Liebesmasche
Pensionist aus Wolfsberg betrogen
Ein 69-jähriger Wolfsberger fiel einer perfiden Betrugsmasche zum Opfer, bei der er über 20.000 Euro an eine angebliche Industriellentochter verlor.
© Pixabay
Verhängnisvolle Chatfreundschaft
Bereits im Herbst des Vorjahres lernte der 69-jährige Pensionist über eine Social-Media-Plattform eine Frau kennen, die sich als Tochter eines Industriellen ausgab. Aus den ersten Chats entwickelte sich eine scheinbar vertraute Online-Beziehung, in der der Wolfsberger seine neue Bekanntschaft bald mit kleineren finanziellen Zuwendungen unterstützte. Die Frau gab an, Zahnmedizin in Nigeria zu studieren, und der Pensionist wollte ihr helfen, das Studium erfolgreich abzuschließen.
Diamantenschmuggel als Vorwand
Der Betrug eskalierte, als die vermeintliche Industriellentochter behauptete, sie sei in Nigeria beim Diamantenschmuggel erwischt und festgenommen worden. Um die angeblichen Anwaltskosten zu begleichen, übermittelte das Opfer in den folgenden Monaten mehr als 20.000 Euro – jedoch nicht durch direkte Überweisungen, sondern durch sogenannte Gift-Card-Codes, also aufgeladene Guthabenkarten.
Betrug aufgedeckt
Als der Pensionist schließlich noch mehr Geld per Banküberweisung nach Nigeria schicken wollte, schlug ein aufmerksamer Bankangestellter Alarm und wies den 69-Jährigen auf die Betrugsmasche hin. Daraufhin erstattete das Opfer Anzeige bei der Polizei.