Land Kärnten

Mobi­ler Fami­li­en-Coach hilft bei Pro­ble­men zu Hau­se

Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner stellte heute eine schnelle, direkte und unbürokratische Hilfe bei „rauer See im trauten Heim“ vor – das „Mobile Familien-Coaching“.

Beate Prettner Landeshauptmann-Stellvertreterin und Sozialreferentin Beate Prettner

© LPD Kärnten

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Situa­tio­nen wie die­se sind wohl allen bekannt: Der Sohn sitzt die gan­ze Nacht vor dem Com­pu­ter oder die Toch­ter hat kei­nen Bock mehr auf die Schu­le. Abhil­fe bei sol­chen und ande­ren Schwie­rig­kei­ten in der Fami­lie schafft in Kärn­ten ab mor­gen (1. Sep­tem­ber) das „Mobi­le Fami­li­en-Coa­ching“. Ein Anruf (0800/24 00 12) genügt, schon steht ein kom­pe­ten­ter Ansprech­part­ner als Fami­li­en-Coach zur Sei­te.

Gesell­schaft auf har­ter Pro­be

Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin und Sozi­al­re­fe­ren­tin Bea­te Prett­ner prä­sen­tier­te heu­te die­se schnel­le und direk­te Hil­fe für fami­liä­re Pro­ble­me. Der Zeit­punkt kommt nicht zufäl­lig. „Ent­wi­ckelt wur­de das Modell vom Land Kärn­ten ange­sichts einer Coro­na-Kri­se, die die gesam­te Gesell­schaft und jeden Ein­zel­nen seit mitt­ler­wei­le fast ein­ein­halb Jah­ren auf eine har­te Pro­be stellt“, begrün­det Prett­ner.

Sechs geschul­te Mit­ar­bei­ter

Mit der Dia­ko­nie de La Tour fand das Land einen kom­pe­ten­ten Part­ner, der das Hilfs­an­ge­bot mit einem mul­ti­pro­fes­sio­nel­len Team abwi­ckelt. Es besteht vor­erst aus sechs spe­zi­ell geschul­ten hoch­qua­li­fi­zier­ten Mit­ar­bei­tern. Das kal­ku­lier­te Bud­get beläuft sich auf rund 320.000 Euro jähr­lich. „Wir sind aber fle­xi­bel. Bei Bedarf wer­den wir selbst­ver­ständ­lich auf­sto­cken. Ich appel­lie­re an betrof­fe­ne Fami­li­en, sich nicht zu scheu­en und die Hil­fe zu nut­zen“, erklärt Prett­ner.

Eltern wich­tigs­te Kin­der­schüt­zer

Dem pflich­tet Kärn­tens Kin­der­schutz-Beauf­trag­ter Rapha­el Schmid bei: „Die Eltern sind die ers­ten und wich­tigs­ten Kin­der­schüt­zer. In genau die­ser Rol­le will das Land Kärn­ten sie stär­ken.“ Die Unter­stüt­zung erfolgt rasch und unkom­pli­ziert: „Die Fami­lie wird nicht durch einen Drit­ten und auf büro­kra­ti­schem Weg zur Hil­fe ver­mit­telt, son­dern sie wen­det sich auf direk­tem Weg selbst an den Fami­li­en-Coach.“ Das Ange­bot ist kos­ten­frei.

Eska­la­ti­on ver­mei­den

Mat­thi­as Lie­ben­wein, Fach­be­reichs­lei­ter „Kind, Jugend & Fami­lie“ in der Dia­ko­nie de La Tour, fügt hin­zu: „Es geht vor­ran­gig dar­um, die Stär­ken zu stär­ken und nicht dar­um, nach Schwä­chen zu suchen. Obers­te Prä­mis­se ist es, dass die Fami­lie dadurch selbst aus der rau­en See wie­der in ruhi­ges Gewäs­ser fin­det.“ Auch er betont, dass die Unter­stüt­zung unmit­tel­bar erfolgt: „Mel­det sich eine Fami­lie tele­fo­nisch oder per Mail, wird sofort agiert. Ent­we­der kann man tele­fo­nisch unter­stüt­zen oder man kommt zur Fami­lie nach Hau­se, um eine Eska­la­ti­on zu ver­mei­den. Sit­zen die Pro­ble­me viel tie­fer, kann eine per­sön­li­che Beglei­tung von bis zu zwölf Wochen in Anspruch genom­men wer­den.“

Laut Prett­ner ist Kärn­ten mit die­sem Pro­jekt Vor­rei­ter in Öster­reich: „Es freut mich, dass uns ein so gro­ßer Wurf gelun­gen ist und die­ser noch vor dem Schul­start rea­li­siert wer­den konn­te.“

 

31.08.2021 16:06 - Update am: 31.08.2021 16:07
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