Katastrophenschutz

Umfang­rei­cher Hoch­was­ser­schutz für Vil­lach

Die Draustadt realisiert ein umfangreiches Hochwasserschutzprojekt entlang der Drau. Fertigstellung 2027.

Umfang­rei­cher Hoch­was­ser­schutz für Vil­lach Villach investiert in den Hochwasserschutz.

© ORF

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Zum Glück blieb das Bun­des­land Kärn­ten aktu­ell von den gro­ßen Hoch­was­ser­men­gen im Nor­den und Nord­os­ten Öster­reichs ver­schont. In der Ver­gan­gen­heit war man aller­dings schon oft genug von Über­flu­tun­gen betrof­fen. Grund genug für die Ver­ant­wort­li­chen in der Drau­stadt ein umfang­rei­ches Hoch­was­ser­schutz­pro­jekt ent­lang der Drau, der Gail und des See­bachs in Angriff zu neh­men. Nach Fer­tig­stel­lung sol­len 2.000 Men­schen und 157 Gebäu­de geschützt sein.

Auf hun­dert­jäh­ri­ges Hoch­was­ser aus­ge­legt

Bund, Land, Ver­bund und Stadt Vil­lach inves­tie­ren Mil­lio­nen Euro in noch mehr Sicher­heit. Bei den geplan­ten und schon ange­lau­fe­nen Schutz­maß­nah­men han­delt es sich im Wesent­li­chen um Däm­me und Stahl­be­ton­mau­ern, die ent­lang von Drau und See­bach errich­tet wer­den. Der Schutz soll für ein hun­dert­jähr­li­ches Hoch­was­ser aus­ge­legt sein. Wäh­rend das Zen­trum der Bezirks­haupt­stadt durch frü­he­re Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men schon recht gut geschützt ist, gilt das für ande­re Stel­len noch nicht. Karl­hans Ogert­schnig, Pro­jekt­lei­ter des Ver­bunds gegen­über dem ORF: “Der Bereich von den Unter­was­ser­ein­tie­fun­gen in Vil­lach bis zum Beginn des Stau­raums Rosegg wei­ter fluss­ab­wärts ver­fügt bis­her über kei­ne defi­nier­ten Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men. Daher muss man nach­bes­sern.”

Fit für die Zukunft

Auch in den rest­li­chen Stau­raum­be­rei­chen, wie im Stadt­ge­biet Vil­lach, gebe es Nach­hol­be­darf. Mit die­sem Pro­jekt mache man Vil­lach nun zukunfts­fit, so Ogert­schnig: „Wir haben begon­nen, auf der rech­ten Sei­te der Drau in Fließ­rich­tung gese­hen, bei der Prosso­wit­scher Au, Struk­tu­rie­rungs­maß­nah­men und Rena­tu­rie­rungs­maß­nah­men durch­zu­füh­ren. Wir konn­ten im Zuge die­ses Pro­jekts die­se Grund­stü­cke erwer­ben. Die­ses Gebiet wird der Natur und sich selbst über­las­sen.“ Der Pro­jekt­lei­ter des Ver­bun­des wei­ter: “Auf der Gewer­be­auf­schlie­ßungs­stra­ße, gibt es ein paar Maß­nah­men, weil der Bereich bei Hoch­was­ser ein­ge­staut wird. Auf der ande­ren Sei­te der Drau gibt es den Tech­no­lo­gie­park Vil­lach. Da wird ein Teil hoch­was­ser­frei gestellt. Dann kommt noch der See­bach, da haben wir eine Dam­mer­hö­hung geplant, eben­so in St. Ulrich. In Duel gibt es zwei Bau­ern­hö­fe, die durch eine Mau­er geschützt wer­den.“

Hoch­was­ser­schutz und Öko­lo­gie

Eben­falls gegen­über dem ORF sagt Ingo Mohl vom Umwelt­bü­ro Kla­gen­furt, wel­ches Pla­nung und Durch­füh­rung der Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men beglei­tet: “In ers­ter Linie geht es dar­um, die Gail bzw. die Drau wie­der ein biss­chen bes­ser ans Umland anzu­bin­den und die­se Mög­lich­keit eines Hoch­was­ser­schutz­pro­jek­tes auch für die Öko­lo­gie zu nut­zen. Das heißt, Auf­wei­tun­gen zu schaf­fen, Neben­ge­wäs­ser zu schaf­fen, um das Was­ser wie­der ein biss­chen ver­zahn­ter mit der Umwelt wer­den zu lass­sen.” Das Gesamt­pro­jekt soll 2027 fer­tig sein.

17.09.2024 08:00 - Update am: 08.12.2024 18:33
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Umfang­rei­cher Hoch­was­ser­schutz für Vil­lach Villach investiert in den Hochwasserschutz.

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