Pilotprojekt
Wasser macht nun in Klagenfurt Schule
Die Stadt Klagenfurt und die Stadtwerke starten das Pilotprojekt „Klagenfurter Wasserschule“: Mit kostenlosen Thermo-Trinkflaschen und dem Wasser-Trinkpass werden Kinder und Jugendliche verstärkt animiert, Wasser zu trinken.
© Christian Rosenzopf/StadtKommunikation
Die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Pandemie führten, wie Studien belegen, zu einer Erhöhung des Anteil an übergewichtigen Kindern. Die Stadt Klagenfurt und die Stadtwerke Klagenfurt möchten nun ihren Teil dazu beitragen, um Gesundheit und Prävention bei den Kleinsten zu forcieren. Ein erster Schritt ist der Ausbau des Trinkwasser- Konsums.
„Trink dich schlau“
Beim Projekt „Klagenfurter Wasserschule“ werden in einem ersten Schritt nach dem Schulstart tausend Thermo-Flaschen mit der Aufschrift „Trink dich schlau“ in den Volksschulen in Klagenfurt verteilt. Weitere tausend Stück sollen nachproduziert werden. Durch die Thermo-Funktion bleibt das Trinkwasser über einen längeren Zeitraum kühl. Zudem erhalten die Kinder Wasser-Trinkpässe, die bemalt werden können, sobald ein Glas Wasser getrunken wurde.
Wichtigstes Lebensmittel
„Wasser ist unser weißes Gold. Es ist unsere Verantwortung gegenüber der jungen Generation, dass wir ihnen die Wichtigkeit dieses Themas vermitteln“, betont Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten). Stadtrat Franz Petritz (SPÖ), Gesundheits- und Bildungsreferent der Landeshauptstadt Klagenfurt, fügt hinzu: „Wasser ist das wichtigste Lebensmittel überhaupt. Wir wollen jetzt das Bewusstsein bei den Kindern und Jugendlichen dafür schärfen – mit kreativen Schwerpunkten im Unterricht. Die Wasserschule ist der Startschuss für eine Reihe von Präventionsangeboten, die wir in nächster Zeit noch ausbauen wollen.“ Experten der Stadtwerke Klagenfurt werden in den Klassenzimmern auch spannende Workshops abhalten. Die Tipps sollen auch den Trinkwasser-Konsum bei den Eltern und in den Familien fördern.
Defizit im Körper
„Wir machen Kinder und Jugendliche zu echten Wasser-Experten. Das alleine ändert noch nicht das Verhalten, aber es ist ein erster Schritt, um ein Umdenken zu bewirken. Wenn die Kinder täglich die Trinkflasche vor sich haben, kann es irgendwann zur Selbstverständlichkeit werden, regelmäßig Wasser zu trinken“, berichtet Birgit Trattler, Leiterin der Gesundheitsabteilung der Stadt Klagenfurt. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist der Bedarf an Flüssigkeit doppelt so hoch wie bei Erwachsenen. „Man kann es gut beobachten: Gibt es einen Mangel an Flüssigkeit, können Konzentrationsschwächen und Kopfschmerzen auftreten. Sobald man Durst verspürt, ist es bereits ein Zeichen für ein Defizit im Körper“, erläutert Projekt-Koordinatorin Jutta Hafner-Sorger von der Gesundheitsabteilung.
