Hausdurchsuchungen
Drei Pensionisten als Wilderer erwischt
Zwölf-Ender Rotwildhirsch illegal erlegt. Waffenlager im Bezirk Wolfsberg ausgehoben.
Es konnten u. a. 10 Jagdgewehre und einige hundert Schuss Munition sowie Schwarzpulver sichergestellt werden.© LPD Kärnten
Einen spektakulären Ermittlungserfolg meldet die Polizei aus dem Bezirk Wolfsberg. Drei Einheimische werden demnach dringend verdächtigt im Herbst des Vorjahres in einem Eigenjagdgebiet im Bezirk Wolfsberg einen Rotwildhirsch (12-Ender, Alter ca. 7 – 10 Jahre) widerrechtlich erlegt zu haben. Die Verdächtigen, ein 69-jähriger Mann, ein 66-jähriger Mann und eine 67-jährige Frau, alle aus dem Bezirk Wolfsberg, sollen die Trophäe sowie das Wildfleisch nach dem Abschuss mitgenommen haben. Der Gesamtschaden beläuft sich laut Schätzungen der Polizei derzeit auf mehrere tausend Euro, wobei ein höherer Schaden nicht ausgeschlossen werden kann.
Waffen, Munition und Trophäen sichergestellt
Im Zuge Erhebungen durch Beamte der Polizeiinspektion St. Paul im Lavanttal, in Zusammenarbeit mit dem BPK Wolfsberg, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt eine Hausdurchsuchung zeitgleich in zwei Wohnhäusern im Bezirk Wolfsberg durchgeführt. Dabei konnten die Trophäe des gewilderten Rothirsches sowie ca. 15 weitere Gams – und Rothirschtrophäen, eine Auerhahntrophäe, ca. 20 – 30 Abwurfstangen, 10 Jagdgewehre und einige hundert Schuss Munition sowie Schwarzpulver sichergestellt werden. Die Gewehre waren nur teilweise registriert. Gegen die Beschuldigten wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Es besteht der Verdacht des schweren Eingriffes in fremdes Jagd- und Fischereirecht. Die drei Verdächtigen (für sie gilt die Unschuldsvermutung) werden bei der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg und bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt.
