Kärnten
Erinnerung und Mahnung an die Demokratie
Am 12. Februar 1934 begann der Februaraufstand, der den Faschismus in Österreich einleitete und die Demokratie tiefgreifend erschütterte. 90 Jahre später gedenken Politiker und Freiheitskämpfer dieser tragischen Ereignisse.
Landeshauptmann Peter Kaiser und zahlreiche Politiker gedachten in einer emotionalen Zeremonie des Februaraufstands und mahnten zur Verteidigung der Demokratie.© SPÖ Kärnten
Der 12. Februar ist nicht nur ein Tag des Gedenkens, sondern auch eine Mahnung an die Gegenwart. Der Februaraufstand führte zu einem blutigen Bürgerkrieg, der die demokratischen Strukturen des Landes zerstörte. Sozialistische Organisationen, Gewerkschaften und die Arbeiterbewegung wurden zerschlagen, während mutige Freiheitskämpfer ihr Leben oder ihre Freiheit opferten. Der Aufstand markierte den Beginn des autoritären Faschismus in Österreich.
Wehret den Anfängen – eine Botschaft für heute
„Wehret den Anfängen“, rief Landeshauptmann Peter Kaiser in seiner Rede zur Gedenkveranstaltung. Der Widerstand gegen Diktatur und Faschismus sei auch heute mehr denn je notwendig. Das Prinzip, frühzeitig gegen autoritäre Tendenzen zu kämpfen, bleibt entscheidend, um die Demokratie zu bewahren. Kaiser mahnte zur klaren Positionierung der Sozialdemokratie und erinnerte an die Verantwortung, sich gegen den Faschismus zu stellen.
Verpflichtung für die Zukunft
Die nächsten Monate könnten die Weichen für die Zukunft des Landes stellen, so Kaiser weiter. Demokratie, soziale Gerechtigkeit und der Schutz vor Faschismus seien keine Selbstverständlichkeiten. Der 12. Februar bleibt eine Verpflichtung, nie zu vergessen und sich für die Werte der Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen.
Gedenkveranstaltung und Ehrung von Hans Pawlik
Die Gedenkveranstaltung fand am Grab des Freiheitskämpfers und ehemaligen Landtagspräsidenten Hans Pawlik statt. Heinz Pichler von den Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen erinnerte an dessen Lebenswerk. Neben Landeshauptmann Peter Kaiser nahmen zahlreiche politische Vertreter und Funktionäre an der Zeremonie teil.

