festigt die absolute Mehrheit im Gemeinderat.
Durch das Volk legitimiert
„Ich war überwältigt von diesem Ergebnis“, erzählt Lakounigg im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“. Im Vorjahr trat er, gewählt durch den Gemeinderat, die Nachfolge von Langzeit-Bürgermeister Valentin Blaschitz an. Seit 28. Februar ist er auch durch das Volk legitimiert. Seine Prämisse im politischen Alltag: Trotz der Mehrheit im Gemeinderat setzt er auf die Zusammenarbeit aller politischen Fraktionen im Sinne der Entwicklung Völkermarkts und bindet alle politischen Kräften mit ein. Die Aufteilung der Referate und somit die Zuständigkeiten im Stadtrat strebt er Ende April an. „Nach Ostern tauschen wir uns dazu erneut mit allen anderen Fraktionen aus“, kündigt Lakounigg an.
Wirtschaftliche Belebung
Gemeinsam gibt es viele Herausforderungen zu bewältigen. Eine davon ist die (wirtschaftliche) Belebung des Stadtkerns. Dabei spielt die Kommunalgesellschaft der Stadt Völkermarkt eine entscheidende Rolle. „Sie wird leerstehende Liegenschaften genau erheben, um effizientes Leerstandsmanagement zu betreiben“, kündigt der Bürgermeister an. Das Ziel muss es sein, neue Betriebe in Völkermarkt anzusiedeln. „Wenn sich Makler für potentielle neue Betriebe auf Standortsuche begeben, müssen wir auf Knopfdruck abrufen können, was in Völkermarkt zur Verfügung steht“, erklärt Lakounigg.
Beschäftigungsprojekt mit dem AMS
Die Stadtgemeinde selbst möchte mit der Kommunalgesellschaft sowie in Kooperation mit dem Wirtschaftsverein Zukunft Völkermarkt und der Wirtschaftskammer ebenso einen aktiven Beitrag zur Belebung des Stadtkerns leisten. Am Beispiel der Stadt Wolfsberg denkt Lakounigg daran, ein „Haus der Region“ in Völkermarkt zu eröffnen. „Es geht darum, regionale Direktvermarkter, Künstler und Handwerker bei der Vermarktung ihrer Produkte und Werke zu unterstützen“, erläutert Lakounigg. Dafür wird nun ein Standort mit einer Verkaufsfläche von hundert bis 150 Quadratmetern gesucht. Positiver Nebeneffekt: Im Zuge eines Beschäftigungsprojekts mit dem AMS könnten Arbeitslose wieder in den Arbeitsalltag integriert werden.
Autobusbahnhof und Ruderzentrum
Ein weiteres Vorhaben des Bürgermeisters ist die Positionierung des Autobusbahnhofs, der bereits über Fahrradboxen zum Mieten verfügt und mit E‑Ladestationen ausgestattet werden soll, als Mobilitätsdrehscheibe im Bezirk. „Ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz“, begründet Lakounigg. Ebenso gilt es, die Kräfte zu bündeln, um einen weiteren Beherbergungsbetrieb in Völkermarkt anzusiedeln. Hier besteht das Potential, Synergien mit dem Ruderzentrum in der Stauseebucht zu nutzen, wo sich regelmäßig Top-Nationen auf sportliche Großereignisse wie Olympische Spiele vorbereiten. „Ein Nutzen für die Marke als Sportstadt, für die Frequenz in der Innenstadt und für unsere Wirtschaft“, ist Lakounigg überzeugt.
ZUR SACHE
Der Stadtrat der Stadtgemeinde Völkermarkt
Bürgermeister: Markus Lakounigg (SPÖ)
1. Vizebürgermeister: Peter Wedenig (SPÖ)
2. Vizebürgermeister: Aaron Radaelli (SPÖ)
Stadträte: Stefan Riepl (SPÖ), Angelika Kuss-Bergner (ÖVP), Andreas Sneditz (ÖVP) und Gerald Grebenjak (FPÖ)
