Bei einer Wanderung in den Nockbergen wurde Anton Golja zufällig Zuseher bei einem Berglauf. Die Siegerehrung und die stolzen Medaillenträger weckten sofort sein Interesse. „Als ich die glücklichen Gesichter und die tollen Medaillen sah, wusste ich: Das will ich auch erleben“, erinnert sich der ehemalige Lokführer.
Sportfreundschaften und erste Lektionen
Die Berglauf-Community beeindruckte ihn von Anfang an. „Man wird so schnell mit Vornamen angesprochen, als wäre man schon ewig dabei“, erzählt Golja. Doch die erste große Lektion folgte prompt: „Unterschätze nie die älteren Läufer! Bei meinem ersten Lauf haben mich die Greifenburger Senioren mühelos überholt und dabei freundlich gegrüßt. Da wusste ich: Ich bin zu schnell gestartet und habe mein Pulver viel zu früh verschossen.“
Disziplin und Vorbereitung sind alles
Heute weiß Anton genau, was es braucht, um bei einem Berglauf zu bestehen: „Früh anreisen, Ruhe bewahren und die Kräfte gut einteilen. Der Berglauf ist kein Schülerwandertag.“ Die richtige Vorbereitung beginnt schon Tage davor. „Gesund leben, keine Zigaretten und wenig Alkohol – sonst zahlt man im Rennen drauf. Vor dem Start schwöre ich auf Kaffee, Banane und Datteln. Während des Laufs sind Iso-Wasser und Gels unverzichtbar. Man wird dadurch nicht schneller, aber die Kraft hält bis ins Ziel.“
Ausrüstung zählt
Auch die richtige Ausrüstung spielt eine entscheidende Rolle. „Ohne Trailschuhe, Brustgurt, Pulsuhr und eine kleine Wasserflasche geht nichts. Die Pulsuhr hilft mir, nicht zu überziehen. Wer seine anaerobe Schwelle überschreitet, ist geliefert.“
Glücksgefühl am Gipfel
Der Moment, für den sich all die Anstrengung lohnt, kommt am Gipfel. „Wenn du durch den Zielbogen läufst und auf die Uhr schaust, dann spürst du pures Glück. Es ist unbeschreiblich, fast so gut wie im Vorjahr zu sein. Da durchströmt ein Stolz deinen Körper, den man kaum in Worte fassen kann.“
Golja schätzt besonders die Gemeinschaft der Läufer: „Wir kennen uns gut, bilden Fahrgemeinschaften und motivieren uns gegenseitig. Der LAC Klagenfurt ist für mich eine zweite Familie – die Trainingsmöglichkeiten und Trainer sind einfach einzigartig!“